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Alte Zeitungsberichte aus dem Pfarrleben von LAUTERBACH

Recherchiert von Hubert Eberl, Bergkirchen

Jahr

Ereignis

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1933
Blumenschmuck in unserem Gotteshaus - Amperbote vom 23.06.1933
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1944
Mesnerin Therese Hillreiner, Mesner wird 80 Jahre alt - Amperbote vom 10.01.1944
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1959
Bei Arbeiten am Friedhof unter den Bulldog geraten-Dachauer Nachrichten v. 23.07.1959
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Blumenschmuck in unserem Gotteshaus
Amperbote vom 23.06.1933

Tritt man heute in unsere ob ihrer Schönheit gern besuchten Kirche, so schlägt uns gleich ein starker Blütenduft entgegen. Durch frisches junges Grün hindurch fällt dann der Blick auf eine überschwänglich reiche Blütenpracht am Hochaltar, die verständige Hände zu einem herrlichen, eindrucksvollen Bild zusammengeballt haben. HH. Koop. Wimmer von Einsbach, der auch als wirkungsvoller Kanzelredner anerkannt und beliebt ist, hat selbst die Ausführung dieser herrlichen Blütensymphonien übernommen. In jeder Maiandacht, an jedem Fest hat er die schönsten Blüten unserer Gärten, Weigelien, Hortensien, Rosen, Schneeballen und Jasmin zu immer neuen Farbenbildern komponiert, dass man sich an Ähnliches in unserer Kirche nicht entsinnen kann. Ohne Zweifel hat er damit einem freudigen Gottesdienst starken Auftrieb gegeben, was alle dankend anerkennen.

 

Therese Hillreiner, Mesnermutter von Lauterbach wird 80 Jahre alt
Amperbote vom 10.01.1944

Frau Therese Hillreiner, eine geborene Liebl, Mesnermuter von hier, feierte am 2. Januar im Kreis ihrer zahlreichen Kinder und Enkel den 80. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich, war wir besonders gerne hier vermelden, ebenso wie ihre beiden auch schon über 80 Jahre alten Brüder, einer außergewöhnlichen Rüstigkeit und, was eine besonders rühmenswerte Eigenschaft ist, eines herzhaften Humors. Besonders bewundernswert ist dieser glückhafte Frohsinn, wenn man bedenkt, dass ihr ganzes Leben mit reicher Arbeit und Sorge ausgefüllt war und dass sie heute noch um ihre Angehörigen sich kümmern muss, von denen wieder mehrere, wie ihre Söhne im ersten Weltkrieg, im Felde stehen. Die Jubilarin, die auch eine treue Leserin der Heimatzeitung ist, stammt aus einer bodenständigen, im Kreis Dachau beheimateten Familie und erfreut sich überall herzlicher Beliebtheit. Wir senden wenigstens nachträglich zu diesem seltenen Festtag herzliche Grüße und Glückwünsche ins stille Lauterbach! Mögen der Jubilarin noch recht viele gesunde und frohe Jahre in der Mitte ihrer Lieben beschieden sein.

 

Bei Arbeiten am Friedhof unter den Bulldog geraten
Dachauer Nachrichten vom 23.07.1959

Lauterbach - Am Dienstag ereignete sich ein schwerer Unfall, an dessen Folgen der Gastwirt Johann Haas gestorben ist. Zum Ausschottern, des Friedhofs wollte der Pfarrmesner einen mit Schotter beladenen Anhänger in den Friedhof fahren. Da ihm dies nicht gelang, bat er den Gastwirt Johann Haas, er möchte ihm dabei mit seinem Bulldog behilflich sein. Der Gastwirt sagte auch sofort zu fuhr mit seinem Bulldog zum Friedhof. Als er sich dort mit der Zugmaschine und .dem Anhänger in Bewegung setzte, kippte der Bulldog aus bisher ungeklärter Ursache um, wobei Haas unter das Fahrzeug geriet und schwer verletzt wurde. Mit mehreren Rippenbrüchen und einer Lungenquetschung wurde er ins Dachauer Krankenhaus eingeliefert, wo er am Mittwoch seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Die Beerdigung findet am Samstag, 25. Juli, 9 Uhr, in Lauterbach statt.

Am Grabe von Gastwirt Haas In Lauterbach beigesetzt - Große Anteilnahme der Bevölkerung
Dachauer Nachrichten vom 23.07.1959
Lauterbach - Zu Grabe getragen wurde hier der im Alter von 51 Jahren an den Folgen eines Unfalls verstorbene Gastwirt Johann Haas. Ein langer Trauerzug bewegte sich vom Dorf zum Friedhof hinauf. Voran schritten die Fahnenabordnungen und die Bläserkapelle Heckenstaller. Gastwirt Haas war im weiten Umkreis bekannt, geschätzt und allseits geachtet. Seine Hilfsbereitschaft hatte ihm nun auf tragische Weise das Leben gekostet. Der amtierende Geistliche, Pfarrer Gumpertsberger, meinte in seiner Ansprache, dass bei diesem schweren, plötzlichen Schicksalsschlag kein Klagen und Nachgrübeln nach dem Warum, Wieso, Wofür nütze, sondern es sei nur ein gottergebenes, standhaftes Schweigen zu dem für uns Menschen unverständlichen Willen Gottes am Platze.