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Flurbereinigungskapelle in KLEINBERGHOFEN



B
eschreibung

Die Kapelle wurde im Jahr 1999 erbaut.

Anlass war, wie einer Steintafel unterhalb des Gitters zu entnehmen ist, die Erinnerung an die in den Jahren 1978 bis 1999 durchgeführte "ländliche Neuordnung der Ortsteile Kleinberghofen, Happach, Schluttenberg und Brand".

Der kleine ziegelgedeckte Bau besteht aus einer durch ein Gitter abgeschlossenen Nische und einem offenen Vorraum mit zwei Seitenfenstern. Er ist durch farblich abgesetzte Pilaster gegliedert.

Im Giebeldreieck ist ein Rundfenster mit dem Jesusmonogramm IHS zu sehen. Die Zeichen IHS sind übrigens griechische Buchstaben (das H ist ein Eta) und bedeuten "JHS(OUS)"=Jesus. Andere Deutungen sind: "Jesus, hominum salvator" (lateinisch "Jesus, Erlöser der Menschen") oder auch volkstümlich "Jesus, Heiland, Seligmacher".

Darunter steht die Bitte "Gott schütze unsere Fluren".

Die Kapellennische ist durch ein schönes schmiedeeisernes Gitter gechützt, das zu Andachten geöffnet werden kann.

Dahinter ist ein Kruzifix an der dreiseitig schließenden Wand angebracht.

Die beiden Fenster im Vorraum enthalten Glasbilder des hl.Josef (mit dem Zimmermannsbeil über der Schulter) und der hl.Maria (mit der Lilie als Symbol der Unbeflecktheit in der Hand). Weiße Lilien gelten seit dem Mittelalter als Symbol für Reinheit und Keuschheit. St.Mechthild von Magdeburg betete im 13.Jh: "empfange Herr, deine Bräute und begegne ihnen mit den Lilien der lauteren Keuschheit alle ihre Tage"

St.Josefs-FensterKruzifixMarienfenster
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Interessant ist die Aussage von Bürgermeister Michael Reindl, dass für die Kapelle ein besonderer Standort ausgewählt worden sei. Eine geomantische Kurzanalyse der Landschaftsarchitekten Haase & Söhmisch habe ergeben, dass dieser Platz an einem so genannten kosmischen Einstrahlungspunkt ("Kraft spendend und energiegeladen") liege. Auch frühere Kirchenbaumeister hätten sich der Geomantie, der Lehre, die sich mit besonderen Qualitäten eines Platzes oder Standorts befasst, beim Bau bedeutender Wallfahrtskirchen bedient.

Hans Schertl

Quellen:
Dachauer Nachrichten vom 1.6.2005
6 Bilder: Horst Lachmann (1), Hans Schertl (5)

Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

14.6.2005