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Priesterjubiläum von Dekan Bernhard Trinkler 37)
Ingolstädter Zeitung vom 12.01.1875

Nachruf
für Geistlichen Rat Franz Bernhard Trinkler
Bayerischer Kurier v.08.02.1878


Pfarrer
Anton Mayr (1897-1929)
19)
Geistlicher Rat Pfarrer
Anton Mayr wurde am 12. Juni 1855 in Großkötz bei Günzburg
geboren. 32 Jahre lang, von 1897 bis zu seinem Tod 1929, war er Pfarrer
in Tandern, 13 Jahre davon sogar Dekan des Kapitels Aichach. Er starb
am 29. September 1929 in Tandern.
Pfarrer Anton Mayr wurde
bei den Menschen seiner Gemeinde "Reise-Mayr" genannt. Viele
Male, so wird stets berichtet, reiste der als "recht gebildete
aber doch etwas grobschlächtige" Pfarrherr als Fremdenführer
nach Vorderasien, speziell ins Heilige Land. Seine laute, durchdringende
Stimme war ein Markenzeichen von ihm und bei den Reisen sehr nützlich.
So wird von einer Reise berichtet, dass Mayrs Karawane in der Wüste
von einem Löwen angegriffen wurde. Pfarrer Mayr habe sich dem Löwen
entgegengestellt und ihn angeschrien. Der Löwe sei erschrocken
geflüchtet. Diese Begebenheit hat ihm den Titel "Löwe
von Babylon" eingebracht.
1907 kaufte Pfarrer Mayr für
die Pfarrei das Schloss in Tandern und übergab es dem katholischen
Fürsorgeverein München, der von 1910-1970 eine Erziehungsanstalt
unterhielt. Die Leitung hatte die Kongregation der Dienerinnen Jesu
aus Oberzell bei Würzburg.
Im Mai 1920 gründeten er und Bürgermeister Johann Höss
zusätzlich eine "Kinderbewahranstalt", aus der der heutige
Kindergarten hervorging.
Quelle:
Gerhard Gerstenhöfer, Kulturspiegel Altomünster 2010

Kaplan
Joseph Bernhart (1904-1905)
Der Theologe und bekannte Schriftsteller Joseph Bernhart wurde am 8.
August 1881 im schwäbischen Ursberg geboren. Er studierte ab dem Wintersemester
1900 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theologie. 1904 wurde
er in Augsburg zum Priester geweiht. Bernhart kam als 23jähriger Kaplan
1904 nach Tandern, das er 1905 wieder verließ. 1910 promovierte er zum
Doktor der Theologie. Es wäre ihm sicherlich eine kirchliche Karriere
beschieden gewesen, wenn er nicht 1913 das Priestertum niedergelegt
und in London Elisabeth Nieland geheiratet hätte. Bernhart wurde zudem
exkommuniziert.
Seit 1914 lebte er als freier Schriftsteller. Er setzte sich mit wichtigen
Gestalten und Zeugnissen der katholischen Theologie und Weltanschauung
auseinander, stellte die Fragen nach der Verborgenheit Gottes und dem
oft tragischen Scheitern des Einzelnen. Dabei hat er seine eigene Lebensgeschichte
nicht ausgeblendet: Die Kaplanszeit in Tandern war zweifellos prägend
gewesen. Denn davon erzählt sein autobiographischer Roman "Der
Kaplan" aus dem Jahr 1919. 1928 promovierte er zum Doktor der Philosophie.
Die kirchlich verbotene Heirat bedeutete nicht nur die Aufgabe des Priesteramtes,
sondern brachte ihn auch in eine Außenseiterposition in der katholischen
Kirche, die er immer literarisch verteidigte. Doch in dieser Angelegenheit
gab es eine glückliche Wendung: Im September 1939 wurde die Ehe
auf dem kirchlichen Gnadenwege saniert; im Januar 1942 wurde die Exkommunikation
Bernharts aufgehoben. Im Dezember 1943 starb seine Ehefrau nach 30jähriger
Ehe.
Seine
literarische Arbeit wurde von den Nazis nicht geschätzt. 1939 verfasste
Bernhart für die katholische Kulturzeitschrift "Hochland"
den geschichtstheologischen Aufsatz „Hodie“. Dieser Aufsatz, der ursprünglich
an Weihnachten 1939 erscheinen sollte, führte laut Konrad Ackermann
dazu, dass jene Ausgabe verboten wurde und eingestampft werden musste.
Joseph Bernhart erhielt im Juni 1941 Publikationsverbot. Er musste sich
deshalb aus München auf das Land zurückziehen, wo er unter anderem bei
Joseph-Ernst Fugger von Glött Zuflucht fand.
Ehrungen:
Die Ehrungen kamen spät. 1949, im Alter von 68 Jahren, wurde
Bernhart in die neu gegründete Akademie der Schönen Künste in München
und 1950 in die Societa di Cultura in Venedig aufgenommen. Er wurde
1951 von der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Honorarprofessor
für Geistesgeschichte des Mittelalters ernannt. 1956 erhielt er das
Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
und 1959 den Bayerische Verdienstorden. Seit 1961 war er Ehrenbürger
von Türkheim. Nach ihm ist das dortige Joseph-Bernhart-Gymnasium benannt.
Bernhart, verstarb am 21. Februar 1969 in Türkheim und ist dort begraben.
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Quellen: Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, Hilgertshausen–
Tandern, Kulturspiegel Altomünster Febr.2011
Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Bernhart
Pfarrer Leopold Höllriegl
(1974-1992) 21)
Der
in Augsburg am 27.2.1932 Geborene wurde 1967 als Spätberufener
von Bischof Dr.Stimpfle zum Priester geweiht. Schon im August 1967 kam
er als Aushilfspriester nach Tandern. 1974 wurde er hier zum Pfarrer
ernannt. Er verblieb in Tandern bis 1992.
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1992
erlitt er einen Schlaganfall. Er kam in ein Augsburger Pflegeheim,
wo er nach 10jähriger Leidenszeit am 4.3.2002 verstarb.
Seine letzte Ruhestätte erhielt er im Priestergrab
von Tandern.
In Tandern ist eine Straße nach ihm benannt. 1992 hat an zu
seinen Ehren auch eine Linde gepflanzt. |
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Sein
Wirken in Tandern wurde durch große Baumaßnahmen geprägt.
In dieser Zeit wurden die Kirche neu gebaut, der Friedhof erweitert,
der Kindergarten ausgebaut und viele Kirchenrenovierungen im Pfarrverband
durchgeführt.
20
Jahre nach dem Tod segnete Pfarrer Heinrich zusammen mit beiden
Diakonen Wolfgang Gallo und Ludwig Drexel unter dem Beisein von
MdL Bernhard Seidenath und den Bürgermeistern Markus Hertlein
(Hilgertshausen-Tandern), Seitz (Geroldsbach) und Riedlberger
(Altomünster) in der Pfarrkirche von Tandern eine Gedenkplatte
für Pfarrer Höllriegel.
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Gedenktafel
|
Quelle:
Dachauer Nachrichten vom 14.3.2022
Pfarrer
Riesinger
(1999-2020)
25 Jahre im Dienst der Kirche
Auszug aus Schrobenhausener Zeitung vom 2.7.2011 07)
Sein
silbernes Priesterjubiläum und zugleich seinen 50. Geburtstag feiert
das Oberhaupt der Pfarreiengemeinschaft Tandern, Hilgertshausen, Pipinsried
und Alberzell, Pfarrer Paul Riesinger, am morgigen Sonntag mit einem
Festgottesdienst und Pfarrfest in Tandern. Mit Applaus wurde der Fahnenzug
mit dem Weihejubilar zum Stehempfang in das Gasthaus begleitet, wo die
große Gratulantenschar persönliche Glückwünsche
überbrachte.
Auch die Mutter und die beiden Brüder des aus Schrobenhausen stammenden
Geistlichen nahmen daran teil. Den 29. Juni nannte Bürgermeister
Martin Seitz als prägnantes Datum, an dem auch Papst Benedikt auf
sein 60-jähriges Priesterjubiläum blicken kann. In seiner
seelsorglichen Tätigkeit habe sich Pfarrer Riesinger Respekt und
Sympathie in den Pfarreien erworben, er habe die Herausforderungen bravourös
gemeistert.
Kirchenpflegerin Maria Wagner erinnerte an die Priesterweihe am 29.
Juni 1986 im Dom zu Augsburg durch den damaligen Bischof Josef Stimpfle,
dessen Sekretär der heutige Jubilar einige Zeit war. Seit der Erkrankung
des damaligen Pfarrers Alfred Suyter im Jahre 1999 wird die Pfarrei
Hilgertshausen mit der Filialkirche Alberzell vom Seelsorger aus Tandern
betreut. In diesen vergangenen zwölf Jahren konnte in guter Zusammenarbeit
viel bewegt und Neues geschaffen werden. ...
Von
der DK-Redaktion

Vorstellung
Pfarrer Victor Roger Nkou Fils
- Pfarrer 2020 (fünf Monate) -
Liebe Gläubige der PG Tandern,
Ihnen allen ein herzliches Grüß Gott!
Ich nutze jetzt die Möglichkeit des Pfarrbriefes, damit Sie ein
bisschen Einblick gewinnen können, wer ich bin und mit wem Sie
die nächsten 5 Monate zu tun haben. Durch die Corona Situation,
war es mir nicht möglich mich persönlich vorzustellen, lediglich
durch mein kleines Grußwort auf der Homepage und in den Schaukästen.
Mein Name ist Pfarrer Victor Roger Nkou Fils. Brechen Sie sich bitte
nicht Ihre Zunge- nennen Sie mich einfach Pfarrer Roger Nkou. Ich bin
ein Italiener mit kamerunischer Abstammung. Geboren wurde ich am 22.02.1970.
Nach meinem Abitur und meinem Studium der Philosophie am Priesterseminar
in Kamerun, habe ich weiter Theologie von 1994 bis 1999 in Rom an der
Päpstlichen Universität Urbaniana studiert, mit einem Bachelor
in Theologie (1997) und einem Lizenziat (Magister) in biblischer Theologie
(1999). Nach meiner Diakonweihe am 25 April 1998 in Rom, wurde ich im
Jahr 1999 zum Priester geweiht.
Danach studierte ich sechs Jahre lang in Jerusalem und habe dort zunächst
als Stipendiat am Studium Biblicum Franciscanum der Franziskaner, ein
Lizenziat der Bibelwissenschaften und Archäologie erworben (2003)
und als Kaplan die Gemeinde der Brüder der christlichen Schulen
betreut (2003-2004).
Dann habe ich an der Ecole Biblique et Archeologique Francaise des Dominikanerordens
ein Promotionsstudium im Alten Testament begonnen (2003-2005). Im Juli
2004 habe ich außerdem in Italien die Hilfsorganisation Talitha
Koum Camerun gegründet, die das Ziel hat, armen Kindern in Kamerun
einen Zugang zur Bildung und damit zu besseren Lebensmöglichkeiten
zu verhelfen. Mit Hilfe von Spenden und dem Einsatz freiwilliger Helfer
aus Italien und Deutschland werden Brunnen, Schulen, Kindergärten
und Waisenhäuser errichtet und unterstützt. Im Internet können
Sie dazu weitere Informationen finden.
Nach meinem Aufenthalt in Israel bin ich wieder zurück nach Italien
und war von 2006 bis 2007 Domvikar in Urbania und von 2007 bis 2014
als Pfarradministrator tätig. Nebenbei habe ich meine theologischen
Studien in Florenz und Bologna weitergeführt. Seit 2000 bin ich
zudem als geistlicher Begleiter bei Pilgerreisen ins Heilige Land tätig.
Seit
Mai 2015 bin ich in Deutschland und promoviere an der Uni Augsburg im
Fach Exegese des Alten Testaments. Nebenbei habe ich die Pfarrei St.
Pius in Haunstetten als ein Aushilfspriester unterstützt. Jetzt
bin ich hier in Ihrer Pfarreiengemeinschaft Tandern für die Zeit
vom 01.04.20 bis 31.08.20 mit dem Dekret der Diözese Augsburg,
als Temporalien Verwalter, bzw. Vertretung für Pfarrer Paul Riesinger,
aufgrund seines Krankheitszustands, angewiesen. Ich freue mich auf meine
neue Aufgabe gemeinsam mit allen Mitarbeitern seelsorglich arbeiten
zu dürfen, miteinander unseren Glauben zu leben und zu feiern,
trotz der schwierigen Situation des Coronavirus. Aber ich freue mich
vor allem auf die ganz verschiedenen Begegnungen in der Gemeinde. Neue
Leute kennenzulernen und ein persönlicher Kontakt war mir in meiner
Arbeit immer besonders wichtig. Scheuen Sie nicht, auf mich zu zukommen;
ich bin für Sie da und stehe Ihnen gerne zur Verfügung. Ich
glaube unsere Zusammenarbeit kann gut funktionieren, da ich mich jetzt
schon sehr wohl hier fühle.
' Mit herzlichem Gruß und bleiben Sie gesund!
Ihr Pfarrer Victor Roger Nkou Fils
Pfarrer
Michael Heinrich
(2020-2025) 56)
Der
1978 geborene Heinrich wuchs in Wertingen auf. Nach dem Abitur trat
er 1998 ins Priesterseminar ein, studierte in Augsburg und in Freiburg
Philosophie und Theologie. Sein Diakonatspraktikum leistete Heinrich
in Immenstadt ab. Am 1. Mai 2005 wurde er zum Priester geweiht. Danach
war er Stadtkaplan bis 2007 in Pfaffenhofen/Ilm, anschließend
bis 2009 in Augsburg-Pfersee. Von 2009 bis 2020 war Heinrich in der
Pfarreiengemeinschaft Stein tätig. Nach seiner Leitungstätigkeit
in der Pfarreiengemeinschaft Tandern wechselte er am 1.9.2025 auf die
Pfarrerstelle in Karlshuld.
In seiner Abschiedsrede erklärte Pfarrer Heinrich: Ich
war gerne Ihr Pfarrer und ich hoffe, dass Sie das auch in manchen Momenten
spüren konnten. Auch wenn ich nicht allen Ansprüchen nachgekommen
bin, habe ich doch versucht, gute Wege aufzuzeigen. Das ist mir vielleicht
nicht immer gelungen. Wenn ich mit meiner Art nicht alle und jeden erreichen
konnte, wenn ich jemandem weh getan oder verletzt habe, bitte ich um
Verzeihung. Herzlich sage ich allen Vergelts Gott, die die gemeinsame
Arbeit im Weinberg des Herrn unterstützen und durch ihr Engagement
erst ermöglichen. Ich wünsche Ihnen Gottes reichen Segen!

Pfarrer
Amos Emberga Mbachie
57)
(seit 2025)
Grußwort
des neuen Pfarrers im Pfarrbrief August/Sept.2025
Liebe Schwestern und Brüder in Christus, ich freue mich, mich Ihnen
vorzustellen: Mein Name ist Pfarrer Amos Emberga Mbachie, und ich wurde
am 22. Februar 1979 im Benue State, Nigeria, geboren. Mit 46 Jahren
blicke ich auf einen reichen Erfahrungshorizont in der Seelsorge und
der Gemeinschaftsarbeit zurück, den ich nun mit Ihnen teilen möchte.
Mein Weg in die Theologie begann am St. Thomas Aquinas Major Seminary
in Makurdi, Nigeria, wo ich Philosophie und Theologie studierte. Dieser
Ausbildungsweg führte mich zu meiner Priesterweihe am 4. August
2007. In den Jahren danach durfte ich im Bistum Makurdi vielfältige
Erfahrungen sammeln: Ich arbeitete als Jugendpfarrer, war Pfarrer in
verschiedenen Pfarreien, diente als Sekretär des Bischofs und war
Dekan. Diese Tätigkeiten haben mir tiefere Einblicke in die Bedürfnisse
der Gemeinde und die Bedeutung von Zusammenarbeit und Engagement in
der Kirche vermittelt.
Am 1. September 2018 wurde ich als Missionar in das Bistum Augsburg
entsandt. Zu Beginn meiner Zeit in Deutschland war ich von 2018 bis
2019 Kaplan in Herz Jesu in Augsburg und hatte dann das Vergnügen,
von 2019 bis 2020 als Kaplan in Karlshuld zu arbeiten. Seit 2020 bin
ich Teil der Pfarreiengemeinschaft Reichertshofen-Langenbruck-Pörnbach-Puch
und Hög. Hier hatte ich die Möglichkeit, mit den Menschen
zu arbeiten und die Gemeinschaft noch besser kennenzulernen.
Neben
meiner seelsorgerischen Tätigkeit habe ich auch Hobbys, die mir
Freude bereiten. Ich bin leidenschaftlicher Sportler, insbesondere Badminton
begeistert mich sehr. Ich freue mich auf eine wunderbare und fruchtbare
Zusammenarbeit mit Ihnen als Ihr neuer Pfarrer. Es ist mir wichtig,
gemeinsam an unserer Glaubensgemeinschaft zu arbeiten und neue Wege
der Nächstenliebe und Zusammenarbeit zu entdecken. In Vorfreude
auf unsere gemeinsame Zeit,
Ihr Pfarrer Amos Emberga Mbachie
Amtsbeginn
neuer Pfarrer Zum 1. September beginnt H.H. Pfr. Amos Emberga Mbachie
seinen Dienst als Leitender Pfarrer in unserer Pfarreiengemeinschaft.
Die Amtseinführung des neuen Pfarrers durch den H.H. Dekan Stefan
Gast ist für die ganze Pfarreiengemeinschaft am Sonntag, den 21.09.2025
um 17.00 Uhr in Tandern. Deshalb finden an diesem Wochenende keine weiteren
Gottesdienste statt. Herzlich sind alle zur Amtseinführung eingeladen.
Die Kirche ist groß genug.
