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Pfarreien
im Dachauer Land
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Kirchen-Orgeln im Landkreis Dachau
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Die Orgel (griech.Organon=Werkzeug) mit ihren vielen Pfeifen, die über ein Gebläse zum Klingen gebracht werden, steht meist im rückwärtigen Bereich der Kirche auf der Empore. Sie hielt erst allmählich Einzug in die Kirche, weil sie bis in das 11. Jahrhundert als profanes Instrument galt, das insbesondere für das höfische Zeremoniell verwendet wurde. Erst ab dem 13. Jh wurde es zur Regel, in allen bedeutenden Kirchen Orgeln zu errichten. In kleineren Kirchen standen vor dem 30jährigen Krieg nur selten Orgeln. Heute gehört dieses Instrument zur Ausstattung aller katholischer und evangelischer Kirchen. Mit ihrer Klangvielfalt und Klangfülle trägt die Orgel zur Freude der Gläubigen und zur Verherrlichung Gottes bei. Der Orgelprospekt, die Schauseite der Orgel, wurde meist durch Künstler gestaltet. Im Barock, dem unsere ältesten Orgeln angehören, wurde der Prospekt mit reicher Ornamentik verziert. Heute setzt sich immer mehr der "offene" Orgelprospekt durch, der allein durch die harmonische Anordnung der Pfeifen wirkt. |
Die Orgel wurde 1988 von der Orgelbauer Anton Staller aus Grafing aber in alter Technik als mechanische Schleifladenorgel mit 33 Registern errichtet. Der prachtvolle Prospekt der Orgel -von einem unbekannten Meister- stammt aus dem Jahr 1755 ....mehr über die Orgel... |
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In den Kirchen
des Landkreises Dachau gibt es noch drei originale Barockorgeln
aus der Zeit um 1735 und zwar in der Schlosskirche Haimhausen, in Inhausen
und in Vierkirchen. Die meisten
Prospekte stammen aus dem 19.u. 20.Jh. Glücklicherweise haben sich
einige originale Rokokoprospekte in unsere Zeit herübergerettet:
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Die um 1740 von dem Dachauer Orgelbauer Quirin Weber geschaffene Orgel im fünfteiligen Prospekt dürfte erst nach 1767 in die Kirche gekommen sein. Sie wurde 1787 vom Freisinger Johann Deyrer gefasst und 1959 von Carl Schuster & Sohn, Mch um eine elektropneumatische Orgel (Steiner) erweitert, die von einem neuen quergestellten Spieltisch auf der Südseite gespielt wird. Die neue Orgel hat zwei Manuale und 17 Register. Auch die alte Orgel (hier ein Bild des Spieltisches) mit der Schleifladentechnik (mechanische Registerführung) wurde 1991 für 130.000 DM wieder restauriert und ist spielbereit (z.B. Konzert v.Peter Kofler am 19.10.2003). Vergleichbare Orgeln soll es in Bayern nur noch acht geben. |
![]() Disposition der originalen Weber-Orgel von 1740 (nach Brenninger): Manual (C-c''', 45): Gedeckt 8', Salicional 8', Gamba 8', Principal 4', Flöte 4', Octav 2', Quint 2 2/3', Octav 2', Mixtur 1' + 2/3' + 1/2'. Pedal (C-a, 18): Subbaß 16', Octavbaß 8'. |
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Barockorgel in Inhausen Auf der Doppelempore steht die einmanualige Orgel mit 6 Registern in ihrem weiß-goldenen Rokokogehäuse. Sie wurde 1735 von Quirin Weber aus Dachau für die Pfarrkirche in Haimhausen erstellt, 1796 repartiert und im Jahr 1900 als dort eine neue Orgel beschafft worden war, nach Inhausen gebracht. 1982 wurde sie von der Fa. Guido Nenninger aus München restauriert.
Disposition
der originalen Weber-Orgel von 1735 (nach Brenninger-Stand 1975-): |
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![]() Barockorgel in der Haimhauser Schlosskapelle Es dürfte sich noch um das barocke Positiv von Quirin Weber, Dachau aus dem Jahr 1736 handeln. Es wurde 1960 von Leopold Nenninger restauriert und verfügt über 9 Register. ....mehr über die Orgel... |
![]() in Arnzell Die Orgel stammt aus dem Jahr 1867. Dieses Brüstungswerk mit 6 Registern wird dem Erlinger Orgelbauer Georg Beer zugeschrieben. 1997 wurde sie von Orgelbauer Maximilian Offner aus Kissing restauriert. Der dreiteilige, neoklassizistische Flachprospekt mit überhöhten Seitenfeldern und geschnitztem Schleierdekor ist in die Emporenbrüstung eingebaut. |
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![]() in Indersdorfer Marktkirche Ob es sich dabei noch um das 1898 von Franz Borgias für die Indersdorfer Marktkirche erstellte Werk mit 9 Registern handelt ist mir leider nicht bekannt. |
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![]() in Oberzeitlbach |
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Die Orgel mit 7 Registern
wurde von Franz Borgias Maerz aus München |
Die 22-Register-Orgel mit 2 Manualen kam aus der Werkstatt des Kissinger Orgelbauers Maximilian Offner und kostete rund 285 000 Mark. Sie wurde die am 23. Mai 1993 im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Prälat Dr. Dr. Professor Anton Ziegenaus aus Augsburg geweiht. Der Prospekt stammt aus dem Jahr 1892. |
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![]() Orgel in Odelzhausen Die wunderschöne, teils in die Emporenbrüstung integrierte Orgel stammt aus dem Jahr 1993 und besitzt 22 Register. Sie wurde -wie schon ihre Vorgängerin aus dem Jahr 1930- von Leopold Nenninger aus München errichtet. Vor 1930 war eine Orgel mit 8 Registern eingebaut, die sich schon vor 1874 in der Kirche befand. Der Orgelprospekt ist nach den Formen des Neurokoko gestaltet. |
![]() Orgel in der Wallfahrtskirche Ainhofen Die Orgel mit 5 Registern (Kegellage mit pneumatischer Traktur) stammt aus der Zeit um 1905 und wurde von Willibald Siemann aus München erbaut. Sie ist in einem neubarocken Gehäuse mit einteiligem Prospekt untergebracht. Der Spieltisch steht frei. |
| zu den Orgeln 2 und 3 | Detailvergleiche insgesamt |
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2.1.2004