zur
Landkreiskarte ausführliche
Beschreibung Kirchen
i.d.Marktgem. Altomünster
Pfarrkirche St. Georg in THALHAUSEN
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Kurzbeschreibung Thalhausen wurde erstmals um 1030 als "Talenhus" (Häuser des Talo ) genannt. Die Pfarrei, die noch die Einöden Teufelsberg und Schielach umfasst, gehört zum Bistum Augsburg.
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Als 1892 Teile der Decke
herabfielen, beschloss man den völligen Neubau einer Kirche im damals modernen
Stil des Historismus (hier Neuromanik). Die Weihe fand am 16.5.1905 statt. Die
Kirche ist eine der wenigen Kirchen im Dachauer Land, die sowohl außen
als auch innen in einem einheitlichen Stil erbaut und ausgestattet sind. Vergleichbar
ist lediglich die zur gleichen
Zeit errichtete Kirche in Kammerberg,
die aber schon zum Lkr. Freising gehört.
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Inneneinrichtung
Die Altäre stammen vom Bildhauer Balthasar Schmitt (1858-1942). Die Wände des Altarraums sind, dem Stil des Historismus entsprechend, voll bemalt. Engel spielen hier eine bedeutende Rolle. Der Hochaltar ist dem hl. Georg,dem Patron der Kirche geweiht. Er besteht im Wesentlichen aus einem schreinähnlichen Stein-Tabernakel. Das
Langhaus mit einer Kassettendecke gedeckt. An den Langhauswänden dominieren die großen Kreuzweg-Stationsbilder. |
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An den Wänden stehen Skulpturen der hl.Barbara
(mit Krone auf dem Kopf und einem Turmmodell mit 3 Fenstern und einem Kelch
mit Hostie in der Hand) sowie des hl. Wolfgang (im Bischofsornat mit
Bibel und Kirchenmodell in den Händen).
Ausführliche
Beschreibung
mit ikonographischen und kunsthistorischen Hinweisen
Der Ort Thalhausen liegt im Tal der oberen Weilach. Er wurde erstmals um 1030 als "Talenhus" (Häuser des Talo) erwähnt. Damals schenkte die Witwe Udalscalch von Elsendorf Güter in Talenhus an das Kloster Kühbach. Im 13.Jh nannte man ihn Talnhusen, 1346 Tallenhausen, 1517 Talnhausen und 1737 Thallhausen. Das Dorf war bis 1803 überwiegend dem Kloster Kühbach grunduntertan.
Eine Kirche war jedenfalls schon im 14.Jh vorhanden. Nach Prof.Liebhart bestimmte die Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Kühbach den Pfarrer bis 1335, danach das Domkapitel in Augsburg. Das Domkapitel, der engste Mitarbeiterstab des Bischofs, war eine eigenständige juristische Person, die unabhängig vom Bischof selbst kirchlichen Besitz und Rechte haben konnte. Lediglich weltliche Geschäfte war ihm verwehrt; dafür benötigte das Domkapitel einen Vogt.
Die erste ausdrückliche schriftliche Benennung einer Kirche in Thalhausen stammt aus dem Jahr 1487. Damals weihte der Augsburger Weihbischof und Franziskanermönch Ulrich einen neuen Chor zu Ehren des hl. Georg. Es handelte sich damals um einen romanischen Bau mit einem sehr niedrigen Sattelturm, der um einen spätgotischen Chor erweitert worden ist. Neubau 1895
Man entschied sich für den Bau einer neuen Kirche an der bisherigen Stelle.
Den Plan zeichnete Amtstechniker Kober aus Aichach auf der Grundlage einer Skizze
des Amtstechnikers Hertinger aus München. Zur (Mit-)finanzierung führten
die Thalhausener eine Bausteinaktion durch, die 80.000 Steine und 150 Stämme
Bauholz erbrachte. Der Abbruch begann Anfang Mai 1895, der Grundstein wurde
am 9. Juni 1895 gelegt und die Weihe der Raumschale fand schon am 3.
Dezember statt (ähnlich schnell verlief der 7 Jahre später der Bau
der Giebinger Kirche). Die Ausstattung der neuen Kirche dauerte noch einige
Jahre. Den Entwurf fertigte der Münchner Architekt Jakob Angermair und
die Bildhauerarbeiten besorgte 1898/1899 Balthasar Schmitt. Am 16. Mai 1905
konnte der Augsburger Bischof Maximilian von Lingg das neue Gotteshaus einweihen.
Die Pfarrei, die schon seit alter Zeit die Einöden Teufelsberg und Schielach umfasst, gehört zum Bistum Augsburg und wird von Ecknach aus seelsorgerisch betreut.
Orkan 1958
Am 16. Juli 1958 raste ein Orkan mit bis zu 200 km/h über die Gegend, begleitet
von einem halbstündigen Hagel-Wolkenbruch. Ober- und Niederdorf bei Tandern
lagen im Zentrum; doch auch in Thalhausen war der Sturm so stark, dass das Steinkreuz
auf dem Kirchendach herabstürzte. Auf dem Friedhof fielen mehrere Grabsteine
um.
Die Kirche wurde
im damals modernen Stil des Historismus erbaut. Der lehnt sich in idealisierender
Weise an die mittelalterlichen Stile an, an Byzanz, die Romanik, die Gotik und
teilweise auch an die Renaissance und den Barock. Aus allen diesen Stilepochen
wurden Formenelemente herausgezogen und daraus ein historisierendes Bauwerk
geschaffen. Bei der Kirche in Thalhausen handelt es sich um eine neuromanische
Kirche, d.h. es wurden vorwiegend Stilelemente der Romanik, die bei uns von
1100 bis 1400 dauerte, verwendet. Gut erkennbar ist dies außen an den
Bogenfriesen und im Inneren an den bogenförmigen Elementen (Kirchenstuhlwangen,
Tabernakel, Oratoriumfenster).
Die drei Glocken im Turm finanzierte der Austragsbauer Jakob Schormair
aus Schielach.
Die Kirche wird von 12 Rundbogenfenstern erhellt. Die Sakristei mit dem Oratorium im ersten Stockwerk ist an der Südostseite angebaut. Die sonst bei Kirchen schmucklose Westseite wird in Thalhausen durch Rundbogenfriese über Lisenen und einem Rundfenster verziert. Auch die Vorhalle über dem Eingangsportal trägt zur Strukturierung der Westseite bei.
An
der Südseite der Kirche steht mit einigem Abstand zur Mauer ein großes
Kruzifix mit vergoldetem
Corpus und dreipassförmigen Kreuzbalkenenden. Seitlich dahinter sind
an der Kirchenmauer die Steintafeln mit den in den Weltkriegen Gefallenen
aus Thalhausen angebracht.
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| dem Alten Testament (Buch Dtn 21,22) jeder Gekreuzigte (ans Holz Gehängte) ein "von GottVerfluchter". Ab dem 4.Jh wurde Christus am Kreuz als lebender und über den Tod triumphierender, göttlicher Sieger mit geöffneten Augen und in aufrechter Haltung dargestellt. Erst im hohen Mittelalter (etwa seit dem 12. Jh) setzte sich die Abbildung des leidenden oder toten Gekreuzigten, und damit die Betonung des Menschseins Jesu durch, wie wir es von unseren Kirchen kennen. |
Inneneinrichtung
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Im Mittelpunkt der bemalten
Apsis (dem östlichen Teil des Chors) ist in vor einem tiefblauen
Hintergrund in einem Rundbild das Auge Gottes im Dreieck, umgeben von
einem Strahlenkranz zu sehen. Zwischen den beiden äußeren Rahmen
des Bildes ist der Text "In aeternum Domine, verbum tuum permanet
in coeli" (Dein Wort o Herr, wird im Himmel für alle Ewigkeit
bestehen) geschrieben. |
| Hinweis: Das Auge Gottes im Dreieck verdankt seine Existenz der Scheu früherer Jahrhunderte, Gottvater zu personifizieren. In der Frühzeit des Christentums trat der Lebensquell an die Stelle Gottes, später eine Wolke als Hand Gottes. Erst seit der Neuzeit ist das Auge Gottes im Dreieck gebräuchlich. In der Kunst unserer Gegend ist es seit dem 18.Jh verbreitet. Es symbolisiert gleichzeitig auch die Dreifaltigkeit und wird oft auch Dreifaltigkeitsauge genannt. Personifiziert, als würdiger alter Mann mit langem Bart, wird Gottvater erst seit dem Barock (17.Jh) dargestellt. |
| Auch
der westliche (dem Kirchenschiff zugewandten) Teil des Altarraums ist bemalt.
Das quadratische Deckengemälde
hat ein Rundbild mit der Darstellung des Gotteslammes als Mittelpunkt. Vier
Engel stützen dieses Bild, von dem Strahlen in die vier Ecken des Jochs
ausgehen. Die Strahlen sind mit Blumenmustern ausgefüllt. Die das Deckengemälde
umgebenden Rahmen bestehen aus Ornamentsmalerei. Hintergrund ist ein blauer
Sternenhimmel, wie er im 19.Jh gerne gemalt wurde, um die Unendlichkeit
Gottes vor Augen zu führen. |
| Die Wände des Altarraums sind mit blaugrüner Farbe bemalt. Sie sind durch weiße Linien in Felder eingeteilt, die mit christlichen Motiven wie Jesusmonogramm oder Kreuze ausgemalt sind. An der Südseite ist über der Sakristei ein Oratorium eingebaut. Das Verbindungsfenster zwischen Oratorium und Altarraum hat einen Rundbogen und ist durch eine Säule in zwei Rundbögen geteilt. Das Oratorium ist eine vergitterte oder verglaste Loge mit Blick zum Altar, die es den hohen Herrschaften erlaubte, unbeobachtet vom Volk der Messe beizuwohnen. |
| links
die Anbetung der drei Weisen mit den Überschriften "Ecce signum
magni regis" und "Inquiramus eum" (auf deutsch: "siehe
das Zeichen eines großen Königs und lasset uns nach ihm suchen"),
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rechts die Beweinung Jesu nach der Kreuzabnahme mit den Inschriften "Tolle filium unigenitum" und "offeres in holocaustum" (auf deutsch: nimm den einzigen Sohn - du sollst ihn als Brandopfer darbringen). |
| Prof. Liebhart zitiert in der Chronik der Gemeinde Altomünster dazu einen Zeitungsbericht von 1899: "Das Ganze gleicht einem romanischen Reliquienschrein, dessen Mitte den Tabernakelraum in Doppeltheilung enthält und von einem St. Gregorius (Georgius ?) gekrönt wird. Die Evangelienseite enthält die Anbetung der hl. 3 Könige in erschütternder Einfachheit und Kindlichkeit (...). Die Grabesruhe des Herrn im Schoße der Mutter, als Seitenstück der Anbetung, atmet bei allem Realismus doch christliche, geläuterte Tragik, welche im Schmerze nicht untergeht". |
| Hinweis: Tabernakel ist das lateinische Wort für Zelt. Die seit dem 12. Jh übliche Bezeichnung führt zurück zur Bundeslade der Israeliten zur Zeit Mose, die ebenfalls in einem Zelt untergebracht war. Der Tabernakel dient bereits seit frühchristlicher Zeit (unter anderem Namen) zur Aufbewahrung verwandelter Hostien für die Sterbenden. Seit dem hohen Mittelalter wurde er auch Ort der Anbetung und Verehrung Christi in der Gestalt dieses eucharistischen Brotes. Der Ort und die Form der Aufbewahrung änderten sich im Laufe der Jahrhunderte häufig. Das Tridentinische Konzil (1545 - 63) ordnete die Aufstellung des Tabernakels auf dem Altar an. Doch diese Vorschrift wurde in Deutschland, wo man lange daran festhielt, die heiligen Hostien in Wandschränken und Sakramentshäuschen aufzubewahren, erst im 18. Jahrhundert umgesetzt. Das 2. Vatikanische Konzil (1962 - 65) lässt dies wieder zu. Deshalb werden in modernen oder modernisierten Kirchen Tabernakel häufig in die Wand eingelassen oder stehen frei auf einer Säule. |
Der Hochaltar ist dem
hl. Georg,dem Patron der
Kirche geweiht.
Auf dem Tabernakel
steht die Figur des Namenspatrons in Ritterrüstung. Er stützt
sich auf eine mächtige Lanze, die einen Drachen zu Füßen
des Heiligen durchbohrt. Die Figur soll nach einem Vorbild im Freiburger
Münster gestaltet sein.
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| Nach der Legende
hauste in einem See vor der Stadt Silena in Lybia ein Drache, dem die Einwohner
täglich Lämmer und später Kinder opfern mussten.Da erschien St.Georg, nachdem
er alle Martern überstanden hatte, gevierteilt und vom Erzengel Michael
wieder zum Leben erweckt worden war und tötete das Untier. Der Drache ist ein Wesen, das viele Völker in ihren Mythen (Lindwurm) kennen. In China gilt er als glücksbringend, bei uns im Westen als Bedrohung. Sein Name kommt vom Griechischen drakon = "furchtbar Blickender". Im Alten Testament wird er als Verkörperungen des Bösen und als Teufel bezeichnet. In der Apokalypse bedroht er die Frau, die gerade ein Kind geboren hatte. In der religiösen Kunst wird er häufig zusammen mit dem hl.Michael, dem hl. Georg und der hl.Margarete abgebildet. Bei frühen Darstellungen ist der Drache meist schlangenartig und oft mehrköpfig wiedergegeben, seit dem Spätmittelalter eher echsenförmig, oft mit Fledermausflügeln und feurigem Atem. Alte Drachen-Darstellungen sind Sauriern oft erstaunlich ähnlich, als ob es ein Urwissen von der Existenz dieser prähistorischen Tiere geben würde. |
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Im
Altarraum ist das neugotische Chorgestühl,
verziert mit ornamentalen Mustern, noch gut erhalten.
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Am Zugang zur Sakristei hängen die Chorglocken, die das akustische Zeichen für den Beginn des Gottesdienstes anzeigen. Es handelt sich um drei kleine Glocken sowie um drei Schellen, die mit einem Metall-Zugband zum Klingen gebracht werden. Die Chorglocken werden geläutet, wenn Priester und Ministranten die Sakristei verlassen und den Chor betreten. |
In der Nähe des Chorbogens hängt die Ewig-Licht-Ampel, wohl aus versilbertem Messing.
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| der Brauch des "Ewigen Lichtes" vor dem Tabernakel, wo das Allerheiligste aufgewahrt wird, herausgebildet, nachdem der Johanniter-Ritterorden das Ewige Licht von den Kreuzzügen aus dem Heiligen Land mitgebracht hatten. Durch sein dauerndes Brennen weist es darauf hin, dass in der Kirche geweihte Hostien aufbewahrt werden. Meist sind die von der Decke herabhängenden Ampeln aus Silber oder versilberten Material gebaut, in eleganten Formen und mit vielen grazilen Verziehrungen versehen. |
| Auch
die Innenseite des Chorbogens ist bemalt. Das Rundgemälde
im Scheitelpunkt stellt Christus dar, mit Heiligenschein und den auf ihn
gemünzten Buchstaben Alpha u. Omega. |
Hinweis: Diese beiden Zeichen sind der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Sie beziehen sich auf Kap.1 Vers 8 der Offenbarung: "Gott der Herr sagt, ich bin das Alpha und das Omega, der ist und der war und der kommt, der Herr der ganzen Welt." Die frühchristliche | ||||
| Kunst hat die Alpha- und Omegazeichen im Besonderen auf Christus bezogen; zum einen, weil er nach Offb 22,13 als kommender Richter dasselbe aussagte und zum anderen, um die von den Arianern bestrittene Wesensgleichheit (Göttlichkeit) von Christus mit Gottvater zu betonen. |
| Unter dem Chorbogen ist eine
Stange mit der Rosenkranzmadonna
befestigt. Die bäuerliche Schnitzarbeit stellt die Muttergottes dar,
die im rechten Arm ihr auf der Weltkugel stehendes Kind hält. Maria
ist in das traditionelle rot-blaue Gewand gekleidet. Ein Kranz von 20 kleineren
und 4 größeren Kugeln umgibt die Figurengruppe. ....mehr zum
Rosenkranz finden Sie hier.... Hinweis: Rot und Blau sind die traditionellen Marienfarben. Rot für den königlichen Anspruch, Blau für die hohe Wertschätzung (im Mittelalter brauchte man für die Herstellung der blauen Malfarbe Lapislazuli). |
| Das Kirchenschiff besitzt eine Kassettendecke mit braunen Rahmenleisten und blauer Hintergrundfarbe. Die Felder sind mit ornamentalen Zeichnungen ausgemalt. Von der Decke hängt ein runder Leuchter im malerischen Stil des Historismus, der aber mit Glühlampen bestückt ist. |
Das
Kirchenschiff wird durch 10 rundbogige Fenster (an der Süd- und der Nordseite
jeweils vier, an der Westseite zwei) erhellt. An der Westseite befindet sich
noch ein Rundfenster, das innen durch die Orgel verdeckt wird. In der Architektur
werden Rundfenster auch "oeil de boeuf" (Ochsenauge) genannt.
Sechs der Fenster im Kirchenschiff und die beiden Fenster im Altarraum sind
mit Glasgemälden ausgestattet. Im Kirchenschiff sind links weibliche, rechts
männliche Heilige zu sehen. Die Heiligen sind -dem Zeitgeschmack um die
Jahrhundertwende vom 19. ins 20.Jh entsprechend- in makelloser Schönheit
dargestellt.
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St.Elisabeth
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St.Notburga
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St.Theresia
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Herz Jesu
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Herz-Mariens
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St.Josef
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St.Isidor
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St.Florian
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| (hinten links): Die Heilige
trägt auf dem Kopf eine Königskrone. In ihrem Schurz trägt
sie einen Bund Rosen. Hinweis: Die hl. Elisabeth von Thüringen (1207-1231) ist eine historische Person. Sie stammte aus Ungarn und war Ehefrau des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen. Im Hungerjahr 1226 speiste sie die Armen vor den Toren der Wartburg. Als Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche Verschwendung aufgehetzt, sie zur Rede stellte, verwandelten sich die Brote in ihrer Schürze zu Rosen. Dass in der Schürze ausgerechnet Rosen lagen, geht darauf zurück, dass im Mittelalter -schon lange vor Elisabeth- die Armenspeisen Rosen genannt wurden. |
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| (mitte links): Notburga hält
im rechten Arm eine Getreidegarbe und in der Hand eine Sichel. Hinweis: Die in Bayern ungemein beliebte Notburga war eine Bauernsmagd aus Tirol. Die Getreidegarbe ist ein Hinweis auf das sog. Sichelwunder: Als sie der Bauer, entgegen geltender Abmachungen anwies, auch nach dem Gebetläuten noch auf dem Feld zu arbeiten, warf sie die Sichel in die Luft, wo sie zum Entsetzen des Bauern hängen blieb. Sie ist eine der wenigen Heiligen, die aus ganz einfachen Verhältnissen kam und kein geistliches Amt innehatte. |
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| (vorne links):
Theresia von Avila ist als Klosterfrau dargestellt. Sie hält drei Attribute
in den Händen: Eine Schreibfeder und ein Buch sowie einen Pfeil. Hinweis: Theresia (1515-1582) war Klosterfrau bei den Karmelitinnen und erlebte eine Reihe von Visionen. Sie reformierte den Orden und gründete die "unbeschuhten Karmelitinnen" mit strenger Klosterzucht. Ihre Schriften bezeugen Teresa als Mystikerin von einer nie zuvor oder danach erreichten Tiefe des Erlebens. Der Pfeil erinnert an die "Transverberation", (mystischer Ausdruck für die Durchbohrung des Herzens durch einen Engel), die sie ständig körperliche Qualen erdulden ließ. |
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| (Altarraum links): Jesus mit
dem dreistrahligen Heiligenschein, der nur den göttlichen Personen
zugeordnet wird, hält in seiner linken Hand ein Herz, das von einer
Dornenkrone umwunden wird. Die Rechte erhebt er segnend. Hinweis: Das Herz Jesu ist Symbol für die Erlöserliebe Christi. Diese Darstellung verbreitete sich in unseren Kirchen insbesondere nach der Einführung des Herz-Jesu-Festes durch Papst Clemens XIII.(1758 - 1769) im Jahr 1765. |
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| (Altarraum rechts):
Maria ist mit gesenktem Blick abgebildet. In der linken Hand hält sie
-als Zeichen ihrer Königswürde- ein Szepter. Das brennende Herz
in ihrer rechten Hand ist von einem Kranz aus Rosenblüten umgeben;
in ihm steckt ein Schwert, zum Zeichen für die Schmerzen, die sie entsprechend
der Weissagung Simeons erdulden musste. Das Herz Mariens gilt auch als Zeichen
für die mütterliche Liebe. |
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| (vorne rechts): Josef hält
in der Hand eine Lilie. Seit dem Mittelalter gelten weiße Lilien als Symbol
für Reinheit und Keuschheit. In der Hand Josefs soll diese Blume letztendlich
besagen, dass Josef eine nach ihm benannte "Josefsehe" führte und er deshalb
nicht der natürliche Vater Jesu gewesen sein kann. Hinweis: Joseph war der Vater Jesu - oder Ziehvater Jesu, da nach altchristlicher Überzeugung Jesus der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist im Schoß der Jungfrau Maria gezeugt wurde. Joseph stammte aus dem Geschlecht des Königs Davids, aus dem nach dem Zeugnis des Alten Testaments der Messias hervorgehen werde. Er lebte als Zimmermann in Nazareth. Seit dem Mittelalter gelten weiße Lilien als Symbol für Reinheit und Keuschheit. In der Hand Josefs soll diese Blume letztendlich besagen, dass Josef eine nach ihm benannte "Josefsehe" führte und er deshalb nicht der natürliche Vater Jesu gewesen sein kann. |
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| (mitte rechts): Der
Heilige hat seine Hände zum Gebet gefaltet. Im Arm hält er einen
Holzrechen. Hinweis: Isidor lebte im 12. Jh. als Knecht bei einem Baron. Seine Mitknechte verpetzten ihn, weil er ständig betete. Als sein Herr feststellen wollte, ob dies stimme, sah er der Überlieferung nach zwei weiße Stiere, von einem Engel geleitet, pflügen, während Isidor im Gebet daneben kniete. Der Rechen weist ihn als sog. Bauernheiligen aus. |
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| (hinten rechts): Der Heilige
mit gelocktem, langem Haar ist in eine römische Rüstung gekleidet.
In der Hand hält er ein hölzernes Wasserschaff. Hinweis: St.Florian war um das Jahr 304 Offizier der zweiten italienischen Legion des römischen Heeres. Er war in St.Pölten in Oberösterreich stationiert. Nachdem der Christ geworden war, trat er aus der Armee aus. Wegen seines Glaubens wurde er verhaftet und nach vielen Martern mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns geworfen. In seiner Jugend soll er ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet haben; aber erst im 15. Jh setzte sich diese Überlieferung durch, die heute seine Bedeutung als Schutzpatron vor Feuersgefahr begründet. |
Die Retabel der Seitenaltäre sind dreiflügelige Tafeln mit erhöhten Mitteltafeln, auf denen Maria und Anna dargestellt sind. In den Außenflügeln der Seitenaltäre sind vier männliche Heilige, links zwei Ordensleute (Dominikus?), rechts zwei Bischöfe (Ulrich?), zu sehen. Die Altartafeln in Thalhausen haben große Ähnlichkeit mit denen in der Pfarrkirche von Giebing, die zur gleichen Zeit entstanden sind.
Linker Seitenaltar|
Der linke Seitenaltar ist ein Marienaltar. Auf dem Mittelteil des Flügelaltars sitzt sie als Königin gekleidet auf einem Thron und hält ihr Kind auf dem Schoß. Jesus hebt seine rechte Hand segnend; in der Linken hält er den Reichsapfel als Zeichen seiner Königswürde. Der meist vom Kreuz bekrönte Reichsapfel ist Teil der Insignien christlicher Herrscher. Er versinnbildlicht den Erdball. Die ersten Darstellungen stammen aus dem Konstantinopel des 4./5. Jh. In Deutschland findet der Reichsapfel erst 1191 bei der Kaiserkrönung Heinrichs VI. (1165-1197) Erwähnung. |
| In der Predella
des Altars zeigt ein Steinrelief in einer Nische hinter zwei Säulchen
die Muttergottes, die um ihren toten Sohn auf ihrem Schoß trauert
(Pietà). Maria hält
die Hand ihres auf dem Boden liegenden toten Sohnes Jesus. Mit ihr trauern
vier Putten, die den Kopf Jesu stützen. Die Inschrift im roten Band
darüber lautet: Sehet ob ein Schmerz gleich meinem Schmerze. Auch dieses
Relief soll -wie der Hochaltar- vom Künstler Balthasar Schmitt stammen. ...mehr zu Pietà -Darstellungen in den Kirchen des Landkreises... |
| Patronin des rechten Seitenaltars soll den Quellen nach die hl. Anna sein. Ihr Bild in der Mitte des Flügelaltars ist jedenfalls eine ungewöhnliche Darstellung dieser Heiligen. Anna hat nach den Apokryphen erst nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe ihre Tochter Maria geboren. Deshalb wird sie in der Kunst immer als ältere, verheiratete Frau mit Kopftuch abgebildet. Das Buch in ihren Händen geht auf Legenden und Darstellungen zurück, in denen sie ihre Tochter Maria das Lesen lehrt. Das Thema der Unterweisung Mariens ist in der Kunst seit dem 14.Jh bekannt und war besonders in der Barockzeit beliebt. Es geht zurück auf die Bibelstelle aus dem Buch der Sprichwörter (1,8) "Höre mein Sohn, auf die Mahnung des Vaters und die Lehre deiner Mutter verwirf nicht" und wendet das Wort auf Maria an. |
| Auf dem Auferstehungsrelief
sind Christus und die beiden zutiefst erschrockenen Wächter am Grabe
zu sehen. Beim Abendmahl-Relief sind die nicht sehr konzentriert wirkenden Apostel -wohl an einem runden Tisch sitzend- um Jesus herumgruppiert. Jesus hält eine Schüssel oder Patene in der Hand und spricht die Worte, dies ist meine Fleisch. |
| Hinweis: Die Abendmahldarstellungen sind heute die wichtigste künstlerische Ausdruck für die Einsetzung der Eucharistie. In den ersten Jahrhunderten waren dies -wie Darstellungen auf den frühchristlichen Sarkophagen zeigen- das Weinwunder von Kana und die Brotvermehrung. In die Bildende Kunst fand das letzte Abendmahl erst im 5./6. Jh. Eingang. Ursprünglich wurde Jesus an der linken Ecke der Tafel sitzend wiedergegeben, ab dem 11. Jh. meist in der Mitte thronend, flankiert von seinen Jüngern, wie hier in Thalhausen. |
| Vor
dem rechten Seitenaltar steht der achteckige Taufstein
aus Marmor auf einem hohen Schaft. Er ist mit neuromanischen Ornamenten
verziert. Auch sein kupferner Deckel besteht aus acht Feldern. Er besitzt
oben eine kleine Erhhöhung, auch Laterne genannt, die von einem Kreuz
gekrönt ist. |
Die Taufe der frühen Christen fand ursprünglich im Freien statt, überall dort, wo fließendes oder stehendes Wasser vorhanden war. Mit der Verlegung der Taufe in den Kircheninnenraum schuf man dort eigene Taufbecken. Als sich im 11.Jh die Praxis der Kindertaufe weitgehend durchsetzte, begann man mit der Errichtung erhöhter Taufgefäße; die Bodenbecken erwiesen sich für die Kindertaufe als weniger geeignet. |
| Das Taufbecken ist meist aus Stein. Es hat in der Regel eine achteckige Form, weil die Zahl acht und das Achteck als Symbol für Erneuerung, Wiedergeburt und Herrschaft angesehen werden. Taufbecken und Deckel sind meist mit ornamentalem oder architektonischem Zierrat geschmückt. In der Barockzeit wurde auf dem Deckel häufig die Taufe Jesu figürlich dargestellt. Sie ist Vorbild für das Taufsakrament und geht auf Empfehlungen des Konzils von Trient (1545 bis 1563) zurück. |
| In der Weihnachtszeit steht auf dem linken Seitenaltar eine kleinere Krippe mit geschnitzten, unbemalten Figuren und einem großartigen Panoramahintergrund. | Wenn Sie sich für Krippen in den Kirchen des Dachauer Landes interessieren, klicken Sie hier.... |
Figuren
und Bilder an den Wänden des
Kirchenschiffs
| Aus der Spätgotik (Ende 15.Jh) stammen die beiden Skulpturen der hl.Barbara (mit Krone auf dem Kopf und einem Turmmodell mit 3 Fenstern und einem Kelch mit Hostie in der Hand) sowie des hl. Wolfgang (im Bischofsornat mit Bibel und Kirchenmodell in den Händen) auf der Langhausseite. Sie standen schon in der Vorgängerkirche. | Hinweise: Barbara ist eine legendäre Person. Das bildschöne Mädchen soll von ihrem heidnischen Vater, dem reichen Dioskuros von Nikomedia, während einer längeren Geschäftsreise in einen Turm geschlossen worden sein, um sie am Heiraten zu hindern. Barbara ließ im Turm ein Bad bauen, aber nicht wie vom Vater angeordnet mit zwei, sondern mit drei Fenstern, als Zeichen der Dreieinigkeit. |
| Als
der Vater zurückkam und merkte, dass sie Christin geworden war, ließ
er sie geißeln, mit Keulen schlagen, die Brüste abschneiden und
mit Fackeln brennen. Vor dem Tod bat Barbara Gott, dass alle, die der Passion
Christi gedenken, vom Gericht Gottes verschont werden. Schließlich
enthauptete der Vater die Tochter selbst, worauf er von Blitz getroffen
wurde. Der Kelch in ihrer Hand versinnbildlicht die einem Sterbenden gereichte
letzte Kommunion (Viatikum) und verweist auf ihre Funktion als Sterbepatronin.
Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Sie ist Patronin der Bergleute
und -wegen des präzisen Blitzschlags- der Artilleristen. Wolfgang lebte im 10.Jh erst Mönch in Einsiedeln, dann ab 972 Bischof von Regensburg. die Legende erzählt von zeitweiligem Einsiedlerleben am nach ihm benannten Wolfgangsee. Das Einsiedlerleben wurde durch den Teufel gestört, der immer wieder versuchte, Wolfgang zu vernichten, sodass Wolfgang beschloss, sich an einem freundlicheren Ort eine Klause zu erbauen. Er warf seine Axt ins Tal hinab und gelobte, an dem Ort, an dem er sie wieder finden werde, eine Kirche zu erbauen. Wolfgang lebte sieben Jahre in der Einöde, danach kehrte er nach Regensburg zurück. |
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An der nördlichen (linken) Seitenwand hängt ein großes Kruzifix. Der Künstler hat sich dabei an alte romanische Vorlagen gehalten: Die Beine des Korpus liegen nebeneinander am Kreuzstamm auf, jeder Fuß ist von einem Nagel durchbohrt, zusammen mit den Nägeln der Arme also vier, daher die Bezeichnung "Viernageltypus". Diese Darstellung war in den ersten 1200 Jahren des Christentums üblich. Seit der Gotik werden die Beine des Gekreuzigten auf Darstellungen im Allgemeinen nicht mehr nebeneinander, sondern übereinandergeschlagen wiedergegeben. Das Lendentuch (Perizoma), das Jesus trägt, gleicht einem Rock. Es weist, wie in der Zeit der Romanik, nur Längsfalten auf und unterscheidet sich nachdrücklich von den vergoldeten Lendentüchern aus der Barockzeit mit ihren gebauschten, flatternden, manchmal auch gedrehten Enden. Ganz in der Tradition der Romanik hängt Christus auch in hoheitsvoller Haltung am Kreuz; er ist nicht als Schmerzensmann dargestellt. Unter dem Kreuz steht die schmerzhafte Muttergottes, die Mater dolorosa. In ihrer linken Brust steckt ein Schwert. Es erinnert das Simeonwort im Lukasevangelium (Kap 2,35) bei der Darstellung im Tempel: "Dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen". |
| Die Kirchenbänke haben unterschiedlich gestaltete Wangen. Wenn Sie auf das kleine Bild klicken, können Sie sich die diese Muster ansehen. | In den Kirchen des Landkreises Dachau gibt es übrigens viele interessante Muster von Kirchenbank-Wangen. Wenn Sie sich dafür interessieren, klicken Sie hier... | An den hintersten Kirchenbänken sind die s Prozessionsstangen mit den chön bestalteten Prozessionslaternen befestigt. Sie werden heute nur noch bei der Fronleichnamsprozession mitgeführt. |
| Die tiefe Empore wird durch zwei Holzsäulen gestützt. Die Brüstung ist durch 13 unbemalte Felder gegliedert. In einigen der Felder sind kleine Reliefs der Attribute der vier Evangelisten ( Mensch für Matthäus, Stier für Lukas, Löwe für Markus und Adler für Johannes) angebracht. Das Misverhältnis zwischen der Größe der Reliefs und der Felder gibt zur Annahme Anlass, dass die Reliefs nicht für diese Emporenbrüstung geschaffen wurden. Nach ihrer Art könnten sie früher evtl. eine Kanzel geschmückt haben. Dass auch Thalhausen früher eine Kanzel hatte, ist sehr wahrscheinlich. | ||
| In der Mitte der Emporenbrüstung ist eine Figur von Christus als himmlischer Herrscher (Pantokrator) angebracht (Bild siehe ganz oben rechts). Er ist in ein rotes Gewand und einen weißen Umhang gekleidet und hat auf einem Sessel Platz genommen. Sein rechter Fuß ist etwas zurückgesetz; damit verleiht der Künstler der Figur eine gewisse Lebendigkeit. Nach der Tradition geht die Gestalt des Pantokrators auf das Bild des Menschensohnes zurück, das im 7.Kapitel des Buches Daniel zu finden ist. Jesus wurde in den Evangelien mit dem Menschensohn idendifiziert. Mit würdevollem Gesichtsausdruck hält Christus in der Linken ein offenes Buch mit den Buchstaben Alpha und Omega und hebt die rechte Hand mit dem Segensgestus (drei gestreckte und zwei zurückgebogene Finger). Die drei gestreckten Finger weisen auf die Dreifaltigkeit, die beiden geknickten Finger auf die beiden Naturen Christi (göttlich und menschlich) hin. |
| Hinweis: Die beiden Zeichen Alpha und Omega sind der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Sie beziehen sich auf Kap.1 Vers 8 der Offenbarung: "Gott der Herr sagt, ich bin das Alpha und das Omega, der ist und der war und der kommt, der Herr der ganzen Welt." Die frühchristliche Kunst hat die Alpha- und Omegazeichen im Besonderen auf Christus bezogen; zum einen, weil er nach Offb 22,13 als kommender Richter dasselbe aussagte und zum anderen, um die von den Arianern bestrittene Wesensgleichheit (Göttlichkeit) von Christus mit Gottvater zu betonen. |
| Die Orgel besteht aus einem einfachen, dreifeldrigem Prospekt mit erhöhtem Mittelteil. Die Rahmenhölzer sind mit Goldschrift verziert: "Exultate iusti in Domino rectus decet collaudatio". >Die Pfeifen kamen 1896 aus dem Kloster Seligenthal bei Landshut, für das die Orgel 1857 von Johann Ehrlich aus Landshut errichtet worden ist. Inzwischen ist die Thalhausener Orgel aber etwas umgebaut worden. Sie besitzt (nach Brenninger , 1976) die Disposition: | |
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Manual
(C-g'''): Bourdon 16', Principal 8', Gamba 8', Octav 4', Flöte 4',
Mixtur 3fach 2' |
| Hinweis: Die Orgel mit ihren vielen Pfeifen aus Holz oder Metall, die über ein Gebläse zum Klingen gebracht werden, steht meist im rückwärtigen Bereich der Kirche auf der Empore. Sie hielt erst allmählich Einzug in die Kirche, weil sie bis in das 11. Jahrhundert als profanes Instrument galt, das für das höfische Zeremoniell verwendet wurde. Erst ab dem 13. Jh wurde es zur Regel, in allen bedeutenden Kirchen Orgeln zu errichten. Heute gehört eine Orgel zur Ausstattung jeder Kirche. Mit ihrer Klangvielfalt und Klangfülle trägt die Orgel zur Verherrlichung Gottes bei. Die Pfeifen sind verschieden groß. Die kleinsten Metallpfeifen sind rd. sechs Zentimeter lang, während manche Holzpfeifen mehrere Meter hoch sein können. Die verschiedenen Register fassen bestimmte Pfeifen zusammen und erzeugen verschiedene Klangfarben (z.B. Flöten, Hörner). Der Orgelprospekt, die Schauseite der Orgel, wurde meist durch Künstler gestaltet. Im Barock, dem unsere ältesten Orgeln angehören, wurde der Prospekt mit reicher Ornamentik verziert. Heute setzt sich immer mehr der "offene" Orgelprospekt durch, der allein durch die harmonische Anordnung der Pfeifen wirkt. |
Hans
Schertl
Quellen:
Kirschbaum, Lexikon der christlichen Ikonographie, 1968
Georg Brenninger, Orgeln und Orgelbauer im Landkreis Dachau, Amperland 1976/1
Fritz Mayer/Rudolf Wagner, Der Altlandkreis Aichach, 1979
Festschrift zum 75. Bestehen des Schützenvereins Schützenlust Tandern,
1984
Wilhelm Liebhart, ALTOMÜNSTER KLOSTER, MARKT UND GEMEINDE, 1999
Prof. Dr.Liebhart, Zur Geschichte von Thalhausen, Zeitschrift Amperland Nr.
3/1997
Wilhelm Liebhart, Markt Altomünster 2002
Werner Eberth, Der Bildhauer und Maler Balthasar Schmitt, Zeitschrift Amperland
2003/4
Diözese München-Freising, Gästebrief 2005
Dachauer Nachrichten vom 17.7.2008 (Sturm)
Eckard Bieger,
Das Bilderlexikon der christlichen Symbole, 2011 (Rosen)
48 Bilder: Hans Schertl
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9.1.2012