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Rosenkranz-Kapelle in der Klosterkirche von INDERSDORF


Der Altar in der Rosenkranzkapelle



B
eschreibung

Die Kapelle am südlichen Seitenschiff wurde schon in spätgotischer Zeit als Marienkapelle angebaut. Nach Gründung der Rosenkranz-Bruderschaft von Indersdorf im Jahr 1630 wurde sie dem Rosenkranzgeheimnis geweiht und thematisch entsprechend ausgestattet. Decken- und Wandfresko und vergoldete Reliefs rund um den Altar befassen sich mit dem Rosenkranz. Anfang des 18.Jh (andere Quelle: 1755) wurde die Kapelle, ebenso wie die Klosterkirche im Stil des Rokoko umgestaltet und von Künstlern der Wessobrunner Schule dekoriert.

Der Altar in der Kapelle geht auf Wolfgang Carl zurück (1630). Er wurde 1729 "mit Gold und Farben verziert". Zahlreiche Putten, alle in blassen Farben gehalten, beleben das Gesims. Optischer Mittelpunkt des prächtigen Altars mit seinen gewendelten und glatten Säulen ist ein von einem Stuckvorhang umgebenen Madonnenbild.
Maria sitzt unter einem von Engeln gehaltenen Baldachin und hält das Kind auf dem Schoß. Ihr Haupt ist von 12 Sternen umgeben. Die Engel halten Lilien, die Attribute für die Jungfräulichkeit, in ihren Händen.

Ansicht aus 18.Jh

Zu ihren Füßen knien die Heiligen Dominikus und Katharina von Siena. Dominikus erhält von Maria einen Rosenkranz, Katharina vomJesuskind einen Apfel. Der Orden der Dominikaner setzte sich stark für die Verbreitung des Rosenkranzes ein.                            

Künstlerischer Mittelpunkt der Kapelle ist aber sind die beiden übereinandergelegten Antependien des Altars.   

Für den Besucher sichtbar ist das mit Gold und Silber überzogene barocke Antependium. Es zeigt in einem Relief die Geburt Christi. Links oben der Jerusalem, darunter Hirten mit ihren Herden. Rechts die Häuser der Stadt Bethlehem. In der Mitte der Stall mit Maria und Josef sowie dem neugeborenen Jesuskind. Davor anbetende Hirten.

Dieses barocke Antependium ist auf einem Klapprahmen befestigt.

Wird der Rahmen heruntergeklappt, kommt das ursprüngliche Antependium vor 1729, eine gotische Malerei (auf Kalkbewurf) zum Vorschein.

Sie wurde von 1442 bis 1450 geschaffen und stellt den Tod Mariens dar, ein Thema, das in der Kunst der Gotik häufig abgehandelt wurde (siehe auch Fresken in der Kirche von Glonnbercha). Maria liegt - mit dem Ansgesicht nach rechts gewandt- auf dem Sterbebett. Ihr Sohn Jesus und die 12 Apostel stehen, sitzen oder knieen um das Bett herum. Zwei Engel halten im Vordergrund brennende Kerzen in ihren Händen. Während die meisten Apostel aus der Bibel lesen, besprengt Petrus (obere Reihe, dritter von links) die Sterbende mit Weihwasser. Ein Apostel trägt ein Weihrauchfass. In Vordergrund steht Apostel Johannes, erkennbar am fehlenden Bart, und hält die Hände von Maria.

Oben links, nahe dem Kopf von Maria, ist Christus zu sehen. Mit der rechten Hand segnet er seine


Mutter. Auf seinem linken Arm sitzt die Seele Mariens in Gestalt eines gekrönten Kindes. Die Seele besitzt keine Flügel; sie wird von Christus in den Himmel gertragen (Bild links).
Die Darstellung der Seele in Form eines nackten, kleinen, nicht nach dem Geschlecht unterschiedenen Menschen war schon in vorchristlicher Zeit (Etrusker,Römer) verbreitet. Die christliche Kunst hat diese Darstellung übernommen.

Nördlich der Alpen wurde die Seele bis zum 16.Jh ohne Flügel abgebildet und jeweils von Engeln oder von Christus (hinauf)getragen. Auf späteren Bildern fliegt die Seele auch selbst zum Himmel empor.

Die Malerei stammt wohl von einem Münchner Meister. Der Kopftypus der Maria auf dem Bild begegnet mehrmals an Gemälden im bayerischen Nationalmuseum (Bezold/Riel, Kunstdenkmale des Königreichs Bayern, 1893).

Im Altarauszug ist die Heilig Geist-Taube auf blauem Untergrund vor einem Strahlenkranz und Gewölk figürlich dargestellt. Um den Auszug herum sind Engel gruppiert, die in ihren Händen vergoldete Schilde halten, auf denen symbolartige die 15 Rosenkranzgeheimnisse zu sehen sind.
Links ist auf dem vergoldeten Schild das fünfte Geheimnis aus dem schmerzensreichen Rosenkranz: "Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist" dargestellt.

Vor dem Altar ist noch das Speisgitter, die Kommunionbank zu sehen. Die Docken sind in Form von Putten gehalten.

Reliquien

In der Predella des Altars sind hinter Rokokoschreinen neben 91 weiteren kleineren Reliquien die reich geschmückten Häupter der Heiligen Faustus und Fortunatus zu sehen. Sie wurden 1741 in den Altar eingefügt. Es handelt sich dabei um sog. Katakomben-Heilige. Der Indersdorfer Chorherr Georgius Penzl (1697-1748) beschreibt in seiner Chronik des Klosters Indersdorf, wie die Häupter der Heiligen und die Reliquien des in der Klosterkirche liegenden Heiligen Felix nach Indersdorf gebracht wurden.


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Danach wurden sie von dem früheren Bäckermeister Adam Schönmayr aus Erding nach Indersdorf gebracht. Schönmayr hatte seinen Bäckerberuf aufgegeben und sich dem Reliquienhandel zugewandt. Für seine Bemühungen erhielt er rund 160 fl., den Wert eines Bauernhofs. Davon wird der größte Teil des Geldes in Rom geblieben sein, auch wenn damals (wie auch von Penzl) argumentiert wurde, es handle sich dabei nicht um einen Kaufpreis, sondern lediglich um die Erstattung von Auslagen. Die Reliquien mussten erst in Freising bestätigt werden. Dann wurden sie am 14.Dezember 1736 mit Fuhrwerken über Straßbach nach Indersdorf gebracht. Penzl schreibt in der Chronik (Nr. 1169),
  "um 1/2 8 Uhr bot sich den Augen ein wunderschöner Regenbogen als Schauspiel dar, der bei den Siechenhäusern in gewohntem Kreisbogen anstieg und beim Öz, dem ersten Haus in Indersdorf wiederum abzusteigen schien. Ich will nicht behaupten, dieses Leuchten sei an sich wunderbar gewesen, weil ich schon erwähnt habe, dass es ein Regentag war. Darüber hinaus füge ich bei, dass die aufgehende Sonne von Ost nach West ihre Strahlen sandte, wie eben von Natur aus ein Regenbogen entstehen muss oder kann. Jedenfalls war der Anblick großartig, weil das Kloster ganz nahe schien und die vorher an diesem Ort und so von den Unseren beobachtet worden ist. ..... Danach wurden die Reliquien mit aller Ehrerbietung unter dem Böllern der Mörser und dem Geläut der Glocken von Glonn, Indersdorf und unserer Kirche eingeholt.

Die Reliquien mussten danach gefasst werden. Dies wurde in München Thalkirchen gemacht. Der Heimtransport 1741 war wiederum eine Festlichkeit besonderen Ausmaßes. Bei Straßbach wurde ein kleines Haus mit Tragaltar gebaut, in dem die Gebeine in der Nacht vor der Translation, der feierlichen Überführung aufgebahrt wurden. Nachtwachen waren eingerichtet. In Indersdorf war alles geschmückt und mit gemalten Pyramiden , Schilden, Inschriften, Statuen der Heiligen Julius und Innocenz insgesamt ein wie Penzl schreibt, "heiliges Theater" aufgeführt.

Figuren neben dem Altar

Neben dem Altar stehen in Höhe des Altarblatts zwei Heiligenfiguren in Wandnischen unter muschelbesetzter Kalotte.
Es sind Figuren der Heiligen Sebastian am Marterbaum von Pfeilen durchbohrt und von Johannes Nepomuk mit einem Kruzifix und dem Märtyrerpalmzweig in den Händen.
Hinweise: Sebastian war im 3.Jh.ein Offizier der kaiserlichen Garde, der auf Befehl des Kaisers Diokletian mit Pfeilen durchschossen wurde. Er erholte sich aber durch die Pflege der Witwe des

  Märtyrers Kastulus, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen. Auf seine Anrufung hin, soll eine Pestepidemie abgewendet worden sein. Der heilige Sebastian wird deshalb als Pestpatron und -der Pfeile wegen- als Patron der Schützenbruderschaften verehrt.
Johannes aus Pomuk, "ne Pomuk", war Ende des 14.Jh Generalvikar des Erzbischofs in Prag und machte sich wegen seines energischen Auftretens für die Rechte der Kirche beim König Wenzel unbeliebt. Der ließ ihn am 20. März 1393 gefangen nehmen, foltern, brannte ihn selbst mit Pechfackeln, ließ ihn durch die Straßen schleifen und schließlich in der Moldau ertränken. Die Legende berichtet, der eigentliche Grund sei gewesen, dass Johannes, der Beichtvater der Königin war, dem König keine Auskunft über die Sünden seiner Frau gab. Der Fundort der Leiche wurde durch eine Erscheinung von 5 Sternen geoffenbart. Sein Denkmal auf der Prager Karlsbrücke, das 1693 errichtet wurde, machte ihn zu einem der wichtigsten Brückenheiligen.Johannes wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heilig gesprochen und war deshalb während der Barock- und Rokokozeit als moderner Heiliger häufig abgebildet worden.


Gemälde

An der Wand und an der Decke sind Gemälde von Matthäus Günther (1758) zu sehen, die die Rosenkranzspende an St.Dominikus (Decke) und die Vorbereitung auf einen seligen Tod darstellen:

Auf dem Deckengemälde (Bild unten) thront Maria mit dem Jesuskind, das auf der Weltkugel steht. Sie reichen dem hl. Dominikus und der hl. Katharina von Siena Rosenkränze. Nach der Legende empfahl Maria dem hl. Dominikus das Rosenkranz als Waffe gegen die Irrlehre der Albigenser und gegen die ungläubigen Türken. Mehr über die Geschichte des Rosenkranzes finden Sie hier...

Im Hintergrund ist die Seeschlacht von Lepanto (1571) angedeutet, bei der die Christen gegen die Türken einen (der wenigen) glänzenden Siege errungen haben, weil Papst Pius V. den Rosenkranz für den Sieg gebetet hat (...mehr über Pius V. ....). Links im Vordergrund sieht man Standesvertreter der Rosenkranzbruderschaft, die sich um einen Altar versammelt haben (Ritter, Chorherr und ein Bürger).

Zu Füßen des Altars kniet ein einfacher Mann mit dem abgenommenen Hut in der Rechten und einem Pilgerstab in der linken Hand, der hinaufschaut zur Muttergottes. Es handelt sich um ein Selbstbildnis des Malers Matthäus Günther. Auf dem Hemdkragendie Signatur "M.G.1758". Über ihm, in weißem Gewand der damalige Propst Gelasius Morhart.

Auf der rechten Seite ist das Fegefeuer zu sehen. Die Errettung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer war eines der besonderen Anliegen der Rosenkranzbruderschaften und späteren Stundenbruderschaften. Darüber -in Höhe der Gottesmutter- sitzen auf Wolken die zwei Dominikanerheiligen Vinzenz Ferrer und Thomas v.Aquin. Aus einem Kelch fließt das Blut Christi in das Fegefeuer; ein Engel schüttet den Armen Seelen aus einem Füllhorn weiße, rote und goldfarbene Rosenkränze hinab, als Zeichen des freudenreichen, des schmerzhaften und des glorreichen Rosenkranzgebets, die das Bruderschaftsmitglied einmal in der Woche beten musste.
  Hinweis: Der Name Fegefeuer geht auf das mittelhochdeutsche Wort fegen für reinigen zurück (mittellateinisch purgatorium). Nach Papst  Gregor d. Großen (540-604) ist es der Ort, an dem die  Seelen Verstorbener durch zeitlich begrenztes Feuer, Eis oder Wasser von ihren lässlichen Sünden gereinigt werden. Nach katholischen Glauben können Menschen durch Gebete und die Feier von Seelenmessen die Aufenthaltsdauer einer Seele  im Fegefeuer verkürzen. Die protestantischen Kirchen lehnen die Lehre vom Fegefeuer ab.


Wandgemälde

Das Wandgemälde (Bild rechts) mit dem Thema Vorbereitung auf einen seligen Tod zeigt einen Sterbenden, ein Mitglied der Rosenkranzbrucerschaft, auf seinem Lager, mit einer brennenden Sterbekerze in der Hand.

Hinter ihm steht der Tod als Gerippe, der einen Pfeil zückt und eine große Uhr hochhält. Am Fußende ist der geflügelte Teufel zu erkennen, der sich vergeblich müht, noch Zutritt zur Szene zu bekommen. Er ist von Schlangen umwunden, die sich gegen ihn und sich selbst wenden; eine Darstellung der Gewissensbisse.

Neben dem Bett stehen der Schutzengel und ein Priester, der dem Sterbenden die Absolution erteilt. Auf anderen Bettseite kniet ein Chorherr und liest Sterbegebete.

Im Hintergrund betet ein Bruderschaftsmitglied am Altar den Rosenkranz.

Über allem thront auf einem von Engeln umschwebten Gewölk die gekrönte Gottesmutter. Sie hat das Jesuskind auf dem Schoß, das einen Rosenkranz in den Händen hält.

 


In der Kapelle (derzeit auf der Galerie) befinden sich noch drei schöne Darstellungen der Muttergottes im Rosenkranz auf Stangen, die bei den Prozessionen der Rosenkranzbruderschaft mitgetragen wurden. Die Perlen des Rosenkranzes sind als Rosen gestaltet. Die Farben der Rosen orientieren sich an den Symbolfarben des Rosenkranzes (weiß für den freudenreichen, rot für den schmerzhaften und gelb/gold für den glorreichen Rosenkranz). Wenn Sie noch andere Rosenkranzmadonnen in den Kirchen des Landkreises sehen möchten, klicken Sie hier....  

 

Figur und Gemälde an der Südwand

An der Südwand steht hoch oben in einer Nische eine überlebensgroße, aus dem 15.Jh stammende spätgotische Madonna mit Kind. Sie steht, in ein faltenreiches rot-blaues Gewand gehüllt, auf einer silbernen Mondsichel. Das Jesuskind liegt quer über die rechte Seite von Maria, als solle es dem Betrachter präsentiert werden.
Hinweis: Die Mondsichel erinnert an Maria als der Frau aus der Offenbarung des Johannes (Offb 12,1) "von der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füßen. Die Madonna wurde 1704 restauriert und im 20.Jh modern überarbeitet.

Zu beiden Seiten der gotischen Madonna hängen Leinwandbilder von Petrus und von Maria Magdalena innerhalb eines Stuckrahmens. Sie stammen nach ihrem Malstil wahrscheinlich aus der 2.Hälfte des 19.Jh.
Maria Magdalena -in wallendem Gewand- sitzt vor einem Felsen, auf dem ein Totenschädel liegt. Neben dem Felsen erhebt sich ein leeres Keuz. Magdalena legt ihre linke Hand auf den Totenschädel und blickt in den Himmel, wo zwei Englein schweben und die Szene betrachten. Der Totenkopf ist Symbol für die Vergänglichkeit des Irdischen, dem sich der Büßende abgewandt hat.

 

 


Kreuzpartikel

Die Rosenkranzbruderschaft besaß auch ein besonders wertvolles Kruzifix mit einem Kreuzpartikel, das in der Rosenkranzkapelle aufbewahrt war. Der Indersdorfer Chorherr Georgius Penzl (1697-1748) schildert in seiner Chronik des Klosters Indersdorf, wie diese echte Kreuzpartikel im Jahr 1730 von Italien nach Indersdorf kam. Sie sei von Papst Urban VII, über die Kardinäle Franciscus Barberini und Alderano Cybo, Pater Thomas von Spoleto und vielen weiteren Stationen 1729 zu Augustin Michel aus Arnbach gelangt, der sie der Rosenkranzkapelle vermachte. Sie wurde am 6.September 1730 von Freising anerkannt. Die Zahl und die Stellung der früheren Besitzer sollte den Wert und die Bedeutung der Reliquie steigern.
Die Partikel wurde in ein silbernes Kreuz eingefügt, das von der Münchner Reliquienfasserin Maria Josepha Antonia Kroninger (die auch die Reliquien in St.Jakob, Dachau verziert hat) mit Kleinodien und Edelsteinen, teils echten, teils Imitaten geschmückt wurde. Penzl beschreibt in seiner Chronik das Kreuz sehr eingehend:
  Die Mitte nimmt die Kreuzpartikel selbst ein, oben am Kreuz ein echter Dorn von der Krone Christi.
Darunter Reliquien der Heiligen Joh.Baptist, Augustinus, Martin, Emmeram, Ulrich, Petrus, Markus, Thomas und Laurentius.
Ob sich dieses Kreuz noch im Besitz des Klosters oder der Pfarrei befindet, konnte ich nicht ermitteln.


Heiliges Grab

Von Karfreitag Nachmittag bis Karsamstag Mittag ist am Altar in der Rosenkranzkapelle hinter der den Altar umgebenden Balustrade ein eindrucksvolles Heiliges Grab aufgebaut.

Der Brauch des "Hl.Grabes" und des sog. "Graberlschauns" stammt aus der Barockzeit und diente der Veranschaulichung des Heilsgeschehens.Der Besuch der Heiligen Gräber gehört für viele Menschen zu den schönsten Kindheitserinnerungen.
Der religiöse Brauch, in katholischen Kirchen ein Heiliges Grab zu errichten, geht auf das frühe Mittelalter zurück. Angeregt von den damals häufiger werdenden Pilgerfahrten nach Jerusalem schuf man vielerorts in einer Seitenkapelle oder Krypta Andachtsstätten zur "ewigen Anbetung", wobei die Gläubigen im Gebet Wache hielten bis zur Auferstehungsfeier.
Wenn Sie sich die übrigen "Heiligen Gräber" in den Kirchen des Landkreises anschauen wollen, klicken Sie hier....

Hans Schertl

Quellen:
siehe Hauptseite
16 Bilder: Hans Schertl

Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

19.3.2008


Pius V. 
Pius V (1504-1572) arbeitete Zeit seines Lebens für die Inquisition und war schließlich Großinquisitor. 1566 wurde er zum Papst gewählt. Pius war ein frommer Asket und ein Reformer von Verwaltung, Katechismus, Brevier und Messbuch,  bekämpfte leidenschaftlich die Simonie (Erblichkeit der geistlichen Ämter) und verfocht den Zölibat (Ehelosigkeit der Priester) . Er trat hervor durch repressive Maßnahmen gegen Andersdenkende, unterstützte die französischen Katholiken in ihrer Verfolgung der Hugenotten, vertrieb zahlreiche Juden aus dem Kirchenstaat, strafte schonungslos jeden Ketzer und zerstörte den Protestantismus in Italien. Seinen Gebetsbemühungen wird der wunderbare Seesieg über die Türken bei Lepanto am 7. Oktober 1571 zugeschrieben. Insgesamt wohl kein Vorbild für die heutige Zeit.