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Pfarreien
im Landkreis Detailvergleiche
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St. Sebastian
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Sebastian erschien dann der Christin Lucina
im Traum und wies ihr den Ort; sie holte den Leichnam heraus und bestattete
ihn an der Apostelkirche an der Via Appia, unter der heutigen Kirche San
Sebastiano ad Catacumbas. Sebastian ist der berühmteste Pestpatron.
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![]() in Eglersried |
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Sebastians Verehrung als Martyrer in Rom ist schon im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Seinen gewaltigen Ruf als mächtiger Helfer gegen die Pest begründete aber erst eine Pestepidemie in Rom im Jahr 680. Es hieß, diese Epidemie sei erloschen, nachdem man seine Reliquien durch die Straßen getragen habe. Es gibt im Abendland 60 Pestheilige (darunter in Bayern auch St.Rochus), aber keiner kann sich mit St.Sebastian messen. Über Rom breitete sich
sein Kult nach Afrika, Spanien, Frankreich und Deutschland aus. Die apokalyptische
Pestepidemie in Deutschland um 1349 hat dem Sebastianikult bei uns großen
Auftrieb gegeben. Damals rückte er in den erlauchten Kreis der 14
Nothelfer auf. |
![]() in Albersbach |
![]() in Obermarbach |
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Mit dem Heiligen verband sich auch manches Brauchtum. an seinem Fest am 20.Januar musste das Vieh fasten, damit es vor Krankheit bewahrt werde. Bäume durftn von da an nicht mehr beschnitten werden, da nun der Saft im Stamm zu steigen begann. Man verteilte Sebastianusbrote; das waren die Kletzenbrote, die von Steffl bis Wastl (26.Dez-20.Jan) reichen mussten; den Rest verschenkte man am Sebastianitag. Als Schutz gegen die Pest trug man "Sebastinanspfeile", die an einer Reliquie des Heiligen (in Ebersberg liegt die halbe Hirnschale) anberührt waren Die ältesten Darstellungen des Heiligen in der Kunst finden sich in der Calixtus-Katakombe noch ohne Pfeile, als Jüngling in weißem Gewand. In Deutschland wird er erstmals im 12.Jh in einer Buchmalerei dargestellt. Skulpturen Sebastians kamen nach der erwähnten Pestepidemie von 1349 auf. Damals wurde der Heilige aber noch bekleidet dargestellt, manchmal mit Ritterrüstung und Schwert. |
![]() in Wollomoos |
![]() in Machtenstein |
![]() in Weichs (mit St.Irene) |
Als nur mit einem Lendentuch bekleideter
Märtyrer an einen verdorrten Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt,
kennen wir den Heiligen erst seit dem 16.Jh. Das Gesicht des Heiligen ist in der Regel nicht schmerzverzerrt; der Blick geht meist über den Betrachter hinweg in die Ferne. Es wird nicht das Grausige des Martervorgangs gezeigt, sondern die gelassene Gewissheit des Heiligen, dass ihm die Pfeile nichts anhaben können.
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Attribute: Pfeile, Keulen (selten)
Patron der Brunnen; der Sterbenden, Schützengilden, Soldaten, Kriegsinvaliden,
Büchsenmacher, Eisengießer, Zinngießer, Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer,
Jäger, Polsterer, Kriegsinvaliden, Tuchmacher, Bürstenbinder und Leichenträger;
gegen Pest und Seuchen
Quellen:
Ökumenisches Heiligenlexikon
Paul Werner, Pfeile gegen die Pest, Unser Bayern Nr. 1, 2004
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