Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau                    Kirchen i.d.Marktgem. Altomünster

Marienkapelle in HUMERSBERG

   

Navi-Adresse: 85250 Altomünster, Humersberg 1
Lage der Kirche auf der Landkarte ...

Beschreibung

Humersberg wurde um 1260 als "Humbrehtesperge" (Niederlassung des Humbert) erstmals urkundlich im Urbar (Grundbuch) genannt. Das Dorf mit seinen früher acht, seit 1768 noch sechs Anwesen gehörte schon immer zum Kloster und zur Pfarrei Altomünster.

Beim Schwedeneinfall am 24. April 1632 (von 8 Bauern überlebten 2) und durch das Wüten der Pest ein Jahr später wurden alle Bewohner getötet. Das Birgittenkloster als Grundherr warb damals neue Untertanen aus Samerberg bei Rosenheim an (so wie auch das Kloster Kühbach für  Wollomoos oder das Kloster Indersdorf für Ottmarshart).

Die kleine Marienkapelle liegt am Rande des "Schneidergartens".
Sie wurde anlässlich des Europäischen Denkmalschutzjahres auf Betreiben des Kreisheimatpflegers Josef Kreitmeir von der Ortsgemeinde renoviert. Die Weihe war am 3. August 1975.

Wann die Kapelle erbaut wurde, ist nicht bekannt. Sie dürfte aber im 19.Jh entstanden sein.

Die jetzige Kapelle besitzt einen dreiseitig geschlossenen Chor. Auf dem Dach sitzt ein achteckiger Dachreiter (Türmchen), in dem eine Glocke hängt. 

Die Fassade ist durch einen profilierten Giebel gestaltet.

Innenausstattung

Auf dem einfachen, in den Chorschluss eingebauten Altar im Innern stehen unter dem Kreuz an der Rückwand
eine Marienfigur und die Statuen der Heiligen Leonhard (rechts) und Florian (links).  

Die gesamte Einrichtung stammt aus dem 20. Jahrhundert.

In der Kapelle finden Rosenkranzandachten statt.

 

Hans Schertl

Quellen:

Anton Mayr, Altoland, 1998
Wilhelm Liebhart, ALTOMÜNSTER KLOSTER, MARKT UND GEMEINDE, 1999
2 Bilder: Horst Lachmann (1), Hans Schertl (1)

Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür

7.7.2005

20.6.2002