Kirchen
und Kapellen im Landkreis Dachau
Kirchen
in der Gem. Altomünster
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Marienkapelle in OBERNDORF bei Altomünster
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Beschreibung Oberndorf, die "obere Siedlung" am
Lauf des Zeitlbachs, wurde urkundlich erstmals um 1260 in einem Urbar
(Güterverzeichnis) des Klosters Altomünster erwähnt. Das
Kloster war der größte Grundbesitzer in Oberndorf. Kirchlich Oberdorf gehört seit alters her zur nahegelegenen Filialkirche Oberzeitlbach der Pfarrei Altomünster. 100 Meter oberhalb des Zusammenflusses der beiden Quellflüsse des Zeitlbachs steht die kleine, durch Lisenen vor allem an der Frontseite stark gegliederte Ortskapelle. Sie ist möglicherweise schon rd. 300 Jahre alt: jedenfall wurde sie 1716 erstmals genannt.
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In dem auf der Mauer über dem Eingang aufsitzenden Dachreiter mit dem Spitzdach hängen keine Glocken mehr.
Ursprünglich soll der hl. Nikolaus
der Patron der Kapelle gewesen sein;
1984 wurde sie nach einer zweijährigen Restaurierung der Muttergottes
neu geweiht. Die Renovierungsarbeiten wurden unter der Leitung von Josef
Seidenschwarz von der Dorfgemeinschaft durchgeführt. Dabei wurde auch die
zu nahe an der Kapelle vorbeiführende Straße verlegt und dem Höhenniveau
der Kapelle angepasst, also tiefer gelegt.
Das Gotteshaus steht unter Denkmalschutz.
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Innenausstattung Mittelpunkt des kleinen Altares ist ein Schrein, in dem die Statue einer Muttergottes mit Kind steht. Links und rechts stehen zwei relativ große Figuren des St. Alto (mit Abstab und Kelch in der Hand) und der St. Birgitta (in der Tracht einer Äbtissin). Sie sind die Patrone der Pfarrkirche in Altomünster. Beeindruckend ist das alte,
barocke Vortragekreuz. Es könnte
noch aus der Zeit stammen, als die Gemeinde Oberndorf noch eigene Prozessionen
durchführte. An der Wänden hängen Kreuzwegbilder. Seinen Ursprung hat der Kreuzweg übrigens im Brauch der Pilger, bei Wallfahrten nach Jerusalem den Leidensweg Jesu nachzugehen. Wenn Sie mehr über die Geschichte des Kreuzwegs und seine Darstellungen in Kirchen des Landkreises erfahren wollen, klicken Sie hier... |
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Zwei Gedenksteine erinnern an die Gefallenen der Weltkriege und an Hofrat Pater Dr. Lorenz Seidenschwarz (der am 26.Juli 1890 in Oberndorf "beim Schuster" geboren wurde und später als Herz-Jesu-Missionar wirkte.
Hans Schertl
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Quellen:
Anton
Mayr, Altoland, 1998
Wilhelm Liebhart, ALTOMÜNSTER KLOSTER, MARKT UND
GEMEINDE, 1999
Festschrift FF-Oberzeitlbach, 2005
6 Bilder: Hans Schertl (2002)
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13.1.2008
10.7.2002