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Landkreiskarte
Pfarreien im Landkr. Dachau
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In allen Kulturen stellte die Sonnenuhr das erste Zeitmessinstrument dar. Zwischen dem 8. und 15. Jhdt. wurden in Europa an südlich ausgerichteten Kirchenwänden Sonnenuhren errichtet, die sich von den antiken Sonnenuhren ableiten lassen. Meist dienten sie der klösterlichen Zeiteinteilung. Auch nach Erfindung der Räderuhr war die Sonnenuhr noch längere Zeit für das Richten der Räderuhr notwendig. Heute haben
die Sonnenuhren ihre Bedeutung als Zeitmesser längst verloren; Räderuhren
und Funkuhren haben sie abgelöst. Doch die meisten Menschen sind immer
noch von ihnen fasziniert.
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Zur Technik der Sonnenuhr: Der Stab muss parallel zur Erdachse ausgerichtet sein. Das heisst, dass ein Blick in Richtung des Stabes (durch die Kirchenmauer hindurch) in etwa zum Polarstern ginge. Im Dachauer Land bedeutet dies einen Winkel von 48°.
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Auf die Technik solcher sog. erdachs-paralleler Schattenstäbe kamen die Menschen erst in der 2. Hälfte des 15. Jh. Vorher waren es die mittelalterlichen Sonnenuhren mit senkrecht zur Hauswand stehendem Schattenstab. Strahlenförmige Linien in oft gleichen Winkelmaßen ließen keine Stunden, sondern jahreszeitlich bedingt, temporale Abschnitte des Tages ableiten. Kirchliche
Gebetszeiten wie: |
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![]() in Großberghofen |
![]() in Prittlbach |
Aber auch
die erdachsparalleler Schattenstäbe zeigen nicht immer die exakte
Zeit. |
![]() in Sickertshofen |
Noch zwei weitere Gründe sorgen für eine zusätzliche Abweichung von bis zu 16 Minuten: Die Erdbahn (Ekliptik) ist um etwa 23,5° gegen den Himmelsäquator geneigt, die Tageslängen werden dadurch jahreszeitlich verzerrt. Ferner schwankt
der Abstand Erde-Sonne im Laufe des Jahres durch die elliptische
Erdbahn. Dadurch dreht sich die Erde schneller oder langsamer. Ein Tag
im Sinne von Mittag zu Mittag dauert daher im Winter etwas länger als
im Sommer, d.h. die Sonnenuhr läuft im Winter langsamer. |
![]() in Kreuzholzhausen |
![]() in Rumeltshausen |
Und schließlich
kommt noch die Sommerzeit dazu. Richtig geht die Sonnenuhr deshalb nur am 26.Dezember; wegen der Sommerzeit geht sie am 16.April., 14.Juni. und am 2.September genau eine Stunde nach. Aber
auch an diesen Tagen gilt das lateinische Sprichwort: Hans Schertl |
![]() in Pasenbach |
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![]() in Aufhausen |
![]() in Hilgertshausen |
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