zur
Landkreiskarte ausführl.Beschreibung
Kirchen in der Gem.Haimhausen
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Filialkirche St.Martin in AMPERPETTENBACH
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Die Filialkirche
St. Martin ist architektonisch die interessanteste Kirche in der
Pfarrei Haimhausen Sie stellt einen der seltenen Fälle eines wenig
veränderten mittelalterlichen Kirchenbaus dar.
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Der Turm (1677) besitzt einen reizvollen, achteckige Aufbau, dessen Fassade durch Lisenen in ovale Felder gegliedert ist. Bedeckt ist er mit einer Zwiebelkuppel. An der Spitze ein Scheyerner Kreuz.
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Inneneinrichtung Der Chor ist spätgotisch (Ende 15.Jh). Die Decken sind mit einem phantasievollen Netzgewölbe überzogen. Die gelb hervorgehobenen Rippen enden an zehn Kragsteinen, die mit originellen und nur noch selten zu findenden bunten Halbfiguren geschmückt sind. Auch die vier Schlusssteine der Gewölberippen, die das Mauerwerk verkeilen und dem statischen Gefüge den entscheidenden Halt geben, sind recht gut erhalten. Die Vielzahl der Rippen im Netzgewölbe ist nicht - wie z.B. beim Kreuzrippengewölbe- allein durch die Statik bedingt, sondern dient auch der Zierde. Rechts im Chor ein besonders wertvolles Buntglasfenster im Renaissancestil aus dem Jahr 1516, gestiftet von der Münchner Patrizierfamilie Ligsalz. Die Inneneinrichtung ist im Barockstil gefertigt. Auf dem Hochaltar (1677) ist über dem Leonhardsbild das prächtige Stifterwappen zu sehen. Als Assistenzfiguren stehen lebensgroße Staturen der Heiligen Cosmas und Damian (im Gewand der Hochschullehrer und mit Salbbüchse der Apotheker). |
![]() Vergrößerung von Einzelheiten(Altäre, Figuren, Schlusssteine, Epitaph, Fenster, Chorgewölbe,) per Mouseklick |
Die Seitenaltäre stehen aus Platzgründen
an den Chor-Seitenwänden.
Am linken Altar sind die hl. Ursula (Altarblatt
mit Martyrium) und die Heiligen Margareta (mit Drachen) und Barbara (mit Turm)
Assistenzfiguren dargestellt. Am rechten Altar ein Gemälde der Heiligen
Diakone Stephanus und Laurentius.
weitere Figurenausstattung:
- Muttergottesfigur
mit Jesuskind auf dem Arm (und Königsinsignien)
- St. Antonius von Padua in der Franziskanerkutte
mit dem Jesuskind auf dem Arm
- Salvator Mundi mit Siegesfahne in der Hand-
- Kreuzigungsgruppe
mit Maria und Johannes. Unter dem Kreuz der Totenschädel Adams
- segnendes Jesuskind aus Gips mit Kreuzstab
- St. Petrus mit den Himmelsschlüsseln
und einem Hahn zu seinen Füßen
- Maria Magdalena mit Kreuz und Totenschädel.
Ausführliche
Beschreibung
mit ikonographischen und kunsthistorischen
Hinweisen
Konradinische Matrikel 1315
Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche
finden wir in der Konradinischen
Matrikel von 1315 bei der Pfarrei in Kollbach. ("Ecclesia Cholbach
.. habet in villa II sepulturas et filialem Petenbach"). Amperpettenbach
gehörte bis zum Jahr 1818 zur Pfarrei Kollbach, 2 ½ Gehstunden entfernt.
Seither ist sie Filiale der Pfarrei Haimhausen.
Gotischer
Umbau 1500
Das Innere der Kirche wurde gegen 1500 entscheidend verändert. An das ursprünglich
sicher flach gedeckte Kirchenschiff hat man gegen Osten hin ohne optische Trennung
einen neuen Altarraum mit 3/8-Schluss
angebaut und den ganzen Raum mit einem phantasievollen Netzgewölbe
mit Schlusssteinen und Konsolenfiguren überzogen.
Zu dieser Zeit standen in Amperpettenbach 11 Anwesen, von denen fünf den
Klöstern Indersdorf, Scheyern und Weihenstephan und eines der Münchner
Familie Ligsalz gehörte. Die Ligsalz gehörten zu den Münchner
Patriziern und reichen Kaufleuten (Salz, Roheisen und Tuche), die sich schon
ab dem 14.Jh. im Umland Besitzungen kauften, zum einen wohl als krisensichere
Geldanlage, zum anderen auch aus Verbundenheit mit dem Bauernstande, dem sie
letztlich entstammten. Karl Ligsalz, der Stadtkämmerer von München
hatte den Hof in Amperpettenbach erworben; sein Enkel Hans hat 1516 das wertvolle
Glasfenster hinter dem Altar gestiftet.
Sunderndorfer'sche
Matrikel von 1524
In der Sunderndorfer'schen
Matrikel von 1524 wird erstmals
der Patron der Kirche, der hl. Martin genannt. Dort heißt es "Kolwach...
habet unam filialem ecclesiam, videlicet s.Martini in Bettnpach". Das bedeutete,
dass die Pfarrkirche und eine Filialkirche den selben Patron, nämlich St.Martin,
hatten. Das war und ist nicht üblich.
Der Haimhausener Pfarrer Knilling mutmaßte bei der Umpfarrung Amperpettenbachs
im Jahr 1818 (von Kollbach nach Haimhausen), die Tatsache des gleichen Patronats
"gebe einer alten Sage Wahrscheinlichkeit, in der es heiße, Amperpettenbach
sei ursprünglich nicht mit Kollbach sondern mit einer anderen benachbarten Pfarrei
vereinigt gewesen und erst im 15.oder 16.Jh dazugekommen. Sonst würde die Fililalkirche
nicht den gleichen patronus ecclesiae, den die Pfarrkirche hat, bekommen haben,
damit nicht altare contra altare gestanden wäre!" Doch Knilling scheint die
Matrikel von 1315 und 1524 nicht gekannt zu haben.
Visitationsbericht von 1560
Im Jahr 1560 hatte der Freisinger Bischof Moritz von Sandizell auf Druck des
bayerischen Herzogs Albrecht V. eine Visitation, eine umfassende Überprüfung
aller Pfarrer und Pfarreien angeordnet.
Die Visitation wurde durch bischöfliche und durch herzogliche Bevollmächtigte
durchgeführt. Grund war die durch die Reformation Luthers (1517)
entstandene religiöse Unruhe, die jedenfalls in Teilen des Bistums zur
Zerrüttung des geistlichen Lebens geführt hatte. Im Bericht über
die Pfarrei Kollbach ist auch Amperpettenbach unter der Ortsbezeichnung "Ambper
Pettenbach" kurz erwähnt. Die Filialkirche St.Martinus habe ein jährliches
Einkommen von 2 Gulden 1 ß und 21 d, Getreide von Ulrich Schmid in Höhe
von einem halben Schäffel, ein Jahr Hafer, das andere Jahr Korn. Die "khirchenrechnung
gehert gen Dachaw", die Einnahmen werden also vom Dachauer Gericht überprüft.
Die Gottesdienste werden vom Kollbacher Pfarrer versehen. In der Kirche stand
ein Sakramentshaus mit nächtlicher Beleuchtung. Der Pfarrer erhält
außer dem Zehent und den Abgaben nach Kirchenrecht keine weiteren Zahlungen.
Das Mesnerhaus gehört dem Schmid, der Grund aber der Kirche. Die Amperpettenbacher
müssen ihre Kinder in Haimhausen taufen lassen (=wegen der großen
Entfernung zur Pfarrkirche). Sorge um den rechten Glauben musste sich der
Bischof nicht machen. Der Pfarrer "hellt alle ding catholisch", heißt
es. Die Amperpettenbach hielten auch die Kreuzgänge und alle anderen Kirchenbräuche
("khirchenpreuch").In der Kirche befänden sich 2 leider gar "unsaubere"
Kelche mit Corporale, "ainer ist guet, der ander kupferin" (=aus
Kupfer), sowie 2 Messbücher, ein Gesangbuch und ein Liturgiebuch. Vorhanden
waren außerdem vier gar alte Messgewänder. Das Sakramentshäuschen
ist nicht gut verschlossen, wird aber beleuchtet. Das Taufwasser wird in einer
Flasche aufbewahrt ("Baptismus ist in aim fleschel"). An Palmsonntag
und am Ostermontag werde den Gläubigen vom Kollbacher Pfarrer die Kommunion
in einer Gestalt (=Hostie ohne Kelch) gereicht. Der Bericht endet mit
den Worten: "An altarthuechern ist mangel. Sonst kain defect verhanden".
Wenn Sie ganzen Bericht über die Visitation der Pfarrei Haimhausen -in
heutigem Deutsch- lesen möchten, klicken Sie hier...
Weihnachts-Pferderennen
Die noch erhaltenen Kirchenrechnungen aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen
Krieg enthalten Posten, die auf "Renneth am Hl.Kindltag" hinweisen.
Es geht hier um ein Pferderennen, das jeweils am Tag der unschuldigen Kinder
(28.Dezember) abgehalten wurde. Diese Rennen werden wohl keine originär
kirchliche Veranstaltungen gewesen, sondern nur anlässlich des früher
groß gefeierten Tags der Unschuldigen Kinder veranstaltet worden sein.
Aber die Tatsache, dass die Einnahmen und Ausgaben in den Kirchenrechnungen
auftauchen, legt doch eine enge Verbindung mit dem kirchlichen Bereich nahe.
Die Reiter hatten als eine Art Teilnahmegebühr Getreide zu spenden, das
sie vor den Altar schütteten; dafür wurden Ross und Reiter gesegnet.
Das Getreide verkaufte die Kirche und nahm dadurch Geld ein. Der Sieger des
Rennens erhielt ein großes rotes Tuch (s.o. 1654: "rott Tuech")
als Siegerpreis, das damals neben dem ideellen auch einen hohen wirtschaftlichen
Wert hatte; der rote Farbstoff war teuer. Die Nächstplatzieren dürften
Schweine als weitere Preise erhalten haben (sog.Rennsäue).
Wenn Sie mehr über die Pferderennen in Amperpettenbach erfahren möchten,
klicken Sie hier....
Schmidt'sche Matrikel 1738/40
In den Jahren 1738 bis 1740 hat der Kanonikus Schmidt aus Freising alle Pfarreien
des Bistums besucht und in der nach ihm benannten Schmidt'schen
Matrikel auch die Filialkirchen kurz beschrieben. Danach war
die Kirche Ecclesia filialis s.Martini in Amperpettenbach von großer Zierde.
Sie habe zwei Altäre, heit es: der Hochaltar, auf dem auch der Tabernakel
stehe, sei dem hl.Martin, der Seitenaltar den beiden Märtyrerinnen Ursula
und Margarete geweiht.
Messfeiern würden an Kirchweih, dem Sonntag nach dem Fest des hl.Bartholomäus
(= nach 24.8.) und am Patrozinium, dem Martinitag (11.11.) gefeiert. Außerdem
fänden 19 Gottesdienste an Wochentagen statt, die auf eine Stiftung vom
16.Dez.1599 zurückgingen. Im Friedhof stehe ein Beinhaus. Im Turm hingen
zwei geweihte Glocken. Die Einkünfte würden vom Kollbacher Pfarrer
und vom kurfürstl. Präfekten in Dachau verwaltet. Die Beschreibung
endet mit dem einzigen Satz in deutscher Sprache: "Das völlige Vermögen
dises Gottshauses würdet sich dieser Zeit gegen 400 fl. (=Gulden) erstrecken".
Amperpettenbach
gehörte -wie schon erwähnt- seit der Zeit der ersten Überlieferungen
bis 1818 zur mehrere Gehstunden entfernten Pfarrei Kollbach. Wegen der großen
Entfernung hatte der Pfarrer hier in Amperpettenbach einen Zehentstadel errichten
lassen, in dem die Abgaben zwischengelagert wurde. Der Stadel brannte im II.
Weltkrieg ab.
Als 1818 in Bayern die Gemeinden ihre Selbstverwaltung erhielten, war wohl der
Zeitpunkt gekommen, die seelsorgerische ohnehin schon teilweise vorweggenommene
Zuordnung zur Pfarrei Haimhausen auch offiziell vorzunehmen.
Mit Ordinariatsdekret vom 7.Dez. 1818 ordnete Kapitelvikar Dr.Deutinger die
Umpfarrung der Filialkirche Amperpettenbach von der Pfarrei Kollbach zur Pfarrei
Haimhausen an. Pfarrer Knilling aus Haimhausen hatte diese Veränderung
schon länger betrieben, denn schon vorher war Amperpettenbach großenteils
von Haimhausen aus seelsorgerisch mitversorgt worden. Unter Pfarrer Knilling
scheinen die Amperpettenbacher mit ihrer Einpfarrung zufrieden gewesen zu sein,
als aber Knilllings Nachfolger, Merkl F.X., die vielen Gottesdienste in Amp.
nicht mehr hielt, gingen fortwährend Klagen der Gläubigen. beim Ordinariat
ein.
1848 wurde die Sakristei an die Ostseite des Turmes vom Dachauer Maurermeister Hergl angefügt.
Beschreibung 1874
Die Kirche in Amperpettenbach ist auch
in der Statistischen Beschreibung des Erzbisthums München-Freising von
Anton Mayer aus dem Jahr 1874 enthalten. Dort heißt es:
"Amperpetten, nahe der Amper gelegen, früher Filiale von Kollbach.
Erbauungsjahr unbekannt. Ursprüngl. gothisch, dann verzopft (=barock).
Baupflicht: An der Kirche die Kirche, am Cm. (=Friedhof) die Gemeinde.
Geräumigkeit unzureichend. Kuppel-Thurm mit 2 Glocken. Cons.dub. Patron
Hl.Martin. 3 alt. p. Ss. Cm. ohne Cap. Gottesdienste: Am Patrocinium und wöchentl.
1 hl.Messe. Meßnerdienste versieht der Schmied. Kirchen-Vermögen:
Rent. 1659 fl. (=Gulden)- Nicht rent. 1197 fl. ".
Amperpettenbach hatte 1874 genau 112 Seelen, die in 12 Häusern wohnten.
Beschreibung 1893
Mit der Amperpettenbacher Kirche befasste sich auch das Verzeichnis der Kunstdenkmale
des Königreiches Bayerns, das Gustav von Bezold und Dr.Berthold Riehl im
Auftrage des kgl.Staatsministeriums des Innern, für Kirchen- und Schulangelegenheiten
erstellt haben. Schon damals sah die Kirche so aus, wie heute. Wenn Sie den
gesamten Text lesen möchten, klicken
Sie hier....
Beschreibung 1900
In den Jahren 1900
und 1901 hat der Haimhausener Kaplan Hugo Straßer unter dem Titel "Nova
et vetera de parochia Haimbhusiaria" (=Neues und Altes aus der Pfarrei
Haimhausen) eine umfangreiche Pfarrbeschreibung verfasst. Im Abschnitt Filialkirchen
ist auch Amperpettenbach aufgeführt. Wenn Sie am Text interessiert sind,
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Restaurationen wurden in den Jahren
1699 (Reparatur der Kirchenmauern um 59 fl),
1851 (Hochaltar- und Chorrenov.durch Maler Eller, Freising),
1878 und 1938 (durch den Freisinger Maler Seibold - Rücknahme der Veränderungen
von 1851) durchgeführt.
1980 renovierte man den Turm, das Kirchendach und den Verputz am Langhaus. Außerdem
erhielt sie einen neuen Bodenbelag.
Die Martinskirche steht auf einer kleinen Anhöhe am nördlichen Dorfrand von Amperpettenbach inmitten eines ummauerten Friedhofs. Sie ist ein nur wenig veränderter mittelalterlicher Kirchenbau. Solche findet man im südlichen Bayern nur noch selten.
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Das Kirchenschiff ist noch romanisch, der Chor schon gotisch. Der Turm stammt aus der Zeit des Barock. Der Chor wird außen durch Strebepfeiler gestützt. Das Langhaus stammt aus der Frühzeit des 13. Jh; darauf weist der romanischen Bogenfriesblende an der Außenwand hin, bei dem die Bögen bereits auf Konsolen sitzen. Darüber ein Zahnfries (Deutsches Band). |
| Die Kirche ist 14,5 Meter lang
und 4,60 Meter breit. Das Ziegelmauerwerk des Langhauses besitzt eine Stärke
von ca. 85 Zentimeter und ist ohne Sockel aufgeführt. West- und Nordfassade
sind, wie in der Romanik häufig, glatt und schmucklos (siehe Bild links).
Fenster sind -entsprechend der romanischen Bauweise nördlich der Alpen-
nur auf der Südseite zu finden. Dies hat zwei Gründe: einen praktischen
und einen symbolischen.Der praktische Grund: Die Fenster waren wegen des
Lichteinfalls zwar notwendig, konnten damals aber nicht gut verschlossen
werden. Auf der Südseite kommt mehr Licht und Wärme herein. Die
Symbolik hat noch anderen Grund gefunden: Vom Norden kommt die Finsternis
und mit ihr der Böse. Sie sollen nicht in die Kirche dringen. Alle Fenster wurden 1677 bei der barocken Umgestaltung dem neuen Bedürfnis nach mehr Licht entsprechend vergrößert. Die kleine Vorhalle an der Südseite vor dem Eingang ist dagegen jüngeren Datums (wahrscheinl. 1953). Dort befindet sich das Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Der gesamte Raum hat eine Länge von 12 Metern und eine Breite von nur 4,65 Metern und strahlt viel Intimität aus. Er ist in drei Joche unterschiedlicher Breite gegliedert, nach Westen zu mit größerer Spannweite. |
![]() Nord- und Westseite |
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Hinweis: Woher die so typisch bayerisch-barock anmutende Zwiebelform kommt, ist erstaunlicherweise nicht geklärt. Einige der Experten vermuten, dass sie eine Nachahmung und Weiterentwicklung der im 7.Jh errichteten Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem (Felsendom) und somit arabischen Ursprungs ist. Damals glaubten europäische Baumeister, die Kuppel stamme noch vom Tempel Salomons und verbanden mit ihr die Vision vom himmlischen Jerusalem. Andere Kunstexperten sehen in der Zwiebel eine Weiterentwicklung der byzantinischen Kuppel, die auch in Russland großen Anklang fand. Fest steht jedoch, dass die ältesten zwiebelförmigen Kuppeln in Bayern die der Münchner Frauentürme sind (1525). Weite Verbreitung fand die Zwiebel als Bauform aber erst im Italien der Renaissance und bei uns in der Barockzeit nach dem 30jährigen Krieg. Ihre Form -unten bauchig, oben spitz- passte wunderbar zur Kunstauffassung und zum Lebensstil des Barocks und galt "als Synthese aus der Bewegung ins Übersinnliche und dem Verharren in den Wölbungen des Sinnlichen". Im Turm hängen zwei Glocken, die 1903 von Ulrich Kortler in München und 1954 von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen wurden. Die große Dreifaltigkeitsglocke besitzt ein Gewicht von 257 kg und einen Durchmesser von 80 cm. Auf der Glocke sind ein Bild der Dreifaltigkeit und die Texte: "gegossen von Ulrich Kortler-München 1903" und "Misericordias Domini in aeternum cantabo Ps.88" (Die Barmherzigkeit des Herrn werde ich in Ewigkeit besingen). Die kleinere Marienglocke (Ton c') enthält die Aufschriften: "Marianisches Jahr 1954 - gegossen von V.K.Czudnochows zu Erding". |
Innenausstattung
Der nicht eingezogene, spätgotische Chor stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Er war von Anfang an gewölbt und hat deshalb außen Strebepfeiler, im Innern Wandpfeiler als Träger des Gewölbes. Die Ecken dieser Pfeiler sind abgekantet; durch spitze Schildbögen sind sie miteinander verbunden. Die Pfeiler ruhen auf Konsolen in Polygonform (vieleckig), die mit kleinen Halbfiguren verziert sind.
Keine andere Kirche im Landkreis Dachau hat eine derart große Zahl von Konsolenfiguren. Einige der Figuren stellen musizierende Engel dar; die übrigen Figuren (Männer, Frauen und sogar ein Ritter) sind nicht zuzuordnen. Oftmals haben sich auch die Baumeister in solchen Figuren ein Denkmal gesetzt.
Die Gewölberippen bilden ein Netz. Im Knotenpunkt der Rippen sitzen runde Schlusssteine; im Chor einer mit dem Bild des Kirchenpatrons St.Martin, im Kirchenschiff zwei Schlusssteine mit den Reliefs von Maria und St.Leonhard. Sie verkeilen das gebogene Mauerwerk und geben dem statischen Gefüge den entscheidenden Halt. Geschlossen wird der Chor durch drei Seiten eines Achtecks.
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In der späteren Barockzeit war man
mit der Innenausstattung, die in etwa der heutigen entspricht, zufrieden;
denn 1739 wurde sie in der Diözesanbeschreibung als ganz besonders
schmuckvoll bezeichnet. Hinweis: Die Erfindung des Rippengewölbes, das zum Kennzeichen des gotischen Kirchbaus wird, macht es möglich, die statischen Lasten zu reduzieren und so auch über verhältnismäßig dünne Wände mit größeren Fenstern in Verbindung mit entsprechenden Strebewerken in die Fundamente abzuleiten. Symbolisch kann das Gewölbe mit seinem Netzwerk auch die Strukturen des gewölbten Himmels abbilden. Die Schlusssteine der Gewölberippen sind im Scheitelpunkt eine Bogens oder im Knotenpunkt von Rippen eingefügt. Sie verkeilen das gebogene Mauerwerk und geben dem statischen Gefüge den entscheidenden Halt. Neben seiner bautechnischen Aufgaben hat der Schlussstein auch eine religiöse Bedeutung. Denn Paulus schreibt im Epheserbrief: "Ihr seid das Fundament der Apostel und Propheten gebaut. der Schlussstein ist Jesus Christus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn (Eph 2,20-22). |
Auf der rechten Chorseite befindet sich ein besonders wertvolles Buntglasfenster, aus dem Jahre 1516, gestiftet von der Münchner Patrizierfamilie Ligsalz, die in Amperpettenbach einen Bauernhof besaß. Es zeigt vor einem Renaissance-Hintergrund die Stifterfamilie, die den Segen des auferstandenen Christus empfängt. Das Fenster ist 68 x 63 cm groß.
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Interessant sind auch die Rosenkränze, die die beiden Hauptpersonen um die Hände tragen. Während bei Kath. Knöllin (ganz rechts) ein langer Rosenkranz mit 40 Aveperlen und 4 Paternosterperlen zu sehen ist, hält Hanns Ligsalz (ganz links) einen nur halb so langen Rosenkranz mit 20+4 Perlen in den Händen. Die heute üblichen drei zusätzlichen Aveperlen und das sog. Credokreuz am Anfang des Rosenkranzes fehlen. Dafür ist der Beginn des Rosenkranzes mit wertvollen Medaillen geschmückt. |
Im Spruchband steht: "Hanns Ligsalz + Katharina Knöllin von Salzburg, seine Hausfrau anno 1516". |
An der südlichen Chorwand stehen Figuren der Heiligen Petrus (18.Jh) mit den einem versilberten und einem vergoldeten Himmelsschlüssel und einem Hahn zu seinen Füßen und Maria Magdalena mit den Attributen Kreuz und Totenschädel. St.Petrus hat -wie in den meisten Darstellungen dieses Heiligen seit dem 4.Jahrhundert - einen runden Kopf, einen grauen, krausen Haarkranz und einen Bart.
| Petrus: Der Fischer Simon
wurde gemeinsam mit seinem Bruder Andreas von Jesus in seine Jüngergruppe
berufen. Er wird in den Evangelien häufig genannt. Die
sog.Himmelsschlüssel, die der Künstler der Petrus-Darstellung
in die Hand drückte, haben den Heiligen im Brauchtum zum Himmelspförtner gemacht. In der christlichen Symbolik repräsentieren die Schlüssel aber die Vollmacht auf Erden und im Himmel zu lösen und zu binden. Deshalb die beiden Schlüssel.
Nach Matthäus 16,19 sagte Jesus zu Petrus: "Dir will ich die Schlüssel
des Himmelreiches geben. Was du binden wirst auf Erden, wird gebunden sein
im Himmel, und was du lösen wirst auf Erden, wird gelöst sein
im Himmel". Diese Vollmacht wurde in weiterer Folge auf den Kreis der Jünger
und den Klerus übertragen.
Der Hahn erinnert an die dreimalige Verleugnung Christi durch Petrus am Abend vor dem Kreuzestod. Nachdem Petrus abgestritten hatte, dass er Jesus kennt, krähte -wie von Jesus vorhergesagt- ein Hahn. Maria Magdalena ist aus der Bibel bekannt. Sie wurde Jüngerin Jesu, nachdem der sie von Besessenheit befreit hatte (Luk. 8, 2). Magdalena sorgte für Jesu Lebensunterhalt (Luk.8,3). Sie war auch bei der Kreuzigung Jesu dabei (deshalb das Kreuz in der Hand); ihr erschien Jesus nach seiner Auferstehung (Joh 20,15-17). Ob es sich bei Magdalena auch um die namenlose Sünderin handelt, die Jesus die Füße salbte (Luk 7, 37 - 38), wie die Legenden behaupten, ist ungewiss. In der Frühzeit des Christentums wurden unter den in der Bibel genannten Magdalenas verschiedene Frauen verstanden; Papst Gregor d. Große (um das Jahr 600) hat aber in seinen Auslegungen erklärt, es handle sich um eine Person. Seither wird dies allgemein anerkannt und in der Kunst durch die Attribute Kreuz und Totenschädel als Zeichen für die Buße und die Umkehr mit ihr verbunden. |
Der Hochaltar ist barock. Er wurde 1677 von dem Pfarrer Wolfgang Welsch von Efertin an der Donau gestiftet. Die Weihe dürfte erst 1710 durch den Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck (1695-1727) erfolgt sein. Jedenfalls ist dies so der Kirchenrechnung zu entnehmen ("Neuweihe von zwei Altären durch den Bischof von Freising 14 fl). Zum Zeitpunkt der Stiftung war eine solche Weihe nicht möglich, weil der damalige Fürstbischof Joseph Clemens von Bayern weder die Priester- noch die Bischofsweihe empfangen hatte.
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Über dem Altarbild ist sein prächtiges
Wappen angebracht (siehe Bild rechts). Zwischen der vergoldeten Verzierung
mit Akanthusranken
und dem eigentlichen Wappen liegt ein Spruchband: "Wolfgangus Italus,
Theologiae Doctor Linz, AD 1681". Der aus dem Schmiedbauernhof in
Amperpettenbach stammende Pfarrer übersetzte seinen deutschen Namen
Welsch, der auf eine romanische Abkunft hindeutet, in Latein mit Italus.
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| Das Hochaltarbild (1680) stellt die Glorie des hl. Leonhard dar. Der Heilige kniet im Ordenshabit auf einer Wolke. Er hält in seiner rechten Hand die Gefangenenketten. Ein Engel, der ihn zum Himmel emporführt, trägt seinen Abtsstab und ein Schriftband mit dem Text: "Per te rogo, o virgo afflictis et captivis" (durch dich bitte ich, o Jungfrau, für die Bedrängten und Gefangenen). Über der Szene thront die angesprochene Maria zwischen vielen Putten auf Wolken und hält dem Ankommenden das Jesuskind entgegen. Auf der Erde stehen dankbare Menschen, denen Leonhard geholfen hat. Links Bauern mit Pferden, rechts Gefangene. |
| Hinweis: Leonhard (in Bayern einer der 14 Nothelfer) lebte um das Jahr 500 als Einsiedler und später als Abt in Frankreich. Regelmäßig besuchte er die Gefangenen und erreichte für viele beim König Clodwig I. ihre Freilassung. Deshalb galt er ursprünglich als Schutzpatron derer, "die in Ketten liegen", also der Gefangenen - und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete; nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Haustiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete. In Bayern erreichte die Leonhardsverehrung im 19.Jh ihren Höhepunkt. Man nannte ihn auch den bayerischen Herrgott. Am Leonhardstag, dem 6.November werden Leonhardiritte abgehalten und Tiersegnungen vorgenommen. |
| Rechts und links stehen die Figuren der beiden Ärztepatrone Cosmas und Damian. Sie sind als Universitätsprofessoren gekleidet; der hl. Cosmas scheint gerade seinen Schülern eine Vorlesung zu halten. |
Der hl. Damian ist schon etwas traditioneller mit Apothekertiegel zu sehen. Die Figuren kommen uns wegen ihrer langen Kleidung als zu groß vor, haben aber die normale Körperlänge. Interessant ist der (wohl damals übliche) Professorentalar mit den vielen Knöpfen und Schließen. |
| Hinweis: Die beiden Märtyrer Cosmas und Damian haben als Ärzte und Apotheker in Kilikien, dem heutigen Syrien gearbeitet und für ihre Dienste aus christlicher Überzeugung kein Geld genommen. Heilung sei gottgewollt, sagten sie. Deshalb haben sie den Beinamen "Anagyroi" (die umsonst arbeiten) bekommen. In der Christenverfolgung des Kaisers Diokletian im 4.Jh. wurden sie enthauptet. Ihre Häupter befinden sich übrigens in einem Reliquienschrein in der Münchner Michaelskirche. |
| Hinweis: Martin ist eine historische Person. Er wurde gegen seinen Willen 371 auf Drängen des Volkes Bischof von Tours. Die Legende berichtet, er habe sich in einem Stall versteckt, um der Wahl zu entgehen, doch hätten ihn die Gänse durch ihr Schnattern verraten. |
Auf dem marmorierten barocken
Tabernakel (18.Jh) mit seinen
vier gewendelten Säulchen und drei vergoldeten Muschelkalotten
steht eine Figur des hl. Martin.
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In der Chornordwand
ist in Höhe des Hochaltars eine 101 x 64 cm große Steinplatte
eingelassen, die an die Stiftung des Hochaltars durch Pfarrer Wolfgang Welsch
erinnert:
Die Tafel wurde im Jahr 1981 restauriert. Zwischen der Eingangstüre und der steilen Emporentreppe ist ein Epitaph (Grabplatte) aus Kalksandstein für Georg Neumair in
In
unserer heutigen Sprache bedeutet dies:
"Im Jahr 1661 starb der ehrbare Georg Neumair selig, der 1659 zum Trost seiner Seele und aller Verstorbenen der Neumair-Verwandtschaft in Amperpettenbach eine Jahrtagsmesse gestiftet hat. Gott wolle all diesen gnädig und barmherzig sein. Amen."
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Die
Kirche besitzt keinen Zelebrationsaltar.
Das Netzgewölbe mit seinen schönen
Rippen erstreckt sich auch auf das Langhaus. Deshalb sind hier weitere Gewölbeschlusssteine
und Konsolenfiguren zu sehen.
Die rundbogigen Fenster wurden in der Barockzeit zu ihrer jetzigen Größe
ausgebrochen.
| Das 143 x 107 cm große Altarbild (Öl auf Leinwand) zeigt die hl. Ursula aus Köln (18.Jh). Die Heilige steht im Vordergrund. Ein Pfeil steckt ihn ihrem Hals. In der Hand hält sie die blutrote Kreuzfahne der Märtyrer. Freundinnen stützen die Todgeweihte. Eine der Gefährtinnen liegt von einem Pfeil niedergestreckt zu ihren Füßen. Engel halten den Lorbeerkranz und die Märtyrerpalme über sie. Im geöffneten Himmel schwebt die Heilig-Geist-Taube. Im Hintergrund der Szene sind der Rhein und die Stadt Köln zu sehen. Der Kölner Dom fehlt; er wurde ja erst 100 Jahre später fertig. |
| Hinweis:
Ursula soll im Jahr 415 zusammen mit 11.000 Jungfrauen (u.a. auch
Cäcilia,Odilia und Verena) nach der Rückkehr von einer Romreise in Köln
von den Hunnen mit Pfeilen ermordet worden sein, nachdem sie sich geweigert
hatte, die Geliebte des Hunnenkönigs zu werden. Der Kranz war das Ehrenzeichen des siegreichen Athleten, z.B. bei den Olympischen Spielen der Antike in Form eines Gewindes aus Laub, Blumen u.ä. Das Christusmonogramm war in der frühen Kirche öfters von einem Kranz umgeben und bezeichnete so Christus als den Sieger über den Tod (daher häufig auf Sarkophagen) oder - da die siegreichen römischen Kaiser den Lorbeerkranz trugen - als Kyrios, den Herrn der Welt. Als Siegeszeichen gebührte der Kranz auch den Märtyrern. |
| Hinweis:
Margareta
(+305) aus Antiochien ist eine legendäre Märtyrerin. Häufig wird sie
mit einem Drachen abgebildet, weil ihr nach der Überlieferung der Teufel
als ein riesiger Drache erschienen sein soll, um sie zu verschlingen. Aber
Satan wurde zerbrochen durch das das Kreuzzeichen, das Margareta über ihn
machte. Der
Drache ist ein Wesen, das viele Völker in ihren Mythen (Lindwurm) kennen.
In China gilt er als glücksbringend, bei uns im Westen als Bedrohung.
Sein Name kommt vom Griechischen drakon = "furchtbar Blickender". Im Alten
Testament wird er als Verkörperungen des Bösen bezeichnet. In der Apokalypse
bedroht er die Frau, die gerade ein Kind geboren hatte. In der religiösen
Kunst wird er häufig zusammen mit dem hl.Michael, dem hl. Georg und
der hl.Margarete abgebildet. Bei frühen Darstellungen ist der Drache meist
schlangenartig und oft mehrköpfig wiedergegeben, seit dem Spätmittelalter
eher echsenförmig, oft mit Fledermausflügeln und feurigem Atem. Alte Drachen-Darstellungen
sind Sauriern oft erstaunlich ähnlich, als ob es ein Urwissen von der Existenz
dieser prähistorischen Tiere geben würde. Barbara ist eine legendäre Person. Das bildschöne Mädchen soll von ihrem heidnischen Vater, dem reichen Dioskuros von Nikomedia, während einer längeren Geschäftsreise in einen Turm geschlossen worden sein, um sie am Heiraten zu hindern. Barbara ließ im Turm ein Bad bauen, aber nicht wie vom Vater angeordnet mit zwei, sondern mit drei Fenstern, als Zeichen der Verehrung der Dreieinigkeit. Als der Vater zurückkam und merkte, dass sie Christin geworden war, ließ er sie geißeln, mit Keulen schlagen, die Brüste abschneiden und mit Fackeln brennen. Schließlich enthauptete der Vater die Tochter selbst, worauf er von Blitz getroffen wurde. Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Sie ist Patronin der Bergleute und -wegen des präzisen Blitzschlags- der Artilleristen. |
| Über dem linken Seitenaltar wurde in einer Nische mit gotischem Spitzbogen ein Kreuzigungsfresko -wohl aus dem 16.Jh.- entdeckt und im oberen Teil freigelegt. Es ist nun anstelle eines Altaraufsatzes über dem Altarbild zu sehen. |
Rechter Seitenaltar
Den rechten Seitenaltar
stiftete 1717 der kaiserliche Rechnungsoffizier Franz Welsch (ein Verwandter des
Stifters des Choraltars ?). Eine Steintafel berichtet: "1717 hat der edle Herr
Franz Italus kaiserlicher Kriegsbuchhalteryi Rechnungsoffizier zu Wien dießen
Seitenaltar mache lassen und einen eigenen Jahrtag gestifftet, deme Gott und allen
christgläubigen Seelen gnädig sein wolle"; darunter das Ritterwappen der Welsch
(Italus).
An dieser Südseite war früher die Kanzel angebracht. Deshalb sieht man
über dem Gesims
des Altares noch ein Stück der Kanzeltüre, die durch den Namenszug Mariens
verdeckt ist. Hier auf diesem Altar stand noch im Jahr 1900 die Muttergottesstatue
aus dem Jahr 1516, die heute im Kirchenschiff zu sehen ist.
| Das jetzige Altarbild (Öl auf Leinwand, 158 x 90 cm) zeigt die beiden hl. Diakone Stephanus und Laurentius. Vor einem Säulenhintergrund sind sie in die kurzärmeligen und seitlich geschlitzten Gewänder der Diakone gekleidet. Laurentius (links) stützt sich auf einen Rost, Stephanus hält einen Stein in der Hand. Im oberen Bildteil ist die Hl.Dreifaltigkeit auf einem dunklen Wolkenband zu sehen. Jesus mit dem Kreuz, Gottvater mit der Weltkugel und darüber -in Gestalt einer Taube- der hl.Geist. |
| Hinweise: Die Gestalt der Taube
für die künstlerische Darstellung des Heiligen Geistes gründet
sich auf den Bericht der Taufe Jesu im Neuen Testament. Danach
fuhr der heilige Geist in leiblicher Gestalt auf ihn hernieder wie eine
Taube (Lk, 3,22). Obwohl dies nur bedeutet, dass sich der Geist bewegte
sich wie eine Taube, nicht aber aussah wie ein Vogel, hat man die Taube
als Symbol für die sonst nur schwer greifbare dritte Person Gottes
gewählt. Das Konzil von Nicäa
im Jahr 325 hat dies sogar empfohlen.
Papst Benedikt XIV verbot 1745 die Darstellung der dritten göttlichen
Person in Menschengestalt, wie sie vereinzelt immer noch vorkam.
Stephanus war einer der Diakone der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, die neben der Glaubensverkündigung auch für die sozialen Belange der Gemeinde zuständig waren. Sie hatten den Rang von Gemeindeleitern, die in ihrer Bedeutung nahe an die Apostel heranreichten. Durch eine seiner Predigten geriet Stephanus mit den Juden in Konflikt. Sie brachten ihn vor den Hohen Rat. Die in Apostelgeschichte 7, 2 - 53 wiedergegebene, eindrucksvolle Rede belegt, dass Stephanus noch vor Paulus den universellen Anspruch des Christentums verkündete. Stephanus wurde als Lästerer verurteilt und von der aufgebrachten Menge gesteinigt. Laurentius war um das Jahr 250 einer der sieben Diakone in der Stadt Rom. Er sollte im Auftrag des Papstes den Kirchenschatz unter den Leidenden und Armen austeilen. Kaiser Valerian erhob Anspruch auf diese Schätze;als Laurentius sie nicht an ihn herausgab, ließ er ihn mit Bleiklötzen schlagen, zwischen glühende Platten legen und befahl schließlich, den Unerschütterlichen über stetig unterhaltenem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode zu martern. Deshalb wird Laurentius mit dem Rost abgebildet. |
| Im Aufsatz des rechten Seitenaltars ist in einem Bild die Muttergottes nach dem Bildtypus der sog. Passauer Madonna zu sehen. Dieses Bildnis ist in vielen Kirchen des Landkreises Dachau zu finden. Wenn Sie Interesse an der Geschichte dieses Madonnenbildnisses haben, das erstmals von Lukas Cranach gemalt wurde, klicken Sie hier... |
| Hinweis: Sebastian soll nach der Legende im 3.Jh.ein Offizier der kaiserlichen Garde gewesen sein. Auf Befehl des Kaisers Diokletian wurde er wegen seines Glaubens mit Pfeilen durchschossen. Er erholte sich aber durch die Pflege von St.Irene, der Witwe des Märtyrers Kastulus, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen. Auf seine Anrufung hin, soll eine Pestepidemie abgewendet worden sein. Der heilige Sebastian wird deshalb als Pestpatron und -der Pfeile wegen- als Patron der Schützenbruderschaften verehrt. |
| Der Altartisch ist an manchen Festtagen mit einer Nachbildung des Gnadenbildes von Altötting (Ende 18.Jh) geschmückt. Maria trägt das bekleidete Jesuskind auf dem rechten Arm. In der Linken hat sie ein Zepter. Gekrönt ist die Muttergottes mit einer Krone in Form einer flachen Mütze. Das Jesuskind hält in seiner Hand einen Apfel, die Vorläuferform des Reichsapfels. Auf der Rückseite der Figur ein zerbrochenes Siegel mit "IHS". | Der Apfel ist Sinnbild des Paradiesapfels und damit des Sündenfalls. Jesus nimmt den Apfel entgegen und überwindet durch seinen Tod die Erbsünde. |
| Hinweis: Das aus Lindenholz geschnitze Gnadenbild von Altötting ist wohl um 1330 am Oberrhein entstanden und kam um 1360 als Geschenk des Zisterzienserkloster Raitenhaslach nach Altötting. Sie war wohl ursprünglich rosa bemalt. Wahrscheinlich ist die schwarze Farbe im Laufe der Jahrhunderte durch Nachdunklung des Holzes und durch den Kerzenrauch in der engen Kapelle entstanden. Manche Historiker glauben auch, dass sie bewußt gefärbt wurden und verweisen auf das Hohe Lied des Salomons aus dem Alten Testament: "Schwarz bin ich, doch schön". Schwarze Madonnen galten im späten Mittelalter als besonders wundertätig. Dies mag seinen Grund auch darin haben, dass die schwarzen Madonnen besonders alt sind und ihnen deshalb eine größere Anzahl von Erhörungen zugeschrieben werden kann. |
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Die Kirchenbänke sechs bzw. vier Reihen beidseits des Mittelganges, stammen wohl aus dem 19. Jh. Sie sind braun lackiert. |
| Hinweis: Schon vom Frühchristentum an bis in die neueste Zeit hinein knieten und saßen die Kirchenbesucher in den Kirchenbänken nach Geschlechtern getrennt. Damit sollte im Gotteshaus eine zu große "sündige" körperliche Nähe zwischen Männern und Frauen verhindert werden. Dies war in allen drei Hauptkonfessionen (Kath., Evang., Orthodox) so. In katholischen Kirchen sitzen gewöhnlich die Männer rechts und die Frauen links. Einen eindeutigen Grund für diese "Seitenwahl" gibt es nicht. Jedenfalls gilt im traditionellen Raumprogramm der Sakralarchitektur die Epistelseite als Männerseite und die Evangelienseite als Frauenseite. Seit dem letzten Konzil gibt es diese Trennung nicht mehr. Viele Pfarrer propagieren sogar das Gegenteil und bitten Familien, zusammenzubleiben. Dennoch sind auf der Frauenseite nur selten Männer zu finden. Weibliche Kirchenbesucher sind insoweit flexibler. Oft wurden auch die die Patrone der Seitenaltäre nach der Geschlechtszugehörigkeit ausgewählt: Seitenaltäre mit Christus oder einem männlichen Heiligen als Patron sind in der Regel rechts, Marienaltäre dagegen links zu finden. So auch in Amperpettenbach (links St.Margareta, rechts SS.Stefanus u.Laurentius). |
| An der Nordostwand ist -gut
gesichert- eine spätgotische Marienfigur
aus der Zeit um 1490 angebracht. Die Madonna dürfte ursprünglich
in der Mitte eines gotischen Altarschreines gestanden haben. In barocker
Zeit hatte man sie mit einer üppigen barocken Krone ausgestattet und
wegen der besseren Passform dabei den oberen Teil des Kopfes abgeschnitten.
Zudem wurde ihr ein Zepter in die Hand gegeben. In der Zeit um 1960/70 hat
man diese barocke Krone durch die jetzige gotische Krone ersetzt. Dabei
hat man auch das Zepter wieder entfernt. Das Jesuskind wurde im 18. Jahrhundert
ganz neu geschnitzt. Die jetzige Fassung (Bemalung) hat wohl der Münchner
Maler Eduard Simon angebracht. Maria trägt unter ihrer Krone offenes Haar und ist in ein rotes Kleid und einen blau-goldenen Mantel gekleidet. Mit der rechten Hand rafft sie ihren Mantel. Das Jesuskind auf ihrem linken Arm (Herzseite) hält in seiner rechten Hand einen Reichsapfel. |
| Hinweis: Der Apfel war schon im Altertum Sinnbild für den Kosmos, später auch für die Erde, nachdem man deren Kugelform erkannt und akzeptiert hatte. Der mit dem Kreuz versehene Reichsapfel in der Hand des Königs ist seit 1191 Teil der königlichen Insignien und symbolisiert den von Gott verliehenen Herrschaftsanspruch. Gleiches gilt auch für das Jesuskind. Hier kommt aber die weitere Bedeutung des Apfels als Paradiesapfel und Sinnbild für den Sündenfall hinzu: Jesus weist den Betrachter darauf hin, dass er durch seinen Tod die Erbsünde überwindet. |
| Hinweis: Der Heilige lebte im 13.Jh und war ein begnadeter Redner, der sich gegen die Sekten der Katharer, Albigenser und Waldenser wandte. Seine Fastenpredigten in Padua 1231 hatten einen sensationellen Erfolg: Die ganze Region schien wie umgewandelt: Schulden wurden erlassen, zerstrittene Familien versöhnten sich, Diebe gaben das gestohlene Gut zurück, unrechtmäßige und überhöhte Zinsen wurden den Schuldnern zurückerstattet. Bis heute gilt in Italien ein damals erlassenes Gesetz, dass niemand mit seinem Leben und seiner Freiheit für eine Schuld haften solle, sondern nur mit seinem Eigentum. Das Jesuskind auf seinem Arm ist Hinweis auf eine seiner Visionen. Antonius wird als Hilfe zum Wiederauffinden verlorener Gegenstände angerufen und gilt deshalb als "Patron der Schlamperer". Wahrscheinlich geht das zurück auf die Legende, nach der er einem Geizhals half, dessen Herz zu suchen und es in der Geldtruhe fand. |
| Die Figur des Auferstandenen
(Urständ Christi) an der Nordostwand, die nach dem Wappen im Sockel
von Hans Ligsalz gleichzeitig mit dem Glasgemälde im Jahr 1516 gestiftet
worden ist, ist sehr ausdrucksstark. Er hält die Siegesfahne in der
linken Hand; seine Rechte hat er zum Segensgruß erhoben. Die Figur
wurde 1654 (um 2fl 16 kr) erneuert und im Jahr 1938 neu gefasst (=bemalt).
Im Wappen ist der Stulphut als Hinweis auf die Ligsalz'schen zu sehen. Die Fahne gilt seit dem 10./11. Jh. als Zeichen des Sieges über den Tod. In der Barockkunst erfreute sie sich als Attribut großer Beliebtheit. Insbesondere in der Kunst des süddeutschen Raums gehört die dreispitzig endende Fahne (ähnlich dem karolingischen Königsbanner) zur Ostersymbolik. |
| Hinweis: Der Figurentypus des Auferstandenen entwickelte sich aus dem Erbärmde-Heiland. Dieser wiederum geht der Überlieferung zufolge zurück auf Papst Gregor den Großen, dem bei einer Messe über dem Altar die Leidenswerkzeuge Christi und der lebend aus der Grabkufe aufsteigende Schmerzensmann erschienen sein soll. Aus den Wundmalen habe sich das Blut in den auf dem Altar stehenden Kelch ergossen. Die Figur wird auch Erbärmdechristus oder lat.imago pietatis genannt. Der aufrecht stehende, mit einem Lendentuch bekleidete und oftmals die Dornenkrone tragende Christus zeigt seine Wunden. Aus dieser Darstellung des Erbärme-Heilands entwickelte sich der Salvator Mundi, der Welterlöser oder der Auferstandene mit der Siegesfahne in der Hand, dessen Gesichtszüge mehr die Glorie als die Schmerzen widerspiegeln. |
| Hinweis: Laut apokryphen Schriften sollen durch das Erdbeben, das beim Tode Christi einsetzte, die Gebeine des "alten Adam" am Fuße des Kreuzes Christi zutage getreten sein. Der Schädel Adams findet sich deshalb in der christlichen Kunst häufig am Fuße von Kruzifixen. Die Apokryphen berichten weiter, dass Noah durch seinen Sohn Sem und seinen Enkel Melchisedek die Gebeine Adams aus der Bestattungshöhle hatte holen und zum Mittelpunkt der Welt, nach Golgatha, bringen lassen, um sie dort erneut zu begraben. Dabei soll sich die Erde von selbst in Form eines Kreuzes geöffnet haben. Nach der Typologie, der Lehre der Gegenüberstellung des NT (Antitypus) und des AT (Typus), bedeutet diese Darstellung der Gebeine Adams unterhalb des Kreuzes auch die Überwindung des Alten Bundes durch den Neuen Bund. |
| Hinweis:
IHS
das ist das Namenssymbol Jesu. Es kann auf zwei Arten gedeutet werden: Es
sind einerseits die Anfangsbuchstaben des in griechischen Großbuchstaben
geschriebenen Namens Jesu (JHSOUS); andererseits werden diese Buchstaben
auch als Anfangsbuchstaben von "Jesus, hominum salvator" das bedeutet: "Jesus,
Erlöser der Menschen" verstanden. Der Kreuzstab gilt, seit Kaiser Konstantin d. Gr. ihn als Feldzeichen führte, als Symbol der Macht. Der westliche Segensgestus besteht aus den gestreckten drei ersten Fingern und den zurück gebogenen restlchen beiden Fingern. Die drei gestreckten Finger weisen auf die Dreifaltigkeit, die beiden zurückgebogenen Finger auf die beiden Naturen Christi (göttlich und menschlich) hin. |
Die Kirche besitzt eine tiefe, manche meinen, eine für den kleinen Kirchenraum zu mächtige Empore. Die hohe Emporenbrüstung ist nicht bemalt; doch scheint nach dem Fleck in der Mitte früher eine Figur oder ein Bild dort angebracht gewesen sein.
|
Eine Orgel oder ein Harmonium sind nicht vorhanden. Das Gestühl
auf der Empore gehört noch zu der rustikalen Art, die früher
in allen Landkirchen üblich war (Holzschragen) und dürfte aus
dem 18.Jh stammen. |
Nach einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 1980 hingen in der Kirche auch Kreuzwegbilder,
die im Jahre 1886 gemalt worden sein sollen.
| Ein
Schmuckstück ist auch die oben abgerundete Kirchentür
aus Eichenholz mit ihren alten schmiedeeisernen Beschlägen und Türschlössern
aus der Zeit um 1700. Aus Sicherheitsgründen wurde außen noch eine Metalltüre mit modernen Sicherheitsschlössern davor gesetzt. |
| Die Kirche wurde 1938 und 1981/82
wieder restauriert. Restaurator und Kirchenmaler war Günter Stachl. Damals wurden aus Sicherheitsgründen einige wertvolle Figuren aus der Kirche genommen. Unter anderem ist die wunderschöne Monstranz seitdem auswärts untergebracht. Auch der 360 Jahre alte Kelch mit sechsblättrigem Fuss und sechskantigem Nodus ist nicht mehr in der Kirche. Am Fuss des Kelches sind die Worte: HANS ENDER 1642 und ein Münchener Goldschmiedezeichen "WR" eingraviert. WR verweist auf den Goldschmied Wolf Rieder von Esslingen, der in München 1639 als Mitglied der Goldschmiedezunft aufgeführt wird und 1690 gestorben ist. Hans Ender dürfte der Stifter gewesen sein. |
Die Martinskirche in Amperpettenbach gehört seit 1984 zu den schutzwürdigen Kulturgütern im Sinne der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.
Hans Schertl
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Quellen:
Dr.Martin v.Deutinger, Die älteren Matrikeln des Bistums Freysing, 1849/50
(§ 411)
Anton Mayer, Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising,
1874
Bezold/Riel, Kunstdenkmale des Königreichs Bayern, 1893
Hugo Straßer, "Nova et vetera de parochia Haimbhusiaria", 1901
(Umpfarrung, Glocken)
Theodor Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts Freising, 1909 (Nr.821, 1016)
Dr. M. Hartig, Die Kirchen des Dekanats Dachau, 1938
Kirschbaum, Lexikon der Christlichen Ikonographie, 1968
Das große Kunstlexikon von P.W. Hartmann
Heimatbuch des Landkreises und der Stadt Dachau, 1971
Rudolf Goerge, Pferderennen im Amperland, Amperland 1972
Bauer/Rupprecht, Kunstwanderungen in Bayern südlich der Donau, 1973 (S.223)
Markus Bogner, Die Geschichte der Ortsteile von Haimhausen, Amperland 1974
Dachauer Nachrichten vom 23.5.1980 (Renovierung 80)
Anton Landersdorfer, Das Bistum Freising in der bayerischen Visitation des Jahres
1560, 1986
Josef Bogner, Dorfkirchtürme im Amperkreis, Amperland 1989/1
Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV, 1990
Gottfried Weber, Die Romanik in Oberbayern, 1990 S.323
Susanne Fischer, Glasgemälde des späten Mittelalters, Amperland 1991/1
Markus Bogner, Chronik von Haimhausen, 1991 (Welsch)
Robert Böck,Wallfahrt im Dachauer Land, Bd 7 der Kulturgeschichte des Dachauer
Landes, 1991 (MariaHilf)
Robert Böck, Kirchenrechnungen Landgericht Dachau, 1996 (Altarweihen 1710,
Baumaßnahme 1689)
Hans Schnell und Karl Wilhelm, Die Glocken der Pfarrei Haimhausen, 2002
SZ vom 29.1.2003
Hans Schnell, Haimhausen, 2004
Karl Grüner, "Unten bauchig, oben spitz", Münchner Kirchenzeitung,
v. 25.9.2005 und vom 2.10.2005
Sabine Remiger, Münchner Kirchenzeitung v. 3.9.2006 (Petrus)
Bayer.Hauptstaatsarchiv, Kloster Indersdorf, Lit.Nr. 221 (Jahrtagsbrief)
Bernhard Hülsebusch, Tagung zu Schwarzen Madonnen in Oropa/It, MKKZ v.
8.8.2010
Helmut Größ/Robert Böck, Pferderennenn in Pasenbach an St.Leonhard,
HausHofHeimat-Vierkirchen, 10/2010
Eckart Bieger, Das Bilderlexikon der christlichen
Symbole, 2011
(Osterfahne,Netzgewölbe)
57 Bilder: Hans Schertl
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28.2.2011
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Verzeichnis
der Kunstdenkmale Bayerns 1893 |
Beschreibung
1901 von Kaplan Hugo Straßer |
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