Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau                           Kirchen in der Gem.Hilg.-Tandern

Bründlkapelle in GUMPERSDORF

Im Inneren der Kapelle befand sich früher ein "hochgeehrtes Kruzifixbild" (Anton Streichele in seiner Bistumsbeschreibung von 1864) aus dem 15. Jh., das jetzt in der Pfarrkirche Hilgertshausen hängen soll. Das Kruzifix in der Kapelle dürfte aus der Zeit des Historismus (2.Hälfte des 19.Jh) stammen.
Die gut proportionierte Kreuzigungsgruppe wird durch ausdrucksvolle Figuren des Gekreuzigten und den unter dem Kreuz stehenden Maria und Johannes gebildet.

  Hinweis: Bei diesem Kruzifix handelt es sich um einen sog.Viernageltypus. Die Beine liegen nebeneinander am Kreuzstamm auf, jeder Fuß ist von einem Nagel durchbohrt, zusammen mit den Nägeln der Arme also vier, daher die Bezeichnung "Viernageltypus". Diese Darstellung war in den ersten 1200 Jahren des Christentums üblich.

Beschreibung

Am Rande von Gumpersdorf, jenseits der Ilm liegt , die sog. Bründlkapelle, nach Anton Streichele eine frühere Wallfahrtsstätte.

Die von Frhr. Sigmund Maria Lösch im Jahr 1754 errichtete Kapelle steht "einige Schritte" neben einer Quelle. Ihr Vorgängerbau stand genau über dem damals noch mit Mauerwerk eingefassten und gedeckten Brunnen. In früheren Zeiten gab es eines kleine Wallfahrt.

Über der dem Fluss zugewandten Seite ein sehr kleiner voll mit Blech verkleideter Dachreiter.


Die Quelle, das Bründl, liegt einige Meter nördlich der Kapelle in Richtung Ilm. Sie ist mit einem kleinen, nach vorne offenen Rundbau überdeckt. Eine Treppe führt von der Kapelle hinunter zum Bründl.

1974 wurde die Kapelle renoviert.

 

Hans Schertl

Quellen:
Anton Streichele, "Das Bistum Augsburg", 1864, S. 186 ff
Fritz Mayer/Rudolf Wagner, Der Altlandkreis Aichach, 1979
Wilhelm Liebhart in Hilgertshausen-Tandern, Bilder aus vergangenen Tagen, 2003
4 Bilder: Hans Schertl

Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau - ein virtuelles Guckloch durch die verschlossene Kirchentür


5.4.2008