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Alte Zeitungsberichte aus dem Pfarrleben in Westerholzhausen
Recherchiert von Hubert
Eberl, Bergkirchen
http://home.arcor.de/hubert1112.eberl/zeitung/index.htm
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Ereignis |
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Bericht
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1932
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Westerholzhausen ehrt Pfarrherrn Holzer - Amperbote vom 02.07.1932 |
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1934
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Eine Gemeinde trauert um ihren Seelsorger - Amperbote vom 27.5.1934 |
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1936
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Primizfeier in Westerholzhausen - Amperbote vom 22.04.1936 |
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1972
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75 Jahre u. 50. Priesterjubiläum von Pfarrer Müller - DACHAUER NACHR. v.12.1.1972 |
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Westerholzhausen
ehrt seinen Pfarrherrn Holzer
Amperbote vom 02.07.1932
An
die kirchliche Feier, über die wir bereits ausführlich berichtet haben, reihte
sich am Nachmittag die weltliche Feier an. Nach dem Nachmittagsgottesdienst
zog die Pfarrgemeinde in den festlich geschmückten Theatersaal des Pfarrhofes,
um den Herrn Jubilar zu ehren. Die etwa 20 Mann starke Burschenkapelle spielte
als Einleitung zur Feier eine Ouvertüre. Sodann folgte ein sehr schöner Prolog,
vorgetragen von Kathi Maul, der allenthalben Gefallen erregte. Unter Herrn Hauptlehrers
Wolf beschwingter Stabführung intonierte der Westerholzhauser Kirchenchor hierauf
den feierlichen Jubelchor von Koller.
Nunmehr betrat als Abgeordneter der Kirchenverwaltung Herr Schneider-Tiefenlachen
das Podium und brachte dem Jubilar Dank und Anerkennung für seine 30jährige
ersprießliche Tätigkeit in der Pfarrei Westerholzhausen aus und überreichte
ihm ein Jubiläumsgeschenk. Vom Kath. Burschenverein, der vom Jubilar vor 28
Jahren gegründet wurde, brachte der Vorstand des Vereins in schönen, sinnigen
Worten den Dank dar und gelobte auch weiterhin treue Mitarbeit an der kath.
Burschenvereinssache. Die Schulkinder ließen durch ihre Mitschülerin Urschi
Betz in poetischer Form Dank und Glückwunsch zum Ausdruck bringen und überreichten
dem geliebten Religionslehrer als äußeres Zeichen der Dankbarkeit einen prächtigen
Geschenkkorb, gefüllt mit gar herrlichen Sachen. Dem Reigen der Gratulanten
schloss sich nunmehr Herr Hauptlehrer Wolf an, der dem Jubilar reichste Anerkennung
zollte für seine ersprießliche Tätigkeit als Religionslehrer in der langen Zeit
von 30 Jahren, die der Jubilar bereits am Ort wirkt und in der Generationen
von Schülern schon zu seinen Füßen gesessen sind, ferner für seine aufopfernde,
eifrige und unermüdliche Tätigkeit in der Heranbildung von Sängern und Musikern.
Ganz besonders betonte er auch das freundnachbarliche Verhältnis zwischen Pfarr-
und Schulhaus.
Nach nur kurzer Pause erfolgte dann eine wohlgelungene, mustergültige Aufführung des ergreifenden Theaterstückes "Die Stola", aufgeführt von den Kongregationsmitgliedern Resi Betz, Kathi Kottermair, Marie Dallmayr und Zenzi Buchner. Nachdem durch verschiedene Musikeinlagen die Feier weiterhin verschönt war, ergriff der Jubilar, HH. Pfarrer und Kammerer Holzer, sichtlich gerührt, das Wort und sprach allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, den tiefgefühltesten Dank aus mit dem Gelöbnis, dass er, so lange es ihm durch Gottes Gnade seine Kräfte erlauben werden, auch fernerhin zum Segen und Wohl der Pfarrei wirken und schaffen wolle. Die Pfarrkinder von Westerholzhausen haben den Ehrentag ihres Jubelpriesters herzlich und aufrichtig zu ihrem einen Ehrentag gemacht. Liebe und Vertrauen hat ihr Pfarrherr ehrlich und wahrhaftig geschenkt, Liebe, Vertrauen und Dankbarkeit hat er zu seinem Festtag auf dem Gabentisch gefunden und vielleicht war ihm das das liebste Gefühl.
Eine
Gemeinde trauert um ihren Seelsorger
Amperbote vom 27.5.1934
Westerholzhausen
- Sie trugen einen Priester nach dem Herzen Gottes zu Grabe. Besser kann man
wohl kaum die Beerdigung kennzeichnen, die am gestrigen Freitag in dem idyllisch
gelegenen Pfarrhof Westerholzhausen unter einer Beteiligung vor sich ging, wie
sie das stille Dorf noch nie erlebt hat. Nach 31jähriger verdienstvoller Tätigkeit
hatte der Pfarrherr Hochwürden Herr Kammerer Johann Evang. Holzer im
Alter von 68 Jahren das Zeitliche gesegnet und wenn es überhaupt einen Beweis
benötigt hätte für die große Beliebtheit und Wertschätzung, die ihm allenthalben
entgegengebracht wurde, so war die Teilnahme an seiner Beerdigung dafür das
eindrucksvollste Zeugnis.
Wohl noch selten bei der Beerdigung eines Geistlichen in unseren Dachauer Bezirk
sah man soviel Tränen fließen, wie am gestrigen Freitag, als die Westerholzhauser
ihren Pfarrerherrn zu Grabe trugen. Alles was sie ihrem verstorbenen Seelenhirten
noch an Liebe erweisen konnten, wurde getan. Prächtig hatten sie ihn in seinem
Priesterornat inmitten von Blumen aufgebahrt, die Grabstätte war mit Tannengrün
eingefasst, der Grabeshügel umgeben von zahlreichen Blumen und Kränzen, in der
Pfarrkirche war ein schöner Katafalk, geschmückt mit Kelch, Stola und Blumen,
aufgebaut. Ein schier unübersehbarer Leichenzug geleitete den Sarg mit den sterblichen
Überresten durch die Straßen des Dorfes, gleichsam den Toten Abschied nehmen
lassend von den Stätten, die er sooft als Seelsorger besucht hatte. Nach der
Schuljugend folgte der Veteranenverein, der katholische Burschen-, der katholische
Männer-, der katholische Mütterverein, die Marianische Jungfrauenkongregation,
die Studentverbindung "Rhätia" mit ihrem Banner und der farbentragenden Aktivitas
und zahlreichen Philistern, anschließend der hochwürdige Klerus mit über 40
Priestern aus allen Gauen Bayerns mit dem Hochwürden Herrn Geistlichen Rat Dekan
Schwaiger aus Altomünster.
Den Sarg trugen sechs Mitglieder des katholischen Burschenvereins, dem in reichem
Maß die Fürsorge des Verstorbenen zuteil geworden ist. Kinder mit Girlanden
gaben dem Sarg das Geleit. Es folgten dann die Kirchenverwaltung, Herr Oberregierungsrat
Nachtigall mit den Herren Bürgermeistern Betz aus Westerholzhausen und Huber
aus Eichhofen und den Gemeinderäten der beiden Gemeinden, sowie die tieftrauernden
Schwestern mit einem großen Verwandtenkreis, und Hunderte von Trauergästen bildeten
den Schluss des gewaltigen Trauerzuges, der sich unter den Trauerchorälen der
gut geschulten Westerholzhauser Kapelle zum Friedhof bewegte.
Am Friedhof hielt Hochwürden Herr Dekan Geistlicher Rat Schwaiger folgende Ansprache: Mitten in der Pfingstwoche, in der so viel Alleluja gesungen wird, mitten in der Woche des Heiligen Geistes haben die Totenglocken geläutet und in jedes Haus der Pfarrgemeinde die Trauerbotschaft gebracht, die auch in die ganze Erzdiözese gedrungen, dass der liebe Gott den Hochwürden Herrn Kammerer des Kapitels Altomünster im 42. Priesterjahr abgeholt und in seine Seligkeit aufgenommen hat. Wehen Herzens wurde die Botschaft aufgenommen. Die vielen Gäste, die von allen Seiten hergekommen sind, alle beklagen sie den Heimgang des lieben, edlen und treuen Priesters, der mehr als vier Jahrzehnte im Weinberg des heiligen Korbinian gewirkt und die Last des Priesterstandes getragen hat bis zur letzten Stunde. Zum Priestertum hat Gott der Heilige Geist den lieben Verstorbenen berufen. 1866 in Egern geboren, wo ihm auch der Name des Apostels St. Johannes gegeben wurde, studierte er in der Metropole des heiligen Korbinian in Freising, wurde am 24.6.1892 zum Priester geweiht vom verstorbenen hochwürdigen Herren Erzbischof Thoma. Sein Primizprediger war der Burschenvater Spannbrucker, der damals jenen Funken anzündete in dem jungen Priester, der im späteren Leben zum brennenden Feuer entfacht wurde und ihn hinwies auf die katholische Burschenwelt. Nach diesem Tag ging es hinein in die mühevolle Seelsorge in Einsbach, Unterammergau, Mittenwald, Schönberg, Endlhausen und Westerholzhausen. In Westerholzhausen, das so freundlich gelegen ist zwischen den beiden christlichen Kulturstätten Indersdorf und Altomünster, hier in der dem St. Korbinian geweihten Kirche hat er ein ganzes Menschenalter, 31 Jahre, gearbeitet, den Kleinen und den Großen, den Kranken und Gesunden war er ein liebevoller Vater. Er hat mit seinen Pfarrkindern Freud und Leid geteilt, hat ihnen hier Gottes Segen vermitteln können in der Pfarrkirche, in deren Schatten er nun ruhen soll. Kein Wunder, wenn die ganze Pfarrgemeinde Westerholzhausen-Eichhofen allezeit in Liebe und Verehrung mit ihrem Pfarrerherrn aufs engste verbunden war, wenn sie bei seinen verschiedenen Jubiläen ihre Liebe und Anhänglichkeit zum Pfarrerherrn in rührender Weise ausdrückte. Diese Liebe schenkten ihm auch seine geistlichen Mitbrüder und Kurskollegen, denen er immer die treueste Treue gehalten hat, die er auch immer so lieb und gern empfangen und aufgenommen hat in seinem Pfarrhof, wo Frohsinn und Gastfreundlichkeit zuhause waren, wo er auch seinen Bundesbrüdern aus der Rhätia und der Verwandtschaft ein lieber Vater war. Die Burschen, die er im Geist gesammelt und für die Kirche erzogen hat, ihnen hat seine besondere Liebe gegolten. Jahr, der Funken, den der Burschenvater Spannbrucker im Herz des Primizianten angezündet hat, ist zum brennenden Feuer geworden, das die Burschen gesammelt und begeistert hat. Und wenn heute am Grab dieses Burschenvaters unseres Bezirkes alle von ihm geweihten Banner flattern würden und wenn alle Trompeten und Posaunen blasen würden und wenn alle Noten, die er als begeisterter Sänger gesungen und geschrieben hat, dann gäbe es wahrhaft eine Jubelsymphonie. Wohl versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, vom Segen seiner Mitbrüder und doppelt gestärkt vom bischöflichen Segen des Oberhirten ist er hinübergegangen, nachdem er gewirkt hat mit der Gnade des Heiligen Geistes bis zur letzten Stunde. Quatember ist zur Zeit, wo für die Priester besonders gebetet wird. Darum bitten wir Gott, dass er diesen begeisterten Sänger auch teilnehmen lasse am himmlischen Gesang der Engelchöre.
Es
folgten nun die Kranzniederlegungen. Liebe Abschiedsworte widmete dem
verstorbenen Kurskollegen Hochwürden Herr Oberstudienrat Adalbert Schutz aus
München mit Niederlegung eines Kranzes. Die Aktivitas Rhätia ließ durch ihren
Erstcharchierten Hailand gleichfalls einen Kranz niederlegen. Den Dank der Gemeinde
Westerholzhausen kleidete Herr Bürgermeister Betz in einen warmen Nachruf, mit
dem er einen Kranz als äußeres Zeichen treuen Gedenkens niederlegte. Für die
Kirchenverwaltung sprach das Kirchenratsmitglied Herr Maul, während die Gemeinde
Eichhofen durch Herrn Bürgermeister Huber einen Kranz niederlegen ließ. Der
Verstorbene war ein eifriger Obstzüchter und verdienstvolles Mitglied des Bezirksobstbauvereins,
der durch dessen Vorsitzenden Herrn Oberregierungsrat Nachtigall dem Toten Dank
sagen ließ für seine vorbildliche Arbeit auf dem Gebiet der Obstbaumpflege und
ihm einen Kranz widmete.
Für die Schule und die Kinder dankte Herr Hauptlehrer Wolf dem Heimgegangenen
für alle der Schule und den Kindern bewiesene Liebe. Den Dank der Burschen startete
in schlichten Worten der Vorstand des katholischen Burschenvereins, Herr Buchner
ab, ebenso widmete die Marianische Kongregation ihrem verstorbenen Präses ein
Kranzgewinde. Es sprach dann noch Herr Gattinger aus Eichhofen für den katholischen
Männerverein und Frau Maul für den Mütterverein. Der Kirchenchor sang das Grablied
"über den Sternen" und ein vierstimmiger Priesterchor, acht Chorregenten, grüßten
den verstorbenen Mitbruder mit einem schönen Grablied. Ein von der Musikkapelle
gespielter Trauerchoral beendete den Trauerakt.
In der Pfarrkirche, die kaum die Hälfte der Trauergäste fassen konnte, hielt
Hochwürden Herr Dekan Schwaiger, assistiert von den hochwürdigen Herren Kooperatoren
Praunsens und Neumeier, den heiligen Seelengottesdienst, dem schon verschiedene
heilige Messen vorausgegangen waren, und der durch ein unter Leitung von Herrn
Hauptlehrer Wolf vom Kirchenchor aufgeführtes schönes Requiem eine besondere
Note erhielt. Anerkannt werden muss, dass auch die Trauergäste, die in der Kirche
keinen Platz mehr fanden, vor dem Gotteshaus getreu in Andacht verharrten. Das
feierliche Libera war der Abschluss der imposanten Trauerfeier. Der Siebente
und Dreißigste findet Mitte Juni statt.
So ruht nun der Pfarrherr von Westerholzhausen inmitten seiner Gemeinde außer
von seiner mühe- aber auch erfolgreichen Arbeit im Weinberg des Herrn. Blumen
und Kränze, die sich zu einem Hügel über seinem Grab wölben, werden Welten,
die Grabreden sie sind verklungen, aber fortleben wird in der ganzen Pfarrgemeinde
die Erinnerung an HH. Kammerer, der in Wahrheit war ein Priester nach dem Herzen
Gottes.
Primizfeier
in Westerholzhausen
Amperbote vom 22.04.1936
Trotz
der ungünstigen Witterung fanden sich am Sonntagvormittag zur Primizfeier des
Neupriesters Josef Kottermaier (?) in Westerholzhausen zahlreiche Gläubige ein,
um den Primizianten zu ehren. Im Garten des Pfarrhofes war ein schön dekorierter
Altar errichtet worden, an dem der Primiziant seine erste heilige Messe hielt.
Die Festpredigt hielt ein Cousin des Primizianten, Kooperator Josef Huber von
Strassbach, der in beredten Worten über die hohe Bedeutung des Priesterstandes
sprach. Nach der kirchlichen Feier trachtete alles unter Dach und Fach zu kommen,
denn es blies ein eiskalter Wind, der auch ein ungemütliches Schneegestöber
mit sich brachte und einen Aufenthalt im Freien unmöglich machte.
Das Dafelmeiersche Gasthaus vermochte die vielen Gäste nicht zu fassen, und
auch im großen Theatersaal war kein Platz mehr zu finden, so dass viele Gäste
nach Hause flüchten mussten. Im Theatersaal war ein Festessen, an dem über 200
geladene Gäste teilnahmen. Es war ein schöner, erhebender Ehrentag für den Primizianten,
eine Erinnerung für das ganze Leben.
Doppeljubiläum
bei Pfarrer Müller
75. Geburtstag und 50. Priesterjubiläum im gleichen Jahr
DACHAUER NACHRICHTEN vom 12. JANUAR 1972
Indersdorf
- Am Freitag, 14. Januar, kann Pfarrer Franz Müller aus Westerholzhausen seinen
75. Geburtstag feiern. Seit November 1961 versieht Pfarrer Müller die Seelsorge
in der Pfarrei Westerholzhausen/Eichhofen. Täglich liest er in der Pfarrkirche
mit dem schlanken Turm auf der Anhöhe von Westerholzhausen den Gottesdienst,
und täglich geht er vom Pfarrhof in die Dorfwirtschaft auf einen Schoppen Wein.
Er ist längst einer der "Ihren", und sofort rückt man am Stammtisch zusammen,
um "Herrn Pfarrer" Platz zu machen.
Nach seinem 75. Geburtstag kann Pfarrer Müller in diesem Jahr auch noch sein
goldenes Priesterjubiläum feiern. Der Pfarrer, in Zwittau/Mähren geboren, wurde
am 5. Juli 1922 in Olmütz zum Priester geweiht. Sein früherer Wirkungskreis
war das Ost-Sudetenland in Mähren. In Römerstadt, Sternberg und Wigstadt war
er Kaplan, bis er 1935 Pfarrer von Wigstadtl mit knapp fünftausend Katholiken
wurde. Vom 3. Juli 1941 bis 9. April 1945 war Pfarrer Müller im Konzentrationslager
Dachau inhaftiert. Nach seiner Freilassung ging er nach Hebertshausen und klopfte
bei dem damaligen Pfarrer Gasteiger an, wo er bis Oktober 1945 im dortigen Pfarrhof
freundliche Aufnahme fand. Als Krankenhaus-Kurat in Dachau von 1945-1952 ist
er noch manchem in Erinnerung, denn allsonntäglich sah man damals den Pfarrer
auf seinem Weg ins Lager Wagenried, wo er seine Landsleute besuchte und jeden
Sonntag den Gottesdienst in der Lagerkapelle hielt.
Krankenhausseelsorger in Oberföhring, Expositus in Baumgarten und Pfarrvikar
in Arnbach waren seine weiteren Stationen, bevor der frühere Pfarrer von Wigstadtl
im Pfarrhof zu Westerholzhausen zur Ruhe kommen konnte. In der alten Heimat
hatte er viel mit der Jugend zu tun für die er ein eigenes Erholungsheim mit
Unterkunft für 40 Jugendliche erwarb und er bedauert es, dass es in seinem jetzigen
Wirkungsort keinen Jugendraum gibt.