zur Landkreiskarte        Pfarreien im Dachauer Land

Franz Mayr, Maler (1707 -1752)


Franz Mayr wurde am 7.September 1707 als Sohn des Malermeisters Balthasar Mayr und seiner Frau Elisabeth in Lauterbach geboren.
1737 wurde er Dachauer Bürger. Er heiratete Maira Anna Högg aus Aibling.

In den Kirchen des Landkreises Dachau hat er folgende Fresken und Bilder gemalt:

Rumeltshausen Emporenbilder (1730)
Odelzhausen Deckenfresken (1736)
Kreuzholzhausen Kreuzweg (1736)
Hochaltarblatt (1740)
Etzenhausen Hochaltarblatt (1740)
Pellheim Altargemälde (1746)
Orthofen Deckenfresken (1747)
Rumeltshausen Deckenfresken (1748/50)
Sulzrain Altar (1749)
   

Bei seinen Kompositionen lehnt sich Mayr häufig an andere Vorlagen an (z.B. in Etzenhausen an ein Rubensbild, das im Schloss Schleißheim hängt).

Deckengemälde im Chor von Odelzhausen


Franz Mayr war ein viel beschäftigter Fassmaler.
  Fassmalerei, das farbige "Fassen" = Bemalen bzw. Vergolden von Stein- und Holzplastiken, um sie zu schmücken und zu konservieren. Das Holz wird vor dem Fassen mit Gips- oder Kreidegrundierung oder mit Leinwand überzogen, gelegentlich auch direkt mit Ölfarbe bemalt. Bis zum Beginn der Spätgotik wurden die Skulpturen von den Bildhauern meist selbst gefasst. Später, bis einschließlich des Rokoko, waren spezielle Fassmaler tätig. Danach übernahmen wieder die Bildhauer das Fassen. Die Fassmaler waren hochgeachtete Künstler. Aus alten Rechnungen ist zu ersehen, dass sie höhere Beträge erhielten als die Bildhauer; der Grund dafür dürfte  aber auch auf das von den Fassmalern zugekaufte, oft kostspielige Material zurückzuführen sein.

 


In Orthofen (Kreuzfindung durch Helena))


oben (Chordecke in Rumeltshausen - St.Laurentius

Franz Mayr starb 1752 in Dachau

 

 

 

Quellen:
Bauer/Rupprecht, Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, 1996

sowie Beschreibungen der einzelnen Kirchen

Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür