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Quirin Weber (1693 - 1751)
Orgelbauer

Quirin Weber war der berühmteste Dachauer Orgelbauer. Er wurde am 30.12.1693 als Sohn des Indersdorfer Glasermeisters Martin Weber und dessen Ehefrau Anna geb.Schwankler geboren. Wo er das Orgelbauerhandwerk erlernte, ist nicht bekannt. Er dürfte wohl zunächst Glaser geworden sein, wie aus der erhaltenen Eingabe eines missgünstigen Konkurrenten in München zu schließen ist. In Dachau heiratete er am 25.10.1713 die Münchnerin Appolonia Dauscher, mit der er zwei Töchter hatte. Ein Jahr später, 1714, erhielt er das Dachauer Bürgerrecht

Seine Werke wurden von allen Seiten gerühmt. Im Landkreis Dachau war er in St.Jakob, Dachau, in der Schlosskapelle Haimhausen (1736) und in den Kirchen Inhausen (1735) und Vierkirchen (1745) tätig. Der Schlossherr von Haimhausen Carl Graf von und zu Haimhausen lobte im Jahr 1736 die Arbeit Webers als "kunstreiches Werk und ruhmwürdige Arbeit"; diese Orgel in der Schlosskapelle ist noch fast original erhalten.
Des weiteren hat Quirin Weber Orgeln in folgenden Orten gebaut: Bad Tölz, Altenerding (nur Kostenvoranschlag) , Kloster Tegernsee, Kloster Ettal, Kranzberg, Kloster Neustift bei Freising, Augustinerkirche München, Niederviechtach, Oberammergau, Markt Schwaben und Kirchberg bei Wartenberg und in der Wallfahrtskirche Maria Kappel.

Er starb am 10.2.1751 in Dachau. Im Liber Defunctorum erhielt er folgenden Eintrag: "artifex et celebris organopegus, vulgo orglmacher D:Qurinus Weber, nomen magnum et majus apud multos sui Desiderium relinquens Depositus es in coemtr. dahier = extra oppidum".


Quelle:
Georg Brenninger, Das Wirken Dachauer Orgelbauer im Landkreis Erding, Amperland 1973/3
Georg Brenninger: Orgeln in Altbayern. Bruckmann, München 1982, ISBN 3-7654-1859-5.

Kirchen und Kapellen im Dachauer Land - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

12.11.2003