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Landkreiskarte
Kirchen
in Altomünster
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Kapelle im Seniorenwohnheim Altoland in ALTOMÜNSTER
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Das Altenheim der Sozialservice-Gesellschaft
des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) liegt in der Nähe des Bahnhofs
Altomünster.
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Innenausstattung
Die frühchristliche Kunst hat die Alpha- und Omegazeichen auch auf Christus bezogen um die von den Arianern bestrittene Wesensgleichheit (Göttlichkeit) von Christus mit Gottvater zu betonen. Tabernakel mussten von 400 Jahre lang, von 1564-1966, immer auf dem Altar aufgestellt werden. Seit dem II.Vat. Konzil werden in modernen oder modernisierten Kirchen Tabernakel häufig in die Wand eingelassen oder stehen wie hier in dieser Kapelle frei auf einer Säule. |
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| Das
Bild an der rechten Wand
erinnert an die Patronin der Kapelle, die hl.Anna. Auf dem Gemälde
werden St.Anna, Maria und das Jesuskind abgebildet. Es ist eine Form des
Bildtypus' "Anna selbdritt". Vor dem Hintergrund einer Gebirgslandschaft sitzt die noch relativ junge St.Anna auf einem Stein. Auf ihrem Schoß hat ihre (schon erwachsene) Tochter Maria Platz genommen, die sich zu ihrem Kind niederbeugt. Der Jesusknabe wird durch die Berührung der Mutter beim Spiel mit einem Lämmchen unterbrochen und blickt fragend zu seiner Mutter hinauf. Das Lamm soll natürlich an das Lamm Gottes erinnern, als das Jesus später von Johannes dem Täufer bezeichnet werden wird. |
Hinweis: Anna und Joachim waren nach apokryphen (den nicht anerkannten) Evangelien des 2. bis 6. Jahrhunderts die Eltern der Maria und somit die Großeltern von Jesus. Die beiden Heiligen wurden schon in den Legenden der frühchristlichen Zeit dargestellt; erst seit dem 6. Jh wird Anna als Marias Mutter verehrt. Die legendäre Lebensgeschichte ist dem alttestamentlichen Vorbild von Hanna und ihrem Sohn Samuel (1. Samuel 1-2) nachgezeichnet: erst nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe soll Anna ihre Maria geboren haben. Nach der Legenda Aurea aus dem 12.Jh hatte die betagte Anna nach Joachims Tod noch zwei weitere Ehemänner. Das Motiv der Anna selbdritt kam erst im 15. Jh. nach Bayern, kurz bevor Papst Sixtus IV. 1481 den Festtag der Anna in den römischen Kalender aufnahm. Die Verehrung Annas als Mutter der Jungfrau Maria erreichte damals ihren Höhepunkt. Meist sind die Anna selbdritt-Darstellungen -anders als hier in Altomünster- anachronistische Bilder, weil Maria selbst als Kind oder als junges Mädchen gezeigt wird.
Kreuzigungsgruppe
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In der Nähe des Altars ist eine Kreuzigungsgruppe von hoher künstlerischer Qualität an der Wand angebracht. Es stammt aus der 2.Hälfte des 18. Jh. Wie seit der Barockzeit üblich, wird Christus als Verstorbener dargestellt. Sein von einem dreistrahligen Heiligenschein umgebenes Haupt ist geneigt; die Seitenwunde, die ihm nach dem Tod zugefügt wurde, ist deutlich sichtbar. Die Lage der Seitenwunde wird in der Bibel nicht beschrieben. Bei Johannes (19,34) heißt es nur, "einer der Kriegsknechte durchbohrte seine Seite mit einem Speer". Das hatte den Zweck zu prüfen, ob Jesus schon tot war. Bei Toten sammelt sich im Herzen Wasser. Deshalb heißt es auch in der Bibel: "und sogleich flossen Blut und Wasser heraus." Nach mittelalterlicher Deutung konnte es nur die rechte, die gute Seite sein, durch die Blut und Wasser als Hinweis auf die kommenden Sakramente der Eucharistie und der Taufe auf die Menschheit herabströmte. Auch wenn die Menschen natürlich wussten, dass das Herz auf der linken Seite des Menschen schlägt. |
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| Unter dem Kruzifix
steht die Figur einer Mater dolorosa.
Ihr Haupt ist mit einem Tuch bedeckt. Sie hält zum Zeichen der
Trauer ihre Arme über der Brust gekreuzt. Der Bildtypus der Mater Dolorosa
entwickelte sich schon im Mittelalter und bezieht sich direkt auf das aus
dem 13. Jh stammende Gedicht "Stabat mater", das die Gottesmutter
in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt: Christi Mutter stand mit Schmerzen,
bei dem Kreuz und weint von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing. Das Lied
wurde vielfach vertont; es ist auch im Gotteslob unter Lied Nr. 584 zu finden.
In der Brust von Maria steckt ein langes Schwert. Dieses Schwert erinnert an die Aussage des greisen Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel: "Dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen" (Luk.2, 22-35) |
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Muttergottesfigur An der linken Seite steht auf einem konischen Sockel eine moderne, ungefasste Muttergottesfigur. Maria, in einen weiten, über den Kopf gezogenen Umhang gekleidet, breitet ihre Hände aus. |
Nebenraum
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Die
Kreuzwegbilder sind kleine
Holztafeln mir Reliefbildern. Sie zeigen in Szenenausschnitten von symbolhafter
Einfachheit die vierzehn Leidensstationen Jesu auf seinem Weg nach Golgotha.
Seinen Ursprung hat der Kreuzweg übrigens im Brauch der Pilger, bei Wallfahrten nach Jerusalem den Leidensweg Jesu nachzugehen. Als die heiligen Stätten wegen der arabischen Besetzung von Jerusalem nicht mehr gefahrlos besucht werden konnten, hat man bei uns Kreuzwege im Freien gebaut. Ab 1730 wurden die Kreuzwegstationen in Form von Bildern in die Kirche geholt. |
Quellen:
Dachauer Nachrichten vom 23. Januar
2012 (Einweihung)
Frau Graf, 2011 (Einrichtung aus alter Kapelle)
10 Bilder: Hans Schertl
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24.1.2012