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Beschreibg Kirchen
i.d. Gem.Petershausen
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Kirche Mariä Geburt (Frauenkirche) in Kollbach
![]() Adresse : 85238 Petershausen, Dachauer Straße 7 Lage der Kirche auf der Landkarte ... |
Die Kirche wurde 1288 errichtet, in gotischer Zeit verändert bzw. neu erbaut und 1765 barockisiert. Das Gotteshaus gehört nicht zur Pfarrkirchenstiftung Kollbach, sondern ist eine Privatkirche der Gemeinde Petershausen (aus der Erbmasse der früheren Gemeinde Kollbach). Bei der Säkularisation im Jahr 1803 hatten die Kollbacher die Kirche erworben, um sie vor dem drohenden Abbruch zu retten. Der kleine Turm mit achteckigem Überbau und Spitzhelm wurde erst 1883 errichtet; vorher saß ein kleiner Dachreiter auf dem Altarraum. Im Süden an die Kirche angebaut sind die Sakristei von 1765 mit einem Schweifgiebel sowie eine Renaissance-Vorhalle.
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| Innenausstattung
Den eingezogenen Altarraum mit 3/8-Schluss überdeckt ein Kreuzrippengewölbe. In den Chorjochen Auf dem Hochaltar steht eine Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm aus dem Jahr 1974 (nach Art der Patronin Bavariae) von Georg Sellmeier. Assistenzfiguren sind die Heiligen Josef und Joachim. Im Auszugsgemälde die halbfigurige Darstellung von Gottvater. Auf der Rückseite des Altars ein großes Votivgemälde. Über dem Chorbogen ein Mariengemälde (Verkündigung). Die Seitenaltäre sind
der hl. Anna (Altarblatt mit Anna und Joachim) und dem hl.
Johannes Evangelist geweiht. |
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An der Südwand der Kirche hängt ein
großes Kriegergedächtnisbild, das 1918 von Josef Albrechtskirchinger
geschaffen wurde. Im Aufsatz zu diesem Bild die erwähnte frühere Gnadenfigur.
Die Kirche wird
nur noch selten im Jahr genutzt. Leider haben sich die Zusagen des früheren
Bürgermeisters Götz, die er beim Abschluss der Renovierung im Mai
1979 abgab, nur zum Teil erfüllt: "Wir werden die Kirche, die alle
Höhen und Tiefen Kollbachs mitgemacht hat, mit Leben erfüllen. Neben Gottesdiensten,
sakraler Musik und Marienandachten sollen die Bürger auch zu Konzerten und bäuerlichen
Messen eingeladen werden. Wir werden alles tun, um unseren bayerischen Lebensstil
auch in der Kollbacher Frauenkirche zu erhalten und zu pflegen."
Ausführliche
Beschreibung
mit
ikonographischen und kunsthistorischen Hinweisen
Geschichte der Kirche
| Die Frauenkirche wurde 1288 vom 30. Freisinger Bischof Emicho Wildgraf (1283-1311) am Sonntag vor Matthäus (16.Sept) geweiht. So steht es auf einer Gedenktafel im Altarraum, die schon in der Barockzeit angefertigt wurde. Unter Bischof Wildgraf wurde 1294 das Bistum Freising zum Fürstbistum, also zum souveränen Staat erhoben. Ob es sich um die erste Kirche in Kolbach handelte, ist nicht bekannt, aber doch unwahrscheinlich, weil die Ortschaft Kollbach schon um 1030 erwähnt wurde. Wahrscheinlich hatten sich die Siedler in Kollbach schon eine hölzerne Kirche für Gottesdienste gebaut. Der wohl im romanischen Stil aufgeführte Bau von 1288 dürfte die erste aus Stein errichtete Kirche gewesen sein. |
Angeblich soll die Frauenkirche die ursprüngliche Pfarrkirche von Kollbach gewesen sein; das behauptet jedenfalls die Schmidt'sche Matrikel von 1738/40. Erst als die Bevölkerung anstieg sei die jetzige Pfarrkirche errichtet worden ("Haec ecclesia, in pago Kollbach sita, traditur olim fuisse parochalis, et ecclesia moderna parochalis putatur primum successive pro crescente populi multitudine fuisse adificata").
Freisinger
Matrikel 1315
Das erste indirekte Zeugnis eine Kirche
stammt aus dem Jahr 1311, als in einer Urkunde vom 24.Februar ein "Herr
Chunr(ad) der Pf(arrer) von Cholbach" erscheint. Unter dieser Bezeichnung
ist Kollbach auch in der Konradinischen
Matrikel von 1315 aufgeführt, mit zwei Friedhöfen
(!) im Ort und einer Filialkirche in Petenbach (= "Amperpettenbach"),
das 1 1/2 Gehstunden entfernt lag. Ob es sich bei der "Ecclesia in Cholbach"
um St.Martin oder die Frauenkirche handelte, ist nicht bekannt. Wenn das Erbauungsjahr
von 1288 stimmt, ist wahrscheinlich die Frauenkirche gemeint. Der Originaltext
in der Matrikel von 1315 lautet: "Ecclesia Cholbach soluit VIII Pfund,
habet in villa II sepulturas et filialem Petenbach".
In den ersten Jahrhunderten gehörte die Kirche -wie das Dorf- zum Kollegiatstift Ilmmünster. Nach dessen Aufhebung und Überführung des Vermögens an das neu gegründete Kollegiatsstift zu Unserer Lieben Frau in München im Jahre 1493 war Kollbach bis 1803 in das Kollegiatstift der Frauenkirche inkorporiert.
Gotischer Neubau
In gotischer Zeit (15./ 16.Jh) hat man die Kirche neu gebaut. Von der romanischen
Kirche des Jahres 1288 ist wohl (über den Grundmauern) keine Bausubstanz
mehr erhalten. Aber auch vom gotischen Neubau ist heute nur noch der Altarraum
erhalten.
Freisinger
Matrikel 1524
Die Sunderndorfer'sche
Matrikel aus dem Jahr 1524 beschreibt eindeutig eine Martinskirche
als Pfarrkirche ("ecclesia s.Martini in Kolwach"). Die Wallfahrtskirche ist
in dieser Matrikel nicht aufgeführt.
Beide Kirchen werden erst im Bericht über die Visitation von 1560 erwähnt.
Dreißigjähriger Krieg
Der 30jährige Krieg hat in Kollbach nach Aussage von Anton Mayer in seiner
Beschreibung von 1874 schlimm gewütet. Sie zeigten, dass die Schweden fast
alle Bewohner des damaligen Pfarrdorfs ermordet haben. Von den wenigen Überlebenden,
die sich zunächst durch Flucht retten konnten, seien viele
"ins Elendt gegangen und nicht zurückgekommen". Gleich nach dem
Krieg, 1650, musste der Turm der Frauenkirche restauriert werden. Dabei wurde
statt des bisherigen Spitzturms eine Kuppel aufgesetzt.
Barocker Umbau 1675
In der Zeit um 1675, also eine Generation nach dem 30jährigen Krieg, hat
man die Frauenkirche großzügig im barocken Stil umgebaut. Dieser
sicherlich kostspielige Umbau der zweiten Kollbacher Kirche lässt sich
nur mit der florierenden Marienwallfahrt begründen. Damals hat man auch
zwei neue Glocken angeschafft, von denen eine 1918 zum Einschmelzen abgeliefert
werden musste.
Am 8.Sept. 1703, am Fest Mariä Geburt, rückten im Gefolge des Spanischen Erbfolgekriegs die im Dienste der Österreicher stehenden Husaren (Reitersoldaten) in Kollbach ein. Dort wurde gerade das Patrozinium gefeiert. Mehrere versammelte Beichtherrn samt ihren Beichtkindern suchten das Weite, heißt es.
| Im Jahr 1709 war jedenfalls der barocke Umbau abgeschlossen. Auf der Steintafel an der Nordseite des Altarraums ist vermerkt, dass Fürstbischof Johann Franz von Eckher (1695-1727) am 21.Mai 1709 die drei Altäre der Kirche geweiht hat. Der Altar kann aber schon länger vollendet gewesen sein, denn der kunstsinnige Fürstbischof war ein vielbeschäftigter Mann. Er regierte sein Bistum von der Reisekutsche aus und unternahm viele Pastoralreisen selbst in kleinste Dörfer seines Bistums. In seiner Regierungszeit von 1695 bis 1727 hat er 174 Kirchen (darunter Pellheim, Ebertshausen, Hirtlbach, Straßbach, Lauterbach, Westerholzhausen und Jarzt) und ca. 1.100 Altäre und 734 Priester (23 pro Jahr) geweiht. Dies hatte seinen Grund auch darin, dass mit Franz Eckher nach 40 Jahren wieder ein echter Bischof auf dem Freisinger Thron saß. Seine Vorgänger waren zwei nachgeborene Wittelsbacher Prinzen (Albrecht Sigismund von Bayern und Joseph Clemens von Bayern). Sie konnten das geistliche Amt des Bischofs nicht ausüben und Albrecht Sigismund besaß nicht einmal die Priesterweihe. So war für den Bischof nach 40 Jahren ohne Kirchenweihen und ohne Firmung viel zu tun. |
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Freisinger Matrikel 1738/40
Auch in der Schmidt'schen
Matrikel wird die Frauenkirche als Filialkirche von St.Martin
genannt. In den Jahren 1738 bis 1740 hatte der Freisinger Kanonikus Schmidt
alle Pfarreien der Diözese Freising besucht und und auch die Filialkirchen
kurz beschrieben. Zur "Ecclesia filialis Beatae Mariae Virginis in pago
(=im Dorf) Kollbach" bemerkt er, nach der Tradition sei diese Kirche
früher die Pfarrkirche gewesen und die moderne Pfarrkirche habe wegen der
wachsenden Bevölkerung diese Stelle eingenommen. In der Kirche standen
1738 drei Altäre: der Hochaltar mit dem Gnadenbild, eine Statue der Jungfrau
Maria, die Seitenaltäre mit den Patronen St. Anna und Johannes Evangelist.
Das Patronat der Altäre hat sich seither nicht geändert. Gottesdienste
wurden in der Wallfahrtskirche an allen Marienfesten und an den Festen der Apostel
gefeiert, außerdem viele Votivmessen, was auf eine florierende Wallfahrt
hindeutet. Das Kirchweihfest fiel auf den gleichen Tag wie das der Pfarrkirche,
nämlich auf den Sonntag nach Mariä Geburt. Das Kirchengrundstück
war von einer Mauer umgeben. Ein Friedhof war nicht mehr vorhanden. Im Turm
hingen zwei geweihte Glocken.
Geplanter Abriss 1803
Bei der Säkularisation im Jahr 1803 wurde der Patronatsherr der Marienkirche,
das Kollegiatsstift zu unserer Lieben Frau in München aufgelöst und
alle seine Güter veräußert. Dadurch war auch die Marienkirche
bedroht. Um die Kirche vor dem drohenden Abbruch zu retten, erwarben die Kollbacher
Bürger das Gotteshaus. Da nicht offen
gesagt werden durfte, dass das Gotteshaus erhalten werden sollte, erwarb man
es als Unterstellhalle für landwirtschaftliche Geräte.
Trotz der Baulast der Gemeinde Kollbach hat Pfarrer Matthias Schwarzbauer (1850
- 1872) die Verhandlungen bezüglich der Renovierung 1870 der Frauenkirche
geführt und sogar die Rechnungen bezahlt. Die Gesamtkosten beliefen sich
auf 1.453 Gulden, wovon 60 % durch Spenden von Gläubigen, die restlichen
40 % aus dem Privatvermögen des Seelsorgers gedeckt wurden. Deshalb wurde
1908 im Schriftverkehr mit der Regierung von Oberbayern und später 1960
nochmals durch das Ordinariat geklärt, dass die Baulast weiterhin der politischen
Gemeinde obliegt. Sie "reicht in unvordenkliche Zeit zurück"
heißt es. Seit Eingliederung der
früheren Gemeinde Kollbach in die
Gemeinde Petershausen im Jahre 1978 ist diese Eigentümer und Träger
der Baulast der Kollbacher Frauenkirche.
Turmneubau 1883
Im Jahr 1883
war der kleine Kuppelturm, der Dachreiter über dem Altarraum der Frauenkirche,
baufällig geworden. Die auf den Dachbalken drückende Last hatte die
Mauern des Altarraums auseinander gepresst. Um zu verhindern, "dass während
der kirchlichen Verrichtungen die Läutseile der Glocken vor dem Hochaltar
gezogen werden müssen, soll ein neuer Turm an der Westseite dieser Kirche
hergestellt werden", heißt es in der Begründung zur Baumaßnahme.
Wie bei so vielen anderen Kirchtürmen, die zur gleichen Zeit errichtet
wurden, wurde er durch ein Spitzdach gekrönt.
Restaurierungen
wurden in
den Jahren
| 1675 | unter Pfarrer Barthlmä Obermayer, | An die Renovierung 1917/1918 erinnert eine Steintafel: "Renoviert im Kriegsjahr 1918 v.d. Wohltätern der Pfarrei Kollbach unter Leitung d.H.H.Pfarrer Sebastian Huber, Malerei ausgeführt v.Kunstmaler Ametsberger. Patrona Bavariae gestiftet von Freiherrn von Cramer-Clett | |
| 1765 |
wurden die Fenster erweitert, eine Sakristei und ein Baldachin angebaut |
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| 1870 | unter Pfarrer Matthias Schwarzbauer durch Maler A. v. Horten aus Pfaffenhofen/Ilm, | ||
| 1883 | Umbau des Turmes | ||
| um 1900 | unter Pfarrer Spitzl für 1463 Mark | ||
| 1917/18 | unter Pfarrer Sebastian Huber
durch den Münchner Kirchenmaler Ludwig Ametsberger für 3558 Mark und |
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| 1978/79 | (Kosten 258.000 DM) durchgeführt. |
Baubeschreibung
Die Kirche wurde vor 1288 gebaut und später gotisch verändert. Im den Jahren 1707 und 1765 scheinen aufgrund der beliebten Wallfahrt an der Frauenkirche innen und außen große Veränderungen in barockem Stil vorgenommen worden zu sein.
Der Chor mit dem 5/8-Schluss wird außen durch Strebepfeiler verstärkt.
Der kleine Westturm mit achteckigem Überbau
und Spitzhelm, in dem zwei Glocken hängen, ist eine Neuschöpfung von 1883. Zuvor
mussten die in einem östlichen Dachreiter hängenden Glocken vom Altarraum aus
geläutet werden. Bis zum 30-jährigen Krieg hatte die Kirche übrigens
schon einmal einen Spitzhelm. Der wurde dann im Krieg zerstört. 1650 hat
man dem Turm dann eine Kuppel aufgesetzt, die bis 1883 hielt. Nach dem Turmbau
war der Dachreiter überflüssig.
Derzeit hängen in der Kirche zwei Glocken. 1675 waren zwei neue Glocken
angeschafft worden, von denen eine 1918 zum Einschmelzen abgeliefert werden
musste. Ob die andere Glocke noch bis in unsere Zeit überlebt hat, weiß
ich leider nicht.
Über eine Glocke erzählt die Sage, sie sei von einer weidenden Kuh
aus dem Boden gescharrt worden, worin sie vergraben oder versunken war.
An die Weihe der Kirche im Jahr 1288 durch den Freisinger Bischof Emicho Wildgraf (1283-1311) und die Altarweihe am 21. Mai 1709 durch Fürstbischof Johann Franz von Eckher (1695-1727) erinnern barocke Solnhofener Platten (Texte: "Anno 1288 dominica ante Matthaeum dedicata est ista ecclesia et hoc altare in honor. B.V.Mariae et S.Nicolai a Domin. Emicone episcopo Frisingensi" und "Anno 1709. 21.Mai. consecratum est hoc novum altare majus Francisco episcopo Frisingensi". Früher war das Patronat also geteilt (Maria und Nikolaus); das Nikolauspatronat geriet später in Vergessenheit. Außerdem ist der Inschrift zu entnehmen, dass es wenigstens 1288 nur einen Altar gab.
| Noch
eine Anmerkung zum Bischof Johann Franz von Eckher, der 1709 den neuen Altar
geweiht hat. Dieser kunstsinnige Bischof Franz von Eckher (der 57. in der Reihe der Freisinger Bischöfe) regierte sein Bistum von der Reisekutsche aus; er unternahm viele Pastoralreisen selbst in kleinste Dörfer seines Bistums. In seiner Regierungszeit von 1695 bis 1727 hat er 174 Kirchen (darunter Jarzt, Pellheim, Ebertshausen, Hirtlbach, Straßbach, Lauterbach und Westerholzhausen) und ca. 1.100 Altäre und 734 Priester (23 pro Jahr) geweiht. Dies hatte seinen Grund auch darin, dass mit Franz Eckher nach 40 Jahren wieder ein echter Bischof auf dem Freisinger Thron saß. Seine Vorgänger waren zwei nachgeborene Wittelsbacher Prinzen (Albrecht Sigismund von Bayern und Joseph Clemens von Bayern). Sie konnten das geistliche Amt des Bischofs nicht ausüben und Albrecht Sigismund besaß nicht einmal die Priesterweihe. So war für den Bischof nach 40 Jahren ohne Kirchenweihen und ohne Firmung viel zu tun. |
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Im
Süden an die Kirche angebaut sind die Sakristei mit einem Schweifgiebel
von 1765 sowie Etwas versteckt hinter der Kirche, im aufgelassenen Friedhof, der bereits 1315 erwähnt wurde, steht eine barocke Kapelle mit offener Vorhalle aus der Zeit um 1700. Die mit reichen Stukkaturen geschmückte Kapelle dürfte mit der Marienwallfahrt in Zusammenhang stehen. Sie diente wohl als Freialtar für große Feste, für die die Kirche zu klein war (z.B. an Mariä Geburt -8.9.). Doch ab 1749 musste sich Kollbach das Interesse der Wallfahrer mit Weißling (Notburgawallfahrt) teilen. Heute beschränkt sich die Wallfahrt auf Bittgänge aus der nächsten Umgebung (Petershausen, Asbach und Kammerberg). |
Innenausstattung
Altarraum
Der eingezogene, kurze Altarraum schließt in drei Achteckseiten.| Hinweis: Die Schlusssteine der Gewölberippen sind im Scheitelpunkt eine Bogens oder im Knotenpunkt von Rippen eingefügt. Sie verkeilen das gebogene Mauerwerk und geben dem statischen Gefüge den entscheidenden Halt. Neben seiner bautechnischen Aufgaben hat der Schlussstein auch eine religiöse Bedeutung. Denn Paulus schreibt im Epheserbrief: "Ihr seid das Fundament der Apostel und Propheten gebaut. Der Schlussstein ist Jesus Christus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn (Eph 2,20-22). |
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Um genügend Licht in den kleinen Kirchenraum fließen zu lassen,
wurden bei der Barockisierung auch im gotischen Altarraum größere
Fenster ausgebrochen, die oben und unten gerundet sind.
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Im Altarraum hängen Leinwandbilder, die "mit ihren geschnitzten Barockrahmen zu der eigentümlichen Dekorierung bzw. der speziellen Raumwirkung viel beitragen", so das Generalkonservatorium. Eine solche Bildkomposition ist im Landkreis Dachau einmalig. Leider sind die Bilder sehr schlecht erhalten. | |
Die Bilder in den Chorjochen stellen dar:
| Heimsuchung Mariens (Besuch Mariens bei ihrer Base Elisabeth) | die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland | die Vermählung Mariens (ein mit der Pharisäermütze bekleideter Rabbi traut Maria und Josef) dar. | sowie auf
der Südseite die Geburt Christi |
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Links die
Muttergottes, über deren Haupt Engel die Krone halten. Rechts unten
eine gemalte Inschriftenkartusche mit Kelch und darum gruppiert das Erstellungsjahr
des Gemäldes 1685 und die Anfangsbuchstaben des Stifters B.O.(Bartholomäus
Obermayr). |
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Hochaltar / Choraltar
| Die hochbarocken Altäre mit ihren dekorativen Knorpelwerkschnitzereien im Stil der Zeit um 1675 sind im Wesentlichen in den Farben Schwarz und Gold gehalten. | Zwei Wendelsäulen stützen ein gekröpftes Gebälk, das von einem breiten Aufsatz mit Sprenggiebeln nach oben abgeschlossen ist. In der Mitte des Aufsatzes befindet sich ein rundes Gemälde; auf dem Gebälk sitzen zwei Anbetungsengel. Die Assistenzfiguren stehen in seitlichen Nischen auf Konsolen. |
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In der Mittelnische des Hochaltars
steht die Figur einer Muttergottes.
Sie trägt das nackte Jesuskind mit der Weltkugel auf dem linken Arm
und hält in der rechten Hand ein Zepter. Ihr rechter Fuß ruht
auf einer Mondsichel. Die mit Spendenmitteln beschaffte Figur aus dem Jahr
1974 wurde bei der Kirchenrenovierung 1978/79 aufgestellt. Die Figur entspricht
in Gestalt und Haltung der "Patrona Bavariä", auf der Mariensäule
in München. Geschnitzt wurde sie 1974 vom Bildhauer Georg
Sellmeier aus Zolling, dessen Kunstwerke auch in den Kirchen von Vierkirchen,
Jedenhofen und Pasenbach zu sehen sind. Früher stand an gleicher Stelle eine ähnliche Statue aus Lindenholz, die vom Münchner Bildhauer Johann Huber 1917/1918 geschnitzt worden war (gestiftet von Baron Cramer-Klett auf Hohenaschau um 670 Mark). Diese Figur wurde 1954 "aus der verwahrlosten Frauenkirche" entfernt, weil sie der Pfarrkirchenstiftung Kollbach gehört. |
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| Assistenzfiguren in seitlichen rundbogigen Nischen sind der hl. Josef mit einem pausbäckigen Jesuskind (links) sowie sein Schwiegervater, der hl. Joachim mit einer Lilie (seit dem Mittelalter Symbol für Reinheit und Keuschheit) in der linken Hand; mit der anderen Hand weist er herab auf seine neben ihm stehende Tochter Maria, die die Hände zum Gebet faltet (rechts). Seit dem Mittelalter gelten weiße Lilien als Symbol für Reinheit und Keuschheit. In der Hand Josefs soll diese Blume letztendlich besagen, dass Josef eine nach ihm benannte "Josefsehe" führte und er deshalb nicht der natürliche Vater Jesu gewesen sein kann. |
| Hinweis: Gottvater wurde in der christlichen Kunst wegen der Weisung im Alten Testament (Exodus 20, 3-4) kein Schnitzbild von Gott zu machen, viele Jahrhunderte nicht als Person dargestellt. Meist wurden Symbole wie der Lebensquell, die Hand Gottes oder das Auge Gottes im Dreieck verwendet. Personifiziert, als würdiger alter Mann mit langem Bart, wird Gottvater erst seit dem Barock (17.Jh). Diese Darstellung wird dem Gottesbild in unserer Zeit nicht mehr gerecht. |
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An der Rückseite des Hochaltares
hängt ein barockes Gemälde
in der Art eines Votivgemäldes, das im oberen Teil die Muttergottes
mit dem Jesuskind auf Wolken schwebend zeigt. Begleitet wird sie vom hl.Martin
im Bischofsornat und mit einer Gans zu seinen Füßen sowie dem
hl. Abt Leonhard mit Ketten in den Händen.
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Das Bild wurde 1672 vom Göribauern Melchior Otteneder von Kollbach gestiftet Im unteren Teil des Bildes knien Menschen in zeitgenössischer Kleidung um einen Altar. |
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Sieben der 15 Personen auf dem Bild sind mit einem roten Kreuz gekennzeichnet (drei Kinder, drei Frauen und ein Mann). Dies dürfte ein Hinweis darauf sein, dass sie im Zeitpunkt der Erstellung des Gemäldes bereits tot gewesen sind. Links die Männer und Kinder, rechts die Frauen. Die Männer tragen einen sackartig geschnittenen, knielangen Rock, der durch Nesteln oder Hafteln geschlossen werden konnte. Dazu kommt ein nierenförmiger, nach der Kleiderordnung für den Kirchgang verbindlich vorgeschriebener Kragen aus steifem Leinen. Die Kinder tragen helle Kleidung und Umhänge mit Ärmellöchern sowie ebenfalls die Leinenkrägen. |
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| Die Frauen auf der
anderen Seite sind ähnlich gekleidet. Zusätzlich umschließt
ihren Kopf ein unter dem Kinn gebundenes, weißes Leintuch, auf dem
ein breitrandiger, schwarzer Hut mit kegelförmigem Gupf (sog.Schwedenhut)
sitzt. Die Mode entspricht nach Robert Böck der bürgerlichen oder ländlichen Kleidung, die vom spanischen Einflüssen geprägt war. |
Im Chorschluss hinter dem Altar führt eine mit einem schönen alten Türschloss versehene Tür ins Freie. Sie ist mit einem massiven Querbalken gesichert. Vielleicht war dies früher (bis 1765) der Zugang zu einer an die Ostseite des Altarraums angebauten Sakristei.
Donatusfigur| Ehemals im Giebel des Portalvorbaues,
jetzt in einer Mauernische in der Chorsüdseite steht an Festtagen die
Büste des Wetterheiligen Donatus,
datiert auf 1716. Hinweis: Bei diesem Heiligen, dessen Name der Geschenkte (latein.) bedeutet, handelt es sich um einen Katakombenheiligen. Seine Reliquien kamen 1652 als Schenkung an das Jesuitenkolleg von Münstereifel. Strömender Regen verwandelte sich beim Herannahen in strahlenden Sonnenschein, in Euskirchen wurde am Tag des Überbringens der vom Blitz getroffene Pater durch Anrufen des Heiligen geheilt. Donatus gilt seither als Wetterheiliger. |
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Über dem Chorbogen schildert ein Gemälde die Verkündigung Mariens. Auf der rechten Seite des Bildes betritt -wolkenumhüllt- der Erzengel Gabriel den Raum. Zwei Fenster geben den Blick auf Balustraden frei. In der Linken hält Gabriel einen Strauß großer Lilien; diese Blumen sind Symbol für die Reinheit und Unbeflecktheit Mariens. Seine rechte Hand hat der Engel erhoben. Er grüßt damit Maria, die |
Langhaus / Kirchenschiff
Das flachgedeckte Langhaus, ein Saalbau, trägt eine barocke flache Putzdecke.
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Seitenaltäre Die beiden Seitenaltäre sind wie der Choraltar hochbarocke Retabel mit jeweils zwei glatten Säulen, verkröpftem Gebälk, einem Altarauszug und auf den Sprenggiebeln sitzende Engel. Die Grundfarben sind Schwarz und Gold. |
| Beim nördlichen Seitenaltar ist auf dem Altarblatt der hl. Johannes Evangelist mit einem roten Mantel abgebildet. Zu seinen Füßen sitzt das Attribut des Heiligen, ein Adler. Diesen Vogel versteht man als Symbol für den spirituellen Höhenflug des Johannes-Evangeliums. Als Beispiel dient dafür der Prolog des Evangeliums: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort". |
| Hinweis: Die Darstellung Christus auf der Rast geht zurück auf die heimlichen Leiden Christi, die nicht in den Evangelien erwähnt werden. Sie zeigen Jesus kurz vor seiner Kreuzigung, auf einem Stein sitzend, das Kinn in der Hand aufgestützt. Diese Art der Gestaltung heißt im Volksmund manchmal auch "Zahnweh-Herrgott". |
Der Altaraufsatz besteht
aus zwei Säulchen mit Kompositkapitellen, die einen Segmentgiebel tragen.
Neben den Säulen sitzen Putten. Das Auszugsgemälde zwischen den Säulchen
stellt die halbfigurige hl. Margaretha
dar, die mit dem Kreuz im Arm gegen den Lindwurm (das Böse) kämpft.
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| umso grausamer. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christengott bekannten - dafür aber geköpft wurden wie schließlich auch Margareta. Nach anderen Überlieferungen soll ihr der Teufel als ein riesiger Drache erschienen sein, um sie zu verschlingen. Aber er wurde zerbrochen durch das Kreuzzeichen, das Margareta über ihn machte. Margareta gehört zu den 14 Nothelfern und ist Helferin bei Geburt und gegen Unfruchtbarkeit. |
| Der südliche (rechte) Seitenaltar,
der der hl. Anna geweiht ist,
zeigt im Altarblatt aus der zweiten Hälfte des 19. Jh die Großeltern Jesu
(St.Anna und Joachim) mit ihrem Kind Maria vor weiter Landschaft unter einer
Palme beim Spaziergang (sog. Heiliger Wandel). |
Hinweis: Nach dem Protoevangelium des Jakobus aus der 2. Hälfte des 2. Jh waren Anna und Joachim die Eltern Marias und damit die Großeltern von Jesus. Im 5. und 6. Jahrhundert wurden ihre Namen in Marienlegenden weiterverbreitet. Besonders die Orden der Karmeliten und Kapuziner förderten die Verehrung von Joachim und Anna. |
| Hinweis: Barbara ist eine legendäre Person. Das bildschöne Mädchen soll von ihrem heidnischen Vater, dem reichen Dioskuros von Nikomedia, während einer längeren Geschäftsreise in einen Turm geschlossen worden sein, um sie am Heiraten zu hindern. Als der Vater zurückkam und merkte, dass sie Christin geworden war, ließ er sie martern und enthauptete die Tochter selbst. Vor dem Tod hatte Barbara Gott öffentlich gebeten, dass alle, die der Passion Christi gedenken, vom Gericht Gottes verschont werden mögen. Der Kelch mit Hostie in ihrer Hand versinnbildlicht die einem Sterbenden gereichte letzte Kommunion(Viatikum) und verweist auf ihre Funktion als Sterbepatronin. Die Abbildung der hl.Barbara nur mit Kelch ist bei uns erst seit dem 15.Jh. üblich (vorher immer mit Turm). Die immergrünen Blätter des Palmzweigs in ihrer Hand symbolisieren das ewige Leben und den Sieg des Glaubens über das Heidentum. Die über 20 m hohe Palme mit dem elastischen, allen Stürmen standhaltenden Stamm galt seit alters her als Sinnbild für Sieg und Standhaftigkeit. |
Auf der Mensa des Altars (=auf dem Altartisch) steht in einem Glaskasten eine Kopie des Gnadenbildes von Altötting (18.Jh). Die Muttergottes wie das Jesuskind tragen reich mit bunten Glassteinen verzierte Kronen, in Form von Klosterarbeiten. Maria hat das bekleidete Jesuskind auf dem rechten Arm. Das Jesuskind hält in seiner Hand einen Apfel, die Vorläuferform des Reichsapfels.
| Hinweis: Der Apfel war
schon im Altertum Sinnbild für den Kosmos, später auch für die Erde, nachdem
man deren Kugelform erkannt und akzeptiert hatte. Der mit dem Kreuz versehene
Reichsapfel in der Hand des Königs ist seit 1191 Teil der königlichen Insignien
und symbolisiert den von Gott verliehenen Herrschaftsanspruch. Gleiches
gilt auch für das Jesuskind. Hier kommt aber die weitere Bedeutung des Apfels
als Paradiesapfel und Sinnbild für den Sündenfall hinzu: Jesus weist den
Betrachter darauf hin, dass er durch seinen Tod die Erbsünde überwindet.
Hinweis: Das aus Lindenholz geschnitze Gnadenbild von Altötting ist wohl um 1330 am Oberrhein entstanden und kam um 1360 als Geschenk des Zisterzienserkloster Raitenhaslach nach Altötting. Sie war wohl ursprünglich rosa bemalt. Wahrscheinlich ist die schwarze Farbe im Laufe der Jahrhunderte durch Nachdunklung des Holzes und durch den Kerzenrauch in der engen Kapelle entstanden. Manche Historiker glauben auch, dass sie bewußt gefärbt wurden und verweisen auf das Hohe Lied des Salomons aus dem Alten Testament: "Schwarz bin ich, doch schön". Schwarze Madonnen galten im späten Mittelalter als besonders wundertätig. Dies mag seinen Grund auch darin haben, dass die schwarzen Madonnen besonders alt sind und ihnen deshalb eine größere Anzahl von Erhörungen zugeschrieben werden kann. |
![]() Vergrößerung von 3 Details (Bild, Kreuzweg) per Mouseklick |
Kanzel
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Kreuzwegstationen
| Die vierzehn Bilder Kreuzwegstationen
stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jh. Hinweis: Kreuzwegbilder in unseren Kirchen sind erst seit 1700 üblich. Wenn Sie mehr über den Kreuzweg und seine Darstellungen in Kirchen des Landkreises erfahren wollen, klicken Sie hier... |
| An ihnen ist ein schöner
Opferstock mit mehreren massiven
Schließgurten angebracht. Der
Name rührt daher, dass der Opferstock in der Regel aus einem großen ausgehöhlten
Holzstock besteht, der mit Eisen beschlagen ist. In den Kirchen des Landkreises Dachau gibt es viele unterschiedliche, außerordentlich interessante Opferstöcke. Wenn Sie sich dafür interessieren, klicken Sie hier.. |
Kriegergedächtnisbild
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An der Südwand der Kirche hängt ein großes, in heutiger Zeit etwas pathetisch wirkendes Krieger-gedächtnisbild, das 1918 von Josef Albrechtskirchinger geschaffen wurde. Soldaten und ihre Frauen blicken in schwerer Kriegszeit betend zum Himmel empor. Für die Personen auf dem Bild standen Kollbacher Bürger Modell. Nach Presseberichten aus dem Jahr 1918 ist das Gemälde "ein in seiner ganzen Aufmachung sehr stimmungsvolles Werk, das auch bereits schon in München bei Ausstellung von Kriegerdenkmals-Entwürfen sehr günstig beurteilt worden ist". Der Text unter dem Bild lautet: "Zur Ehre Gottes, zum Danke für Mariens Schutz in der Heimat u. ihrer Krieger im Felde ließ die Pfarrgemeinde Kollbach dieses ehrwürdige Kirchlein verschönern im 5.Kriegsjahr 1918" |
| Im Aufsatz zu diesem Bild, den
der Münchner Bildhauer Ferdinand M. Seitz um die gleiche Zeit geschaffen
hat (240 Mark), steht eine weitere, kleinere Figur der "Patrona
Bavariae" aus dem 17.Jh. Bei dieser Marienstatue könnte es sich
um das ehemalige Gnadenbild handeln, das 1685 als Mittelfigur im Hauptaltar
stand. Nach Bericht der Schmidt'schen Matrikel von 1738/40 verehrte man die Marienstatue auf dem Hochaltar als wundertätiges Gnadenbild, vor welchem viele Votivmessen gelesen wurden. Die Gemeinde Giebing verlobte einen jährlichen Kreuzgang zur Abwendung der Rinderpest. |
| Die in ungefasstem Holzton gehaltene Emporenbrüstung
aus der zweiten Hälfte der 17.Jh ist reich verziert. Das Gestühl auf der Empore ist sehr rustikal gearbeitet. |
Die Orgel mit vier Registern aus dem Jahr 1859 ist nicht mehr erhalten.
| Die Kirchentüren aus Eichenbohlen waren früher mit massiven alten Schlössern gesichert. Sie sind mit rosettenförmigen Beschlägen verziert. |
| Zwischen Asbach und Kollbach wurde im Rahmen der Flurbereinigung in den Jahren 1990 bis 1994 ein Aussichtspunkt mit Brotzeitplatz angelegt. Er hat -von oben betrachtet- die Form eines Drachens und soll damit die unzähmbare Natur symbolisieren. Am Kopf dieses Drachens steht ein sog.Lochstein. Der Besucher kann theoretisch durch die beschrifteten Gucklöcher neun Kirchtürme der Umgebung anvisieren. In der Praxis wird diese Zahl aber nicht erreicht, weil die Büsche und Bäume seither gewachsen sind und die meisten Kirchtürme verdecken. Aber die Kirchen in Petershausen und Kollbach sind gut zu erkennen. |
Hans Schertl
Quellen:
Dr.Martin v.Deutinger, Die älteren Matrikeln des Bistums
Freysing, 1849/50
Mayer-Westermayer, Statistische
Beschreibung des Erzbisthums München-Freising, 1874
Klaus Freiherr von Andrian-Werburg, Hofmark Kammerberg, 1970
Heimatbuch des Landkreises und der Stadt Dachau, 1971
Dachauer Nachrichten vom 23.5.1979
Wilhelm Neu, Volker Liedke, Otto Braasch, Denkmäler in Bayern,Oberbayern,
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Band 2, Geschichte und Kultur, 2000
www.webspace.st-michaelsbund.de/StMartinKollbach/martin.htm, 2001
Dachauer SZ vom 29.8.2006
Martin Sellmeier, Obersüßbach, 2011 (Georg Sellmeier)
42 Bilder: Hans Schertl
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10.2.2011