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Kirchen
in der Gem. Karlsfeld
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Kapelle St.Maria und Josef (Ludlkapelle) in KARLSFELD
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Die Ludl-Kapelle wurde 1900 als
Andachts- und Feldkapelle an der heute viel befahrenen Münchner Straße
vom Ehepaar Ignaz und Anna Ludl erbaut. Zwischen Planung und Einweihung
vergingen nur 6 Monate.
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Die Kapelle ist im neugotischen Baustil der damaligen Zeit erbaut. Sie ist 9 Meter lang, 5 Meter breit und über 8 Meter hoch. Sechs spitzbogige Fenster geben dem Raum Licht.
Auf dem Altar stand eine Madonnenfigur, die ein Vorfahre der Familie Ludl bei der Säkularisation 1803 um nur 14 Kreuzer aus dem Kirchenschatz des Thierhauptener Klosters ersteigert hatte. Damals wurden Kunstwerke geradezu verschleudert. Assistenzfiguren standen Statuen der Heiligen Anna, der Mutter Marias und des hl.Ignatius von Loyola (1491-1556), dem Gründer des Jesuitenordens, am Altar.
Im Inneren standen 7 Reihen von Kirchenbänken.
Der schmale Dachreiter mit dem offenen Glockengestühl wird durch eine verzierte
Eisenstange von hinten gestützt.
Bemerkenswert ist die alte Kirchentüre mit den kunstvoll verzierten Beschlägen.
Die unter Denkmalschutz stehende Kapelle ist
sanierungsbedürftig. Seit vielen Jahren kann sie nicht mehr benutzt werden.
Die beiden Eigentümer, Nachfahren der Kapellenerbauer, führen Stück
für Stück die Renovierung durch.
weitere Einzelheiten siehe Website der Gemeinde Karlsfeld
Hans Schertl Quellen:
Caroline Schrank, Karlsfeld,
ehemalige Mooskolonie seit 1802, 1984
Liebhart/Pölsterl, Die Gemeinden des Landkreises Dachau, Bd. 2 der Kulturgeschichte
des Dachauer Landes, 1991
www.karlsfeld.de/docs/kirchen/ludl.htm
Dachauer SZ vom 9.9.2002
Katrin Woitsch, Dachauer Nachrichten vom 29./30.Januar 2011
Die Kirche, in der die Zeit still steht, Beilage zu den Dachauer Nachrichten
vom Juni 2011
Bilder: Hans Schertl (3)
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28.6.2011