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Evangelisches
Gemeindezentrum in ALTOMÜNSTER
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Adresse: 85250 Altomünster, Steinbergstr.6
Lage der Kirche
auf der Landkarte ...
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Beschreibung
Als der bayerische
König Max I. Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss
seiner lutherischen Gemahlin Karoline von Baden die strengen Religionsbeschränkungen
lockerte, entstand in Kemmoden
ein evan-gelisches Pfarrvikariat, das praktisch den ganzen Landkreis
Dachau und angrenzende Gebiete umfasste. Auch Altomünster gehörte
dazu, doch evangelische Christen gab es kaum: vor 100 Jahren waren
es nur eine oder zwei Personen.
Das änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele
Vertriebene in Alto-münster und Umgebung ihre neue Bleibe fanden.
Seit 1955 gehören sie zur Kirchen-gemeinde Aichach. Die
Zahl der evange-lischen Christen im Gemeindegebiet Alto-münster
und in Kleinberghofen beträgt derzeit über 700.

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Die ersten zehn Jahre nach dem Zweiten
Weltkrieg gehörten die evangelischen Gläubigen in Altomünster
zum Vikariat Indersdorf der Kirchengemeinde Dachau. Dann wechselte die
Pfarreizugehörigkeit nach Aichach. Von dort aus wird die Gemeinde
pastoral betreut.
Über die Geschichte der evangelischen Pfarrei Aichach können
Sie hier mehr lesen...
Kirche in Altomünster
05)
Evangelische Gottesdienste werden in Altomünster erst seit 1945 gefeiert.
Zunächst jeweils im Sommer in der Loretokapelle
und im Winter im 1826 erbauten alten Schulhaus. Mitte der 50er Jahre zogen
sie dann in das 1912 erbaute Schulhaus um, das heute den Kindergarten,
die Volksbücherei und Vereinsräume beherbergt. Von 1978 – 1990 überließ
die Marktgemeinde Altomünster den evangelischen Gläubigen den ehemaligen
Kindergarten im Haus St.-Birgitten-Hof 6 (heute Museum) für ihre Gottesdienste.
Da im Raum
Altomünster die Zahl der Evangelischen stetig anwuchs (im Jahre 1999 ca.
750 evangelische Christen), entstand unter Pfarrer Wilfried Stepp (1985
–2002) in den Jahren 1989-1991 das Gemeindezentrum Altomünster an der
Steinbergstraße (Landkarte...)
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Der Entwurf stammte vom Würzburger Architekten Gerhard Grellmann.
Am 21.7.1991 weihte der Augsbur-ger Dekan Dr. Rudolf Freudenberger
das Gebäude ein.
Der Gemeinderaum hat auf der Südseite sechs große Glasfenster,
die an die sechs Tage der Schöpfung erinnern. Sie wurden von
Frau Irene Horst, einem Gemeindemitglied aus Oberzeitlbach, entworfen
und von der Firma Robert Münch aus Großumstadt ausgeführt.
An der Ostwand steht eine
kleine Orgel. Sie dürfte um das Jahr 1970 von der Fa.
G.F.Steinmeyer ; Co erstellt worden sein. Es handelt sich um eine
Schleifladenorgel mit mechanischer Spieltraktur, mit einem Manual
(C-g '''), einem Pedal (C-f ') und folgenden 5 Registern.
Holzgedackt 8', Rohrflöte 4', Prinzipal
2',
Scharf 2fach 1', Subbaß 16'.
Der Gemeinderaum wird
für die sonntäglichen Gottes-dienste sowie für Veranstaltungen
der Volkshochschule und der Kulturvereine genutzt; ein Ort der Begegnung
zum Wohle der Allgemeinheit.
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Im Turm hängen zwei Glocken, die 1990 gegossen wurden.
Die große Glocke (177 kg, 65 cm Durchmesser) trägt die
Inschrift "Ehre sei Gott in der Höhe..",
die kleine Glocke (135 kg, 60 cm Durchmesser) "...und Friede
auf Erden".
Renovierung:
Im Jahr 2015 hat man die Kirche,
insbesondere das Dach, generalsaniert. Zudem wurden der Holzboden abgeschliffen
und neu versiegelt, die Wände innen und außen gestrichen und
alle Holzteile mit neuer Farbe versehen.
Hans Schertl

Quellen:
01)
Wilhelm Liebhart,
Altomünster,Kloster, Markt und Gemeinde, 1999
02) Thiel/Mecking,
Chronik der Gemeinde Petershausen, Band 2 Kunst und Kultur, 2000
03) Süddeutsche
Zeitung 2001
04) Informationstafel
im Gemeindezentrum, 2004
05)
Geschichte
der evangelischen Kirchengemeinde Aichach, 2026
3 Bilder: Hans Schertl (2001,2004)

15.4.2026
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