Der Brauch des "Hl.Grabes" und des sog. "Graberlschauns" stammt aus der Barockzeit und diente der Veranschaulichung des Heilsgeschehens. Der Besuch der Heiligen Gräber gehört für viele Menschen zu den schönsten Kindheitserinnerungen. Der religiöse Brauch, in katholischen Kirchen ein Heiliges Grab zu errichten, geht auf das frühe Mittelalter zurück. Angeregt von den damals häufiger werdenden Pilgerfahrten nach Jerusalem schuf man vielerorts in einer Seitenkapelle oder Krypta Andachtsstätten zur "ewigen Anbetung", wobei die Gläubigen im Gebet Wache hielten bis zur Auferstehungsfeier.

Glaskugeln wurden mit farbigem Wasser gefüllt; hinter ihnen Öllampen oder Kerzen angezündet. Dadurch entstand eine magische, theatralische Wirkung. Nach einer Aussage von Pfarrer Langenberger aus Dachau haben die Glaskugeln die gleiche Bedeutung wie die Ostereier: sie beziehen sich auf den Regenbogen, der ein Symbol für den Bund Gottes mit den Menschen ist (siehe Noah-Geschichte).

 

 

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