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St.Leonhard |
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Als Erwachsener
verweigerte er demnach die ihm angebotene Übernahme eines Bistums, zog sich
in die Einsamkeit des Waldes bei Limoges zurück, predigte von seiner Zelle aus
und heilte die zu ihm kommenden Krüppel und Hilfsbedürftigen. Regelmäßig
besuchte er die Gefangenen und erreichte für viele bei König Chlodwig (oder
Chlotar I. ?) ihre Freilassung. Viele Gefangene riefen auch den Namen Leonhards,
worauf sofort ihre Fesseln abfielen, die sie dann als Freie dem Einsiedler brachten.
König und Königin zogen eines Tages zur Jagd in diesen Wald; Leonhard hörte
die Königin klagend rufen, da sie in Wehen lag. Auf Bitten des Königs betete
Leonhard am Lager der Königin, und sie schenkte einem ersehnten Knaben das Leben.
Der König wollte Leonhard mit Gold und Silber beschenken; dieser bat aber nur
um so viel Waldgelände, wie er mit seinem Esel in einer Nacht umreiten könne.
Leonhard gründete das Kloster Noblat bei Limoges in seinem Waldstück, wo er
starb und auch weiterhin verehrt wurde.
![]() in Puchschlagen |
![]() in Einsbach mit Gefangenem |
![]() Schlussstein im Gewölbe von Amperpettenbach |
![]() in Niederroth als Abt |
Leonhard wurde seit dem 11. Jahrhundert besonders in Bayern verehrt, über 150 Wallfahrten fanden unter seinem Namen statt, auch heute gibt es noch über 50 Leonhardi-Wallfahrten, meist mit Pferde-Ritten. Er galt ursprünglich als Schutzpatron derer, "die in Ketten liegen", also der Gefangenen - und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete; nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Haustiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete. Manche der St.Leonhard geweihten Kirchen sind mit Ketten umspannt, so in Bad Tölz.
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![]() in Westerndorf mit Gefangenen |
![]() in Haimhausen |
| Am Leonhardstag werden Tiersegnungen vorgenommen. In Inchenhofen befindet sich der 125 kg schwere Leonhards-Nagel, den man ab dem 15. Jahrhundert zum Zeichen der Buße rund um die Kirche trug. Seit 1718 wird im bayerischen Tölz der "Leonhardsritt" begangen, seit 1994 auch wieder der traditionelle, grenzüberschreitende Leonhardi-Ritt von Neukirchen im Oberpfälzer Wald nach Uhliste in der Tschechei. Im 19. Jahrhundert erreichte die Verehrung in Bayern ihren Höhepunkt; man nannte ihn den "bayerischen Herrgott" oder den "Bauernherrgott"; in Bayern gehört Leonhard auch zu den 14 Nothelfern. | ||
![]() St.Leonhard rechts |
![]() in Dachau-St.Jakob mit Tieren, Gefangenen u.Ketten |
![]() in Giebing mit angelegten Ketten |
![]() in Inhausen als Abt |
Attribute: als Mönch oder Abt mit Kette,
Pferde und Ochsen, Gefangene befreiend
Patron der Bauern und des Viehs, vor allem der Pferde, der Ställe, Stallknechte,
Fuhrleute, Schmiede, Schlosser, Lastenträger und Böttcher, Obsthändler, Bergleute;
der Wöchnerinnen, Gefangenen; für alle Anliegen der Bauern, gute Geburt; gegen
Kopfschmerzen, Geistes- und Geschlechtskrankheiten
![]() in Pasenbach |
![]() Altarbild in Sigmertshausen |
![]() in Ebertshausen |
![]() in Odelzhausen |
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