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Kirchen in der Gem.Schwabhausen
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Hofkapelle St.Georg in RIENSHOFEN
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Die Ortschaft Rienshofen
wurde 1293 als "Rienshoven" (bei den Höfen des Rien) erstmals
schriftlich erwähnt. Später war
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Wegen der großen Feuchtigkeit an seinem
neuen Standort hielt der Bau keine hundert Jahre.
1963 wurde der 3,70 m lange, 2,50 m breite und rd. 3,50 m hohe Bau von
den Familie Seitz
abgebrochen und in der heutigen Form neu errichtet.
Eine Steintafel im Inneren mit der Aufschrift:
"Erbaut im Jahre 1963 von Georg und Anna Seitz" erinnert daran.
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Inneneinrichtung Die Ausstattung ist zeitgenössisch. Im Zentrum des von einer Wand zur anderen reichenden Altartisches steht eine Statue der Muttergottes, nach Art der Patronin Bavariae. Die bekrönte Maria trägt auf ihrem linken Arm das Jesuskind. In der rechten Hand hält sie ein Szepter. Ihre Füße ruhen auf der Sichel eines Halbmondes. Die Mondsichel erinnert an Maria als der Frau aus der Offenbarung des Johannes (Offb 12,1) "von der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füßen. An den Seitenwänden hängen Kreuzwegsbilder
(Papierdrucke). Ob es noch die selben Bilder sind, die schon 1874 beschrieben
wurden, ist mir nicht bekannt. |
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Rechts von der Muttergottesfigur steht eine kleine Statue der Mutter Anna mit ihrer Tochter Maria. Anna deutet mit ihrer Hand auf ein offenes Buch, das Maria in ihrer Hand hält. St.Anna ist die Namenspatronin der Kapellen-Stifterin Anna Seitz. Hinweis: Anna ist in der Bibel nicht erwähnt. Ihre Name taucht lediglich in den Apokryphen auf. Sie soll die Mutter Marias gewesen sein. Anna hat danach erst nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe ihre Tochter Maria geboren. Deshalb wird sie in der Kunst immer als ältere, verheiratete Frau mit Kopftuch abgebildet. Das Buch in ihren Händen geht auf Legenden und Darstellungen zurück, in denen sie ihre Tochter Maria das Lesen lehrt. Das Thema der Unterweisung Mariens ist in der Kunst seit dem 14.Jh bekannt und war besonders in der Barockzeit beliebt. Es geht zurück auf die Bibelstelle aus dem Buch der Sprichwörter (1,8) "Höre mein Sohn, auf die Mahnung des Vaters und die Lehre deiner Mutter verwirf nicht" und wendet das Wort auf Maria an. Die Kunst des Lesens beherrschten in früheren Zeiten nur wenige, meist vornehme Menschen. Dazu sollten auch Anna und Maria gerechnet werden. |
reitend dargestellt, der den
Drachen zu seinen Füßen bekämpft. Allerdings fehlt die Lanze,
die Georg mit der rechten Hand in das geöffnete Maul des Untiers stoßen
will.
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Hans Schertl
Quellen:
Dr. Martin v.Deutinger, Die
älteren Matrikeln des Bistums Freysing, 1849/50
Mayer-Westermayer, Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising,
1874
Heimatbuch des Landkreises und der Stadt Dachau, 1971
Putz/Niederle, Kirchen und Kapellen im Gemeindebereich Schwabhausen, 1988
Angerpointner, 600 Jahre Pfarrkirche St.Nikolaus
in Arnbach, 1988
Schwabhausen, Chronik eines
Dorfes - Von der Poststation zur Großgemeinde, 2005
5 Bilder: Hans Schertl (2005)
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10.2.2009