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Herrenchor
in der Klosterkirche ALTOMÜNSTER

Altarblatt: Katharina von SchwedenLinker SeitenaltarDer Hauptaltar im Herrenchor

Beschreibung

Der fast 60 m lange Kirchenraum in Altomünster beeindruckt wegen der interessante Raumperspektiven, die sich durch die Anordnung der vier kunstvoll hintereinander gelagerten Innenräume ergeben: Dem Vorhaus und dem großen achteckigen Hauptraum folgen der sog. Beichtraum mit darüber liegendem Frauenchor und dem Altarraum. Hinter dem Altar liegt - ein Stockwerk höher- der Herrenchor.

Der früher für die Mönche bestimmte Herrenchor liegt hinter dem Halbrund der drei Altäre und bildet den östlichsten Raum der Kirche. Er befindet sich aber ein Stockwerk höher und kann vom normalen Kirchenraum aus nicht betreten werden. HerrenchorAltarraumBeichtraum Hauptraum

Altäre im Herrenchor

Im Herrenchor stehen vier Altäre frei im Raum. Drei davon sind nach Westen gewandt. Sie sind vom Kirchenschiff und dem Laienchor aus über dem Tabernakelaltar zu sehen und wirken wie die Hauptaltäre der Kirche.
Eine gute Sicht auf diese Altäre haben auch die Klosterschwestern vom Nonnenchor aus über den Pfarrchor hinweg.
Dies entspricht der Birgittenregel, die freie Sicht der Frauen auf die gottesdienstlichen Verrichtungen der Priester vorschreibt, bei gleichzeitiger räumlicher Trennung. Der vierte Altar ist an der Rückseite des Hauptaltars angebracht. Er blickt nach Osten, wo sich die Chorstühle der Mönche befanden. Die Altarbilder der drei nach Westen gewandten Altäre lassen sich nach unten drehen und geben den Blick frei auf Schreine mit Skeletten von Katakombenheiligen. Diese Skelette stehen in den Schreinen. An Allerheiligen sind die Skelettschreine für Kirchenbesucher sichtbar.
Die Holzarbeiten an den Altären wurden von Johann Mentele nach Entwürfen von Johann Baptist Straub ausgeführt. Das Holz ist rosa, ocker und grün marmoriert, das Dekor vergoldet.

Hauptaltar

Das Altarblatt des Hauptaltars wurde von Ignaz Baldauf mit Ölfarbe auf Leinwand gemalt; es ist sein einziges Bild in dieser Kirche. Das Gemälde zeigt Christus als Welterlöser. Der Auferstandene steht auf einer blauen Erdkugel, die samt den dargestellten Menschen von einer Schlange umwunden sind. Aber ein Blitz vom Kreuz Christi, dem Zeichen des Erlösers, das ebenfalls auf der Erdkugel steht, ist schon unterwegs, um die Schlange und damit das Böse zu vernichten.  Links von Christus ist Maria Magdalena zu sehen, der der Auferstandene im Garten beim Grab begegnete. Hinter ihr zwei Weinstöcke für den männlichen und den weiblichen Zweig des Birgittenordens. Das Bild wurde 1931 von J.Damberger restauriert.

Im unteren Teil des Bildes Putten, die eine Fürstenkrone wegwerfen und eine Birgittinnenkrone küssen. Das Altarbild erinnert daran, dass der Birgittenorden eigentlich "Orden des Allerheiligsten Erlösers" heißt.



Skelettreliquie
Das Altarblatt kann mittels einer Zahnradwelle versenkt werden. Dann erscheint eine rosa marmorierte Schreinnische mit holzgeschnitzter Drapierung mit Lilienmuster.

Hauptaltar an Allerheiligen
Dort steht (!) eine Skelettreliquie der Katakombenheiligen Mercuria mit Siegespalme in der Hand. "Sie steht, weil sie von der Kraft der Auferstehung ergriffen wurde" (Rundfunksendung BR 2). Bei Mercuria soll es sich um die Mutter der in den Seitenaltären stehenden kindlichen Skelettreliquien handeln.
Die Reliquie wurde 1694 von Prior Hörmann aus den Katakomben in Rom erworben. Ihren Standort im Hauptaltar hat sie seit 1763. Die Gebeine sind in Klosterarbeit der Birgittinnen gefasst. Bekleidet sind sie mit einem engen Oberteil und einem weiten, fußlangen Rock. Das Oberteil ist mit Blüten-, Zweigen- und Schleifenmotiven in Goldstickerei verziert und mit Perlen und Pailletten (Plättchen aus Metall) besetzt.
In den Augenhöhlen befinden sich Edelsteine, gebettet auf Erde aus der Katakombe.

Mercuria

Assistenzfiguren am Hochaltar sind die Heiligen Petrus (mit Buch und Schlüsseln) und Paulus (mit Buch und Schwert). Die von Johann Straub geschnitzten Figuren sind seit 1930 weiß gefasst mit vergoldeten Schuhen, Gewandsäumen und Attributen.
Mit den seitlichen Figuren des Pfarraltars und der Seitenaltäre im Beichtraum und Hauptraum bilden sie einen Apostelzyklus (=Darstellung aller Apostel).

Der Altarauszug auf dem nach oben geschwungenen Gebälk des Hochaltars zeigt auf Reliefwolken Gottvater mit Szepter, der auf der Weltkugel lehnt. Davor der Hl.Geist in Gestalt einer Taube. In der Strahlengloriole sechs Putten und zwei Cheruben.
  Hinweise: Gottvater wurde in der christlichen Kunst wegen der Weisung im Alten Testament (Exodus 20, 3-4) kein Schnitzbild von Gott zu machen, viele Jahrhunderte nicht als Person dargestellt. Meist wurden Symbole wie der Lebensquell, die Hand Gottes oder das Auge Gottes im Dreieck verwendet. Personifiziert, als würdiger alter Mann mit langem Bart, wird Gottvater erst seit dem Barock (17.Jh). Diese Darstellung wird dem Gottesbild in unserer Zeit nicht mehr gerecht.
Die Gestalt der Taube für die künstlerische Darstellung des Heiligen Geistes gründet sich auf den Bericht der Taufe Jesu im Neuen Testament. Danach fuhr der heilige Geist in leiblicher Gestalt auf ihn hernieder wie eine Taube (Lk, 3,22). Obwohl dies nur bedeutet, dass sich der Geist bewegte sich wie eine Taube, nicht aber aussah wie ein Vogel, hat man die Taube als Symbol für die sonst nur schwer greifbare dritte Person Gottes gewählt. Das Konzil von Nicäa im Jahr 325 hat dies sogar empfohlen. Papst Benedikt XIV verbot 1745 die Darstellung der dritten göttlichen Person in Menschengestalt, wie sie vereinzelt immer noch vorkam (so z.B. im Deckengemälden der Schlosskapellen in Haimhausen und Unterweilbach).
Das Bild hinter dem Strahlenkranz erinnert an die Würde des Priestertums und weist auf die enge Verbindung zwischen Frauenkonvent und Gottesdienst des Herrenkonvents sowie auf die innige Teilnahme der Frauen am Gottesdienst hin.

Der hohe, schmale Tabernakel besitzt eine konvexe Form mit seitlich ausschwingenden Voluten und ist durch Pilaster gegliedert. Auf dem Aufsatz ein strahlenbesetztes Kreuz.

Zu beiden Seiten des Tabernakels sind am Hauptaltar barocke Reliquiare (aus vergoldetem Holz) mit wunderschönen Klosterarbeiten aufgestellt. Die Rocaille-Rahmen sind geschnitzt.
Die Reliquiare enthalten neben den Reliquien, (Halb)Edelsteine sowie ornamentalem Schmuck aus Silberblech sowie Filigranarbeiten aus Gold- und Silberfäden.
Auf kleinen Pergamentstreifen (Cedulae) sind die Namen der Heiligen, von denen die Reliquien stammen verzeichnet: links:    S.Simplici M.; S. Innocenti M.; St.Benedicti M.; Sancte Altonis Abt.(2x); S.Salvati M.; S.Clarae M."
rechts: S.Bonosi M.; S.Caelestini M.; S.Gaudenti M.; S.Modestini M.; S.Felicis M.; Sancte Altonis Abt.(2x), S.Severani M."


Seitenaltäre

Die schmalen Seitenaltäre haben einen hohen, gekehlten Rahmenaufbau ohne Säulen. Seitlich sind sie mit rot gelüsterten Vorhangdraperien geschmückt, die von Engeln auf dem Auszug gehalten werden. Über den Altarblättern sitzen Cheruben auf versilberten Wolken.

Linker Seitenaltar

Der linke Seitenaltar ist der hl.Birgitta geweiht.
Das Altarblatt von Joseph Mages (1767) zeigt die Weihnachtsvision der hl. Birgitta, die sie auf der Pilgerreise ins Heilige Land in der Geburtsgrotte von Bethlehem hatte. Nach ihrem Bericht habe sich Maria niedergekniet und das Jesuskind habe auf einem Lichtstrahl den Leib Mariens verlassen. Doch das Altarbild stellt nicht diesen Moment dar. Das Jesuskind liegt schon auf einer Windel im Schoß Mariens.
Birgitta kniet anbetend davor. Neben Maria der Ochs und der Esel. Ganz hinten der hl. Josef. Im oberen Bildteil Putten mit dem Spruchband "Gloria in excelsis deo". Ochs und Esel versinnbildlichen das Judentum (Ochs, reines Tier) und das Heidentum (Esel, unreines Tier). Sie erinnern aber auch an den zweiten Satz des Buches Jesaja „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht."

Skelettreliquie

Hinter dem versenkbaren Altarbild befindet sich -wie im Hauptaltar- eine Nische. Darin steht die Skelettreliquie der hl.Victoria mit einer Siegespalme in der Hand. Auch diese Reliquie wurde 1694 von Prior Hörmann in Rom erworben (Katakombenheilige) und hier in Altomünster in Klosterarbeit in gleicher Weise wie die Skelettreliquie im Hauptaltar bekleidet und gefasst.
Im oberen Abschluss Segmentbögen mit aufsitzenden Engeln.

Reliquienaufsätze
Auch an diesem Altar befanden sich früher zwei aus Holz geschnitzte und versilberte Reliquienbehältnisse (80 cm) aus dem 18.Jh. Sie standen auf dreiseitigen Füßen mit Akanthusvoluten. Im hochovalen Schaugefäß in Form eines flammenden Herzens waren Agnus-Dei-Medaillen aus Wachs zu sehen; die Reliquien waren mit Goldlahn, Kantillen (=gewundener Draht), farbigen Steinen, Perlen und Krüll gefasst.
Die Namen der Heiligen auf den Cedulae, den Pergamentzettelchen sind nicht mehr alle zu lesen. Darunter sind aber:
"S. Genesii M.; S.iovini M.; S.Demetrice M.; S.Aurelie M.; S.Iaciniti M." Auch bei diesen Heiligen handelt es sich um sog.
Katakombenheilige.

 

Rechter Seitenaltar

Der rechte Seitenaltar im Herrenchor ist der hl. Katharina von Schweden gewidmet, der Tochter Birgittas, die bei ihr in Rom lebte.
Auf dem von Joseph Mages gemalten Altarbild sieht die Heilige in einer Vision die Jungfrau Maria. Katharina war die erste Äbtissin des Ordens und wurde 1484 heilig gesprochen.
Ihre Reliquien ruhen heute in einem Sarkophag zusammen mit der hl.Birgitta in der Klosterkirche von Vadstena in Schweden. Das Kloster war früher ein Königsschloss; Birgitta arbeitete dort als Haushofmeisterin. Später erhielt sie das Schloss von König Magnus geschenkt.
Hinter dem drehbaren/absenkbaren Altarbild befindet sich wie in den anderen Altären eine stehende Skelettreliquie der Katakombenheilige Fortunata mit Siegespalme in der Hand. Sie ist wie die anderen Skelettreliquien bekleidet und gefasst.

In den jedenfalls früher vorhandenen Reliquienaufsätzen, die wie die Aufsätze am linken Altar gestaltet sind, befinden sich Reliquien der Heiligen "De cinere S.Theresiae; S.Clementi M.; Ex ossibus B. Fidelis M. Capuc.". sowie "S.Rochi; S.Py V.P.P.; S.Clementiae M."

 

Ewig-Licht-Ampel

Vom Chorbogen zwischen Altarraum und Herrenchor hängen links und rechts zwei Ewig-Licht-Ampeln. Sie bestehen aus Messing und sind vergoldet. Gestaltet sind sie in Form eines schüsselförmigen Beckens, das mit Blumen und einem floralen Gitter verziert ist und das auf einer trichterförmiger Konsole sitzt. Aus dem Becken erhebt sich kelchförmig die Halterung für das rote Glas mit der Öllampe. Die Lampe hängt an drei langen Ketten, deren Glieder ebenso mit Akanthusmotiven geschmückt sind, wie die ausladenden Halterungen.
Hinweis: Das rote Öllämpchen, das stets im Altarraum brennt, gilt oft als Erkennungsmerkmal eines katholischen Gotteshauses. Früher gab es solche Lichter nur an den Märtyrergräbern. Mit der wachsenden Verehrung der aufbewahrten Eucharistie hat sich etwa seit dem 13. Jh der Brauch des "Ewigen Lichtes" vor dem Tabernakel, wo das Allerheiligste aufgewahrt wird, herausgebildet. Durch sein dauerndes Brennen weist es darauf hin, dass in der Kirche geweihte Hostien aufbewahrt werden.

 


Mönchsaltar

Der den Mönchen zugewandte Altar ist die Rückseite des Hauptaltars. Der Altarentwurf stammt von Johann Baptist Straub und wurde von Johann Mentele 1766/67 ausgeführt. Das Holz ist rosa, beige und grün marmoriert, das Schnitzdekor vergoldet. Die Stipes, der Altartisch ist mit Holz in Sarkophagform verkleidet. Die Retabel, der Altaraufbau ist konvex angelegt und wird durch zwei Pilaster und zwei Säulen gestützt.
 
Das Altarblatt, ein Ölbild auf Leinwand (1771) des Münchner Malers Josef Zitter (1712-ca.1760), zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel.  Maria wird von Engeln in den Himmel gehoben. Ein Engel hält die Rosenkrone für die Königin des Himmels bereit. Im unteren Teil des Bildes umstehen die 11 Apostel und zwei Frauen verwundert den leeren Sarkophag. Im Hintergrund Palmen und eine Pyramide. Das Thema des Gemäldes kann damit zusammenhängen, dass Maria die zweite Ordenspatronin ist.  Die gedrehten Säulen des Tabernakels erinnern an die Confessio des Petersdoms in Rom.
Neben dem zweigeschossigen Tabernakel mit gedrehten Säulchen in kräftiger blauer Farbe stehen kleine Figuren der prominentesten Heiligen des Franziskusordens Franziskus von Assisi und Antonius von Padua. Die Figuren aus dem 18.Jh. wurden von Ludwig Hack 1873 gefasst.
  Hinweise: Der hl. Franz von Assisi entsagte im 13.Jh allem Besitz und gründete den Orden der Minoriten, die sich besonderes der Armenpflege, Seelsorge widmeten. Seine glühende Liebe zu Gott und zur Schöpfung faszinierte die Menschen und er hatte damals schon viele Bewunderer und Verehrer. Franziskus wird häufig auch mit einem Kruzifix abgebildet, weil er in einer Vision Christus von einem (geflügelten) Kruzifix zu ihm herabsprechen hörte und dabei seine Wundmale erhielt. Zudem war ihm die Verbreitung der Passionsfrömmigkeit ein Hauptanliegen.
Antonius lebte im 13.Jh und war ein begnadeter Redner, der sich gegen die damaligen Häretiker (Katharer, Albigenser und Waldenser) wandte. Seine Fastenpredigten in Padua 1231 hatten einen sensationellen Erfolg, denn die ganze Region schien danach wie umgewandelt: Schulden wurden erlassen, zerstrittene Familien versöhnten sich, Diebe gaben das gestohlene Gut zurück, unrechtmäßige und überhöhte Zinsen wurden den Schuldnern zurückerstattet. Bis heute gilt in Italien ein damals erlassenes Gesetz, dass niemand mit seinem Leben und seiner Freiheit für eine Schuld haften solle, sondern nur mit seinem Eigentum. Antonius wird als Hilfe zum Wiederauffinden verlorener Gegenstände angerufen und gilt deshalb als "Patron der Schlamperer". Dies geht auf zwei Legenden zurück: Als ihm ein Manuskript gestohlen worden war, betete er so lange, bis der Dieb damit zurückkehrte. Schöner ist die zweite Legende, nach der er einem Geizhals half sein Herz zu suchen und es in einer Geldtruhe fand. Die Darstellung mit dem Jesuskind auf seinem Arm ist bei uns erst seit dem 17.Jh verbreitet; sie verweist auf eine seiner Visionen, die er beim Bibellesen hatte.


Chorgestühl


Das Gestühl des Herrenchors mit 13 Bänken für die Patres und vier Bänken für die Diakone stammt von Matthias Veigele (1767/68).

Die Rückwände sind mit Ziervasen, Intarsien Wangenschnitzereien und Figurenpodesten verziert. Die Wangen sind mit Rocailledekor und Rosettenstempeln punziert. Die Sitzbänke haben geschweifte Armlehnen, die Vorderbänke hochklappbare Pulte. Das Gestühl besteht aus Eiche und Nadelholz und ist dunkel gebeizt. Es wurde 1906 repariert.

Am Chorschluss hängt ein Kruzifix aus der 1. Hälfte des 17.Jh, aus der Zeit, in der der Chor gebaut worden war. Daneben stehen Maria und der Apostel Johannes. Der Corpus hat eine Inkarnatfassung.

 

Deckengemälde im Herrenchor

Der Herrenchor wird von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen überdeckt.

An der Decke ist ein Fresko mit der Vision der hl. Birgitta zu sehen. In dem 5,30 x 3,60 m großen Bild steht rechts ein neu geweihter Priester (mit Blumenkranz um den Arm) am Altar und hebt bei der hl.Wandlung die Hostie nach oben. Doch statt der Hostie erscheint das von Strahlen umgebene Lamm Gottes. Die hl. Birgitta hinter dem Priester erblickt mit Gesten der Verzückung das Wunder in einer Vision, während die sie umgebenden Schwestern davon nichts ahnen. Über der Szene sitzen auf einer Wolke über Säulen Engel und musizieren auf einer Laute. Ganz oben erscheint die Taube des hl.Geistes vor dem Dreieck als Dreifaltigkeitssymbol. Die hier dargestellte Vision wird in den Revelationes, der Ordensregel, beschrieben.

Die drei Deckenmälde im Altarraum und im Herrenchor, die von unten gesehen eine Einheit bilden, befassen sich alle mit Visionen. Visionen haben kirchenrechtlich zunächst nur persönliche Bedeutung. Ihre kirchliche Anerkennung ist nicht leicht zu erreichen. Durch die Gleichstellung der Visionen des hl.Johannes und des hl.Alto sollte eine Aufwertung der nicht unumstrittenen Visionen der hl.Birgitta erreicht werden.

Heiliges Grab
Von Karfreitag Nachmittag bis Karsamstag Mittag ist auf dem Herrenchor ein kleines Hl.Grab aufgebaut.
Der Brauch des "Hl.Grabes" und des sog. "Graberlschauns" stammt aus der Barockzeit und diente der Veranschaulichung des Heilsgeschehens.
Inzwischen gibt es im Landkreis Dachau wieder mehrere Kirchen, in denen ein Hl.Grab errichtet wird. Im Jahr 2005 waren dies Altomünster, Dachau-Mariä-Himmelfahrt, Dachau-Heilig-Kreuz, Dachau-St.Jakob, Ebertshausen, Hirtlbach, Kloster Indersdorf, Weichs und Riedenzhofen.
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Hans Schertl

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Beichtraum Hauptraum Altarraum Herrenchor

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Quellen
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Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

12.11.2011