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Über
die Entwicklung der Adelsherrschaft in Pasenbach am Ende des Mittelalters
berichtet das Buch von Pankraz Fried, "Die Landgerichte Dachau und
Kranzberg" 69)
"In
den Traditionsurkunden des Klosters Indersdorf sind zwischen 1220
und 1230 ein "Ulschalk, Heinrich und Philipp de Pesenbach" als
Zeugen genannt. Diese Familie, die sich urkundlich bis gegen Ende des
vierzehnten Jahrhunderts verfolgen läßt, scheint nah verwandt mit dem
zu Daxberg sitzenden Ortsadel gewesen zu sein.
1378 ist letztmals ein Heinrich von Pasenbach bezeugt, als er seinem
Schwager, dem Münchner Bürger Hans Pichler, mehrere Liegenschaften überließ.
Seit 1380 nennt sich Stefan Wisinger, der zweite Gemahl der Witwe des
Heinrich von Pasenbach, nach diesem Ort. 1380 verkaufte er die Höfe zu
Daxberg dem Kloster Indersdorf.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erscheint Pasenbach als herzogliches Lehen.
1419 verlieh Herzog Ernst (im Amt: 1397 bis 1438) dem Münchner
Bürger Ludwig Wilbrecht die Veste Pasenbach mit allem Zubehör zu rechtem
Lehen. Wohl dessem Sohn Hans Wilbrecht, Bürger zu München, eignete Herzog
Sigmund (im Amt: 1460 bis 1467) im Jahr 1464 "die behausung Pasenpach,
als die mit graben und plancken umbgangen ist, auch den ganzen sedel,
der yetzo in drew tail getailt ist, die Wismader . . . und darzu die tafern,
die smidstatt, das gericht und alle ehafft zu Pasenpach".
Eine
erste urkundliche Nachricht über ein "gericht" zu Pasenbach
ist bereits 1432 anläßlich einer Lehensmutung überliefert. Um 1440
wird Pasenbach als Hofmark bezeichnet. — Hans Wilbrecht, dem Pasenbach
1464 geeignet worden war, verkaufte 1471 die Veste dem Peter Behaim
von Abensberg. Der Kauf muß aber wieder rückgängig gemacht worden sein,
denn 1484 wird Hans Wilbrecht noch einmal als Besitzer von Pasenbach genannt.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts kam die Hofmark in den Besitz des Münchner
Patriziergeschlechts der Barth.
1558 wird der Münchner Bürger Balthasar Barth als Besitzer von
Sitz, Dorf und Hofmark Pasenbach angezeigt. Das 1210 erstmals urkundlich
auftretende Augsburger und später dann Münchner Stadtgeschlecht der Barth,
dem 1609 von Herzog Maximilian die Edelmannsfreiheit gewährt wurde, besaß
die Hofmark Pasenbach bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts.
Durch Heirat einer Barthischen Erbtochter gelangte kurz nach 1820 der
Leutnant Rudolph v. Rechthaler in den Besitz des 1820 bestätigten Patrimonialgerichts
II. Klasse zu Pasenbach14."
Anwesen
von Pasenbach um 1760 (D, Gde), 39 Anwesen.:
Hofmarksherrschaft 5 je 1/2 (Bäcker, Wirt, Sedlbauer, Schlammerl, Schloßbauer
= Hartl), 2 je 1/3 (Dax, Schneiderhies), 4 je 1/4 (Harrer, Wagner, Lukas,
Weber), 2 je 1/6 (Brunnenmacher, Reischl), 12 je 1/12, 1/16, 10 je 1/24
(Tagwerkerhäuschen); Kloster Indersdorf 1/2 (Paulibauer), 1/3 (Hörl);
Hüthaus.
Hofmarksschloß (um 1830 abgebrochen) mit Schloßkapelle, Gerichtsdienerhaus,
Hofbau.
Filialkirche St. Anna der Pfarrei Vierkirchen; Benefiziatenhaus.
Albertshof
(E, Gde Pasenbach), 1 Anw.:
Hofmarksherrschaft 1/1 (Albertshofer) 15.
Einschichtige (=außerhalb der Hofmark liegende) Güter der Hofmarksherrschaft
Pasenbach lagen in den Orten Biberbach, Hebertshausen und Vierkirchen.

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