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Alte Zeitungsberichte aus dem Pfarrleben von Deutenhausen
Recherchiert von Hubert
Eberl, Bergkirchen
http://home.arcor.de/hubert1112.eberl/zeitung/index.htm
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Ereignis |
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Bericht
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1911
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Römischer Ziegelofen bei Deutenhausen - Amperbote vom 15.11.1911 |
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1932
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Pfingstausflug des Kath.Burschenvereins Amperbote vom 20.05.1932 |
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1933
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Die Kirchenmauer ist fertig - Amperbote vom 20.04.1933 |
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Pfingstausflug
des Kath.Burschenvereins
Amperbote vom 20.05.1932
In aller Frühe des Pfingstmontags traf das Simperlauto von Dachau hier ein, um die vollzählig versammelten Mitglieder des Kath. Burschenvereins mit ihrem Präses, HH. Kooperator Kendler und verschiedenen Ehrenmitgliedern zu einem schönen Pfingstausflug in die herrliche Gebirgswelt zu bringen. Unter Gesang ging die Fahrt an und immer höher stieg das Interesse der Teilnehmer, je mehr man nach Süden kam. Über Pasing gings nach Starnberg, Murnau, Partenkirchen und nach Mittenwald, wo HH. Koop. Kendler seine hl. Messe zelebrierte, an der alles teilnahm. Der Hunger hatte sich inzwischen auch bemerkbar gemacht und so wurde gemeinsam ein Frühstück eingenommen. Unvergesslich dürfte allen Fahrtteilnehmern die Fahrt über die Grenze ins schöne Land Tirol über den Zirlerberg zwischen Seefeld und Hirl bleiben. Diese etwa sieben Kilometer lange Strecke mit einem Gefälle von 30 Grad wurde dank der Geschicklichkeit von Herrn Simperl gut überwunden. In Innsbruck wusste HH. Kooperator Kendler als Führer die Reisegesellschaft auf so viel Interessantes und Schönes aufmerksam zu machen, dass es wirklich ein Genuss wurde. Nach dem Mittagessen wurde nach Kufstein weitergefahren, wo die Stadt, die alte Burg und die Heldenorgel besichtigt wurde. Nach einer kleinen Stärkung ging die Fahrt über Aibling in die Heimat, wo man ohne Zwischenfall gut anlangte. Alle aber, welche die Fahrt mitgemacht haben, werden gerne an all das Schöne, das sie dabei gesehen haben, zurückdenken.
(Recherchiert von Hubert Eberl, Bergkirchen)
Die
Kirchenmauer ist fertig
Amperbote vom 20.04.1933
Nun ist die neue Kirchhofmauer vollständig fertig gestellt und es können die Bewohner der Filialgemeinde Deutenhausen-Eisolzried stolz darauf sein, denn nun ist der ganze Friedhof gleichmäßig und sauber mit einer großen Betonmauer umgeben, die Eingänge sind mit Eisentüren versehen und somit ist dem schönen Kirchlein ein neuer Schmuck verliehen worden. Man kann aus diesem neuen Werk ersehen, dass trotz der schlechten Zeit etwas geschaffen werden kann, wenn nur der Wille vorhanden ist. Es ist eine Pflicht der Lebenden, die letzte Ruhestätte jener, die uns im Tode vorausgingen und bereits der Auferstehung entgegenschlummern, würdig zu erhalten und die Filialgemeinde Deutenhausen-Eisolzried ist dieser Pflicht treu nachgekommen.
Römischer
Ziegelofen bei Deutenhausen
Amperbote vom 15.11.1911
Vor
kurzem wurde auf dem Wolfsacker, nördlich von Deutenhausen, durch das Generalkonservatorium
der Kunstdenkmale und Altertümer gemeinsam mit dem Museumsverein Dachau ein
römischer Ziegelofen ausgegraben. Pfarrer Stoll von Bergkirchen hatte bereits
im vorigen Jahr der Aufmerksamkeit auf dieses interessante Denkmal der Römerzeit
gelenkt und durch das Entgegenkommen des Ackerbesitzers, Herrn Ökonom Hermann
von Deutenhausen wurde die Grabung zur Möglichkeit. Bei derselben wurde der
Ziegelofen vollständig freigelegt.
Er besteht aus einem Heizkanal, der einst überdacht war und der unteren Hälfte
des eigentlichen Brennraumes, den eine Anzahl Pfeiler aus Ziegelplatten bilden.
Die Schlitze zwischen diesen Pfeilern líeßen ehedem die Hitze in den oberen
Raum, in dem die Ziegel gebrannt wurden, gelangen. Außen war der ganze Ofen
durch Nebenwände, die nur durch Feuer stark gerötet sind, eingeschlossen. In
dem Ofen wurden, wie die Funde beweisen, Dachplatten gebrannt, die sich durch
eine eigene Form der Handmarken des römischen Ziegelbrennwesens auszeichnen.
In nächster Nähe des Ziegelofens liegt eine längst überackerte Lehmgrube, welche
vielleicht zu diesem römischen Ofen gehört. Man darf vermuten, dass in der Nachbarschaft
noch weitere Öfen dieser Art liegen werden, die ihrerseits auf ein größere römische
Siedlung, die erste ihrer Art im Bezirk Dachau, schließen lassen. Der an das
Tageslicht gekommene römische Ofen dürfte aus dem ersten Jahrhundert nach Christi
stammen. Das Bezirksmuseum Dachau erhielt von sämtlichen Typen der Ziegel ausgezeichnete
Exemplare für seine Sammlung.