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St.Wolfgang |
Ökumenischen Heiligenlexikon |
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Wolfgang, aus einem verarmten Herrengeschlecht stammend, erhielt zunächst Privatunterricht, dann besuchte er die Klosterschule auf der Insel Reichenau. Als sein Freund Heinrich 956 Bischof in Trier wurde, folgte er ihm als Leiter der dortigen Domschule. Nach dem Tod seines Freundes wurde er 964 Benediktinermönch in Einsiedeln und 968 von Bischof Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht |
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Der bayrische Herzog Heinrich der Zänker lag mit Kaiser Otto im Streit und stürzte das Land in Unfrieden. Da Wolfgang sah, dass er den aufflammenden Krieg nicht verhindern konnte, begab er sich 976 ins Kloster Mondsee und von dort zum Wolfgangsee, um - nur von einem Laienbruder begleitet - als Einsiedler zu leben. Zunächst bewohnte er eine Höhle auf einem Berg und führte ein so strenges Leben, dass es nicht einmal der begleitende Laienbruder durchhalten konnte und er den Heiligen bald wieder verließ. Als ein Helfer bei der Arbeit der Rodung des großen Waldes Durst bekam, habe Wolfgang eine Quelle entspringen lassen; deren Wasser wird bis heute als heilkräftig betrachtet. |
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Das Einsiedlerleben wurde durch den Teufel gestört, welcher immer wieder versuchte, Wolfgang zu vernichten, so dass Wolfgang beschloss, sich an einem freundlicheren Ort eine Klause zu erbauen. Er warf seine Axt ins Tal hinab und gelobte, an dem Ort, an dem er sie wieder finden werde, eine Kirche zu erbauen. Unverzüglich begann Wolfgang mit dem Bau von Kirche und Klause, doch waren die Schwierigkeiten für diesen Bau mitten in der Wildnis groß; da bot sich der Teufel zur Mithilfe an unter der Bedingung, dass das erste lebende Wesen, das die Kirche betrete, ihm gehöre. Das erste lebende Wesen, das nach der Fertigstellung das Kirchlein betrat, war ein Wolf, den der Teufel voller Wut packte und mit ihm durch ein Loch in der Kirchendecke davonfuhr. Wolfgang lebte demnach insgesamt sieben Jahre in der Einöde, bis sein Aufenthaltsort von einem Jäger entdeckt wurde und eine Abordnung aus Regensburg ihn bat, doch wieder den bischöflichen Stuhl einzunehmen. Er konnte sich diesen Bitten nicht entziehen, doch prophezeite er, dass sich nach seinem Tod am Grabe in Regensburg keine Wunder ereignen würden, während er allen, die ihn am Ort seiner Einsiedelei am Abersee anriefen, seine Hilfe nicht versagen werde. Die vielseitige und umsichtige Tätigkeit, die er in Regensburg entfaltete, begründete Wolfgangs Verehrung schon zu Lebzeiten. Er versuchte besonders, die Bildung und das geistliche Lebens des Klerus und der Orden zu fördern. Wolfgang war in seinem Bistum außerordentlich beliebt, nicht zuletzt wegen seiner großen Menschenfreundlichkeit und Güte, seiner großen Demut und Bescheidenheit. Frühe Wunderberichte sind Ausdruck seines heilsamen Einflusses auf die Menschen. Zahlreiche Orte wurden nach Wolfgang benannt, auch der Abersee erhielt im Volksmund den Namen nach Wolfgang. Die Kirche in St. Wolfgang war um 1500 eine der beliebtesten Wallfahrtsstätten. Das Bild von Wolfgang wurde zum Schutz des Viehs an Stalltüren angebracht. Im 16. Jahrhundert wurde in Regensburg Geld nach Wolfgang benannt: der Gulden trug sein Bild.
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![]() St.Wolfgang inWollomoos |
Kanonisation: Wolfgang wurde 1052 von Papst Leo IX. heiliggesprochen. Attribute: Bischofsstab, Kirchenmodell, Wolf, Beil, Teufel Patron von Bayern und Regensburg; der Hirten, Schiffer, Holzarbeiter, Köhler, Zimmerleute, Bildhauer, unschuldig Gefangenen; des Viehs; bei Schlaganfällen; gegen Gicht, Lähmung, Fußleiden, Ruhr, Hauterkrankungen, Hautentzündungen ("Wolf"), Blutfluss, Schlaganfall, Augenkrankheiten und Unfruchtbarkeit, Missgeburten Bauernregel: "An St. Wolfgang Regen / verspricht ein Jahr voll Segen."
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