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Kirchen
in der Gem.Haimhausen
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Hofkapelle in HÖRGENBACH
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Beschreibung Die Hofkapelle beim "Jackerbauern" im Weiler Hörgenbach, zwischen Westerndorf und Biberbach gelegen, wurde wahrscheinlich an der Schwelle des 18. zum 19. Jh. errichtet.
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Die junge Frau stammte aus einem Hof, auf dem
es ebenfalls eine Privatkapelle gab.
Im Jahr 1985 ließen die jetzigen Besitzer, Fam. Wildgruber, die Kapelle
von Grund auf renovieren.
Die Ortschaft Hörgenbach gehört seit alters her zur Pfarrei Vierkirchen.
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Der Kreuzwegbilder sind neueren Datums. Seinen Ursprung hat der Kreuzweg übrigens im Brauch der Pilger, bei Wallfahrten nach Jerusalem den Leidensweg Jesu nachzugehen. Wenn Sie mehr über die Geschichte des Kreuzwegs und seine Darstellungen in Kirchen des Landkreises erfahren wollen, klicken Sie hier... |
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Ortsgeschichte
Der Weiler Hörgenbach (Horaginpach= Siedlung am versumpften Bach")
gehört wahrscheinlich zu den frühest erwähnten Siedlungen in
der Gegend. Prof. Dr.Liebhart wies in einem Artikel der Zeitschrift Amperland
darauf hin, dass sich im Bestand der Urkunden des Hochstifts Freising eine lateinische
Schenkungsurkunde vom Jahr 809 erhalten hat, in der Hörgenbach genannt
ist. Dort heißt es, dass die Priester Oadalgrim und der Diakon Hroadant
im neunten Jahr des glorreichen Kaisers Karl (=Karl der Große) dem Freisinger
Dom einen Grundbesitz in Horaginpach mitsamt den beiden weiblichen Leibeigenen
Enisa und Pliddrud stifteten. Bei dieser Stiftung waren als Zeugen Bischof Atto
von Freising (783-811), elf Domgeistliche, darunter der spätere Bischof
Hitto und der Schreiber Tagabert sowie die drei Laien Ligiuuin, Heriperht und
Hisker anwesend. Die Zeugen niederer Herkunft
waren nach einem typisch baierischen Brauch an den Ohrläppchen
gezogen worden (testes per aures tracti),
damit sie sich später besser an das Rechtsgeschäft erinnern konnten.
Zwar ist nicht ganz sicher, ob es sich um das Hörgenbach bei Westerndorf
oder um das Hörgenbach bei Hirtlbach handelt. Die Ortsnamenforschung vertritt
aber die Auffassung, dass in der Urkunde das auf dieser Seite beschriebene Hörgenbach
gemeint war.
Weiteres zur Ortsgeschichte finden Sie in einem Zeitungsbericht von Siglinde Haaf (siehe unten)
Hans Schertl
Quellen:
Mathias Steinberger, Die
Pfarrei Vierkirchen, 1879
Theodor Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts
Freising, 1909 (Nr.294)
Prof.Dr.Wilhelm Liebhart, Zur Geschichte von
Hirtlbach, Hörgenbach und Neusreuth, Amperland 2001/3
Fam.Wildgruber, Hörgenbach, 2002
Siglinde Haaf, Landkreisanzeiger Dachau v. 13.6.2009
4 Bilder: Hans Schertl (2002)
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13.6.2009
Jackerbauernhof feiert 1200-jähriges Jubiläum
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älteste Hofstelle im Landkreis Dachau feiert in diesem Jahr (2009) ihren
1200. Gründungstag. Noch heute ist der Jackerbauernhof in Hörgenbach ein Zwei-Höfe-Ort im Gemeindegebiet Haimhausen. Eine Hofkapelle aus dem 18.Jahrhundert zeugt noch von der vergangenen Zeit. Auf Wunsch einer jungen Bäuerin, die in den Hof einheiratete, wurde sie damals errichtet. Altbauer Franz Wildgruber hat sie vor einigen Jahren in mühevoller Eigenleistung renoviert. Jeder Quadratmeter auf dem neu gebauten Anwesen liegt meterweise auf uraltem Mauerwerk. , "Beim Bau unseres Wohnhauses stießen wir ständig auf alte Mauern und Steine", erinnert sich der Franz Wildgruber. Vor 15 Jahren hat er mit seiner Ehefrau Maria den Hof an den Sohn Michael und die Schwiegertochter Irmgard übergeben. Die drei Kinder Therese, Sophia und Lausbub Maxi bringen Leben in das geschichtsträchtige Anwesen. Das Elternhaus von Franz Wildgruber stammte noch aus dem Jahr 1825 und wurde 1991 abgerissen. Zur Zeit der Gründung am 16. Mai 809 war der Hof in "Horaginpach" im Besitz der |
bischöflichen
Kirche in Freising und umfasste etwa die Größe des gesamten heutigen Landkreises
Freising. 500 Jahre später wurde der Besitz 1308 in einem Einkünftebuch
des Bischofs Emicho zu Freising erwähnt. Bereits zu dieser Zeit leistete
der Pächter seine Abgaben in Form von Münzgeld, während andere Höfe in der
Umgebung in Naturalien bezahlten. Bis 1600 ist in den alten Büchern nicht
mehr erwähnt, als die Namen der jeweiligen Pächter und die Zuteilung des
Besitzes an das bischöfliche Schloss in Ottenburg. Dass in der Abgabenaufstellung neben 10 Stiftpfennigen auch ein Fastnachtshuhn gefordert wurde, ist ein Hinweis auf Leibeigenschaft. Gegen Gewährung von militärischem und juristischem Schutz hatte der Leibeigene Abgaben zu leisten. Darunter fiel auch die Leibhenne oder das Fastnachtshuhn. 1628 übergab Adam Hintermeier das Gut seiner Tochter Barbara und deren Ehemann Georg Kottendreier von Westerndorf gegen 2800 fl (Florentiner Gulden). Das war für die damalige Zeit eine hohe Geldsumme und zeugt von großem Wohlstand des Bauern. |
Der 30jährige Krieg ruinierte und verwüstete den Hof und Kottendreier übergab
nach einem mühsamen Wiederaufbau an seine Tochter Katharina, die Simon Lechner
von Winhofen heiratete. Ab 1700 hieß die neue Besitzerfamilie Wagner. Aus
Jakob Wagner rührt vermutlich der Hausname "Jackerbauernhof" her, der somit
fast 300 Jahre alt ist. Durch Einheirat von Franz Wildgruber, der 1790 eine
Wagner-Witwe heiratete, gelangte der Hof in die Hände der Familie Wildgruber,
die ihn noch heute besitzt. Längst ist die Leibeigenschaft vorbei und Michael Wildgruber führt einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb mit Bullenmast. Tatkräftig unterstützt ihn seine Frau Irmgard, die selbst auf einem Hof aufgewachsen ist, bei der Feld- und Stallarbeit. Friedlich liegt die Hofstelle auf einer Anhöhe und die ganze Familie wirkt zufrieden und ausgeglichen. Fast möchte man meinen, die Hofgründer hätten vor 1200 Jahren einen besonderen Ort ausgewählt, dessen Harmonie auf seine Bewohner ausstrahlt. |