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St.
Josef |
Texte vom |
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Als er erfuhr, dass Maria schwanger war, zweifelte er an deren Treue und wollte sich von ihr trennen; doch ein Engel erklärte ihn in einem Traumgesicht, dass Maria "vom heiligen Geist" schwanger sei, und Joseph blieb bei ihr (Matthäusevangelium 1, 18 - 21). Wegen einer von den Römern angeordneten Volkszählung musste er mit der schwangeren Maria nach Bethlehem reisen, wo Jesus geboren wurde (Lukasevangelium 2, 1 - 7). Anschließend flohen sie nach Ägypten, um dem Kindermord des um seine Herrschaft fürchtenden Herodes zu entgehen (Matthäusevangelium 2, 13 - 15), nach dessen Tod im Jahr 4 n. Chr. konnten sie nach Nazareth zurückkehren (Matt. 2, 19 - 23). |
Zum letzten Mal wird Joseph in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel diskutierend mit den Schriftgelehrten vorfanden (Lukasevangelium 2, 41 - 51).
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Das Matthäusevangelium (Kap 13,Vers 55) nennt namentlich vier Brüder Jesu: Jakobus, Joseph, Simon und Judas, dazu mehrere Schwestern. Bei den frühen Kirchenvätern des Ostens (Clemens von Alexandria, Justinus, dem Märtyrer und Origenes auch Athanasios, Basilius der Große, Johannes Chrysostomos und Gregor von Nazianz; sie wurden 1568 ernannt) gelten diese als Söhne Josephs aus einer ersten Ehe. |
Die Westkirche lehrte zunächst, die Geschwister
Jesu seien nach dessen jungfräulicher Geburt von Maria und Joseph gezeugt worden.
Das spätere Dogma der immerwährenden Jungfernschaft
Mariens ließ sie zu Vettern von Jesus werden, Joseph wäre also ihr Onkel gewesen.
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Spätere Quellen wie das Jakobusevangelium aus dem 2. Jh berichten von der Brautwerbung Josephs. Demnach war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einem Mann verheiratet werden, der sie unberührt lassen würde ("Josephs-Ehe"). Jeder Bewerber - allesamt waren Witwer - sollte einen Stab auf dem Altar des Tempels niederlegen; Josephs Stab grünte und blühte, zudem ließ sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinem Kopf nieder. Als Maria trotz des Keuschheitsgebotes schwanger wurde, bezweifelten die Hohen Priester die Enthaltsamkeit der Eheleute. Um ihre Unschuld zu beweisen, mussten beide das giftige Fruchtwasser trinken, blieben aber gesund: dieses Gottesurteil sprach sie von allen Vorwürfen frei. Kanonisation: Sowohl die orthodoxe
als auch die katholische Kirche verehren Joseph als Heiligen. In der Ostkirche
begann der Kult um Joseph schon früh, die erste Erwähnung in einem Martyrologium
des Westens stammt dagegen erst aus der Zeit um 850. Das römische Martyrologium
ist das offizielle Register, das alle Märtyrer der Kirche nach ihren Festtagen
auflistet und Details aus ihrem Leben berichtet.
Josefsfigur mit Jesuskind in Kleininzemoos |
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Attribute:
Jesuskind auf dem Arm; Stab; Lilie
Patron der ganzen katholischen Kirche, von Mexiko, Philippinen, Kanada, Böhmen, Bayern und Österreich, Peru, Tirol, Steiermark, Kärnten; der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, der Jungfräulichkeit; Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, Wagner, Totengräber, Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisenden und Verbannten, der Sterbenden; bei Augenleiden; in Versuchungen und Verzweiflung; bei Wohnungsnot; für einen guten Tod Bauernregel: "Ist's am Josefstage klar, / folget ein fruchtbares Jahr."
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