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Augustinus-Altar in der Klosterkirche von INDERSDORF


Das Altarbild zeigt den hl. Augustinus beim Schreiben seines Buches über die hl. Dreifaltigkeit. Einie Engel halten die bischöflichen Insignien mit Bischofsmütze, Stab, Schüssel und Löffelchen. Andere tragen sein flammendes Herz empor. Es erinnert an die Aussage in dem von Augustinus geschriebenen Buch mit dem Titel "Bekenntnisse": "Unser Herz ist unruhig, bis es ruht in dir".

Auf dem Altartisch befindet sich ein Schein mit den Gebeinen des hl. Martyrers Julius. In der Hand der Skelettreliquie ins Palmzweig, auf dem Haupt ein Lorbeerkranz. Auch ein kleines Kelchgefäß aus Glas steht dabei, mit einer oxidierten wohlriechenden Flüssigkeit gefüllt; früher glaubte man, es handele sich um Märtyrerblut. Ein kleines, aus den Katakomben stammendes Marmor-täfelchen mit dem Christusmonogramm enthält den Text: "Julius Martyr liegt bei".Die Gebeine des hl. Julius erwarb Propst Georg Riezinger im Jahr 1712 zusammen mit den Gebeinen des hl. Innocentius vom Münchner Kaufherrn Benno Höger. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart, doch wird betont, dass sich Höger einen ewigen Jahrtag ausbedungen hatte. Die Reliquie wurde in Altomünster gefasst und in feierlicher Translation in kostbarem Schrein auf den Augustinusaltar verbracht.

Hans Schertl


Quellen:
siehe Hauptseite
2 Bilder: Hans Schertl

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18.5.2004