zur Landkreiskarte Kirchen
i.d. Gem.Petershausen
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Filialkirche St. Stephan in OBERHAUSEN
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Geschichte Die Ortschaft Oberhausen wird 1037 als "Rutpreht de Operanhusen" erstmals urkundlich erwähnt. Man nimmt aber an, dass Ort und auch Kirche noch wesentlich älter sind. In den Urkunden der Grafen von Ebersberg taucht Oberhausen erstmals um die Jahrtausendwende auf. Die Kirche St. Stefan in Oberhausen gehört heute zur Pfarrei Steinkirchen (Lkr. Pfaffenhofen). In der Konradinischen Matrikel von 1315 wird sie als Filiale der Pfarrei Haunstetten ("Hausstetn cum Obernhausen") beschrieben. In der Barockzeit wurde noch der hl. Georg als Kirchenpatron verehrt. In der Statistischen Beschreibung des Erzbistums München und Freising von Anton Mayer und Georg Westermayer aus den Jahren 1870 bis 1884 ist im Kapitel über die Pfarrei Steinkirchen als Nebenkirche auch St.Stephanus in Oberhausen enthalten: Im Dorf wohnten damals 52 Seelen (in 8 Häusern). Die Wege zur 1 km entfernten Pfarrkirche seien meist gut, links und rechts der Ilm aber hügelig, schreibt Westermayer. Und weiter über die Kirche: "Erbauungsjahr unbekannt.
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Baubeschreibung
Der schindelgedeckte Turm ist südlich am Chor angebaut. Er dürfte
erst nach 1450 errichtet worden sein. Dabei wurde wahrscheinlich der frühere
Turm auf der Ostseite über dem Altarraum abgebrochen und der Chor umgebaut.
Im Turm hängen zwei kleine Glocken, die zu den ältesten des
Landkreises Dachau zählen. Die größere davon trägt die
Inschrift "paulus anno d. MCCCCXII" (1412). Sie ist auf den Ton
e... gestimmt und hat einen Durchmesser von 41 cm. Diese Glocke dürfte
aus der Werkstatt des Münchner Gockengießers Paulus stammen. Die
kleinere Glocke berichtet uns in gotischen Minuskeln IHS nacarenus rex ludeorum
anno domini MCCCCLXIII" (1463). Sie klingt mit dem Ton b" und hat einen
Durchmesser von 39,5 Zentimetern.
Der Kirchenraum wird durch barocke Ovalfenster erhellt, wie man sie kaum mehr
im Landkreis findet.
Die Sakristei wurde 1713 errichtet. Der Eingang zur Kirche befindet sich an der Langhaus-Nordwestseite.
Quellen:
Dr.Martin v.Deutinger, Die älteren Matrikeln des Bistums Freysing, 1849/50
Anton Mayer /Georg Westermayer, Statistische Beschreibung des Erzbistums München-Freising.
München 1874-1880
Dr. Günther Flohrschütz, Hochmittelalteres Herrenleben im alten Amperland,
Amperland 1991/2
2 Bilder: Horst Lachmann,
Hans Schertl 2
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21.1.2009