zur
Landkreiskarte Kirchen
im Stadtgebiet Dachau
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Kriegergedächtnis-Kapelle in ETZENHAUSEN
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Beschreibung
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Eine Beschreibung
der Kapelle im Stil der damaligen Zeit ist im Amperboten vom 25.8.1928 zu finden.
Dort heißt es:
"In
Form einer Kapelle gebaut, inmitten der Gemeinde, umgeben von einer Gartenanlage,
birgt die Gedächtniskapelle die Tafeln mit den Namen der Heldensöhne Etzenhausens,
die ihr Leben fürs Vaterland ließen. Als köstlichen Schatz besitzt die Gedächtniskapelle
ein großes Gemälde des bekannten Künstlers H. Geheimrat Ritter von Herterich,
darstellend die Gottesmutter Maria mit dem Leichnam ihres göttlichen Sohnes
auf dem Schoß. In feiner sinniger Weise ist es der Künstlerhand gelungen durch
die Verwendung des Motives "Geht ob ein Schmerz gleich meinem Schmerze" die
Trauer der Gemeinde um ihre Heldensöhne und gleichzeitig den Dank für ihr tapferes
Kämpfen würdig zum Ausdruck zu bringen". Den ganzen Bericht können
Sie hier lesen...
Seit 1995 wird hier am Palmsonntag die Palmweihe vorgenommen; danach zieht die Palmprozession hinauf in die Etzenhausener Laurentiuskirche.
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Am 9.November 2003 wurde am Vorplatz der Kapelle ein Mahnmal zu Ehren der 23 im Zweiten Weltkrieg gefallenen ehemaligen Landwirtschaftsschüler aus dem Dachauer Kreis eingeweiht. Das von H.O.v. Schön (geb.1941) geschaffene Mahnmal aus Bronze stand bisher am Landwirtschaftsamt Dachau in Etzenhausen. Wegen der Verlegung des Amts in die Konrad-Adenauer-Straße musste ein anderer Platz gefunden werden. Für den Sockel und die Rückwand des Mahnmals verwendeten die Mitglieder des Verbands Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Steine der bisherigen Landwirtschaftsschule.
Hans Schertl |
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Quellen:
Amperbote
vom 25.08.1928, v. 13.11.1928
Heimatbuch des Landkreises und der Stadt Dachau, 1971
Kirchenpfleger Ludwig Grain, 2002
Dachauer Nachrichten vom 5.11.2003
Hans Mayr, Schönbrunn, 2003
3 Bilder: Hans Schertl
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20.9.2010
Kriegergedächtnishalle
in Etzenhausen
Amperbote vom 25.08.1928
Wie
wir schon vor einigen Tagen berichten konnten,feiert die Gemeinde Etzenhausen
am Sonntag, den 26. August, das Fest der Enthüllung seiner Kriegergedächtnishalle.
In freudiger rastloser Arbeit hat die ganze Gemeinde an der Errichtung der Kriegergedächtnishalle
gearbeitet und so ein Denkmal geschaffen, das wohl weit und breit nicht seinesgleichen
besitzt. Wir bringen obenstehend zwei Bilder von dem unter der künstlerischen
Leitung des Herrn Geheimrates Ritter von Herterich in so würdiger Weise den
Dank der Gemeinde an ihre gefallenen Söhne zum Ausdruck bringenden Denkmal.
In Form einer Kapelle gebaut, inmitten der Gemeinde, umgeben von einer Gartenanlage,
birgt die Gedächtniskapelle die Tafeln mit den Namen der Heldensöhne Etzenhausens,
die ihr Leben fürs Vaterland ließen. Als köstlichen Schatz besitzt die Gedächtniskapelle
ein großes Gemälde des bekannten Künstlers H. Geheimrat Ritter von Herterich,
darstellend die Gottesmutter Maria mit dem Leichnam ihres göttlichen Sohnes
auf dem Schoß. In feiner sinniger Weise ist es der Künstlerhand gelungen durch
die Verwendung des Motives "Geht ob ein Schmerz gleich meinem Schmerze" die
Trauer der Gemeinde um ihre Heldensöhne und gleichzeitig den Dank für ihr tapferes
Kämpfen würdig zum Ausdruck zu bringen. - Ganz Etzenhausen rüstet für den kommenden
Sonntag und überall wird noch letzte Hand angelegt, um dem Tag der Einweihung
einen würdigen Rahmen zu geben. Aus dem Programm entnehmen wir: Für 6 Uhr Weckruf;
8 - 9 Uhr Empfang der ankommenden Vereine und Gäste; Halb 10 Uhr Aufstellung
zum Kirchenzug; 10 Uhr Feldgottesdienst für die gefallenen und verstorbenen
Kameraden. Die Liedertafel Dachau wird hierbei die Deutsche Messe von Schubert
zur Aufführung bringen. Anschließend an den Feldgottesdienst erfolgt die Denkmalsenthüllung
und Gefallenenehrung. Darauf folgt der Festzug; hernach zwangloser Mittagstisch
im Burgmeier`schen Gasthaus in Etzenhausen, Konzert und Gesangsvorträge der
Liedertafel Dachau und Fahnenbänderverteilung. Es haben sich eine beträchtliche
Anzahl Vereine angesagt, sodass die Feier der Denkmalsenthüllung eine machtvolle
Kundgebung des vaterländischen Gedankens zu werden verspricht.
(Recherchiert von Hubert Eberl, Bergkirchen)
Einweihung
der Kriegergedächtniskapelle in Etzenhausen
Amperbote vom 13.11.1928
Der Tag der Einweihung der Kriegergedächtnishalle
ist noch in guter Erinnerung. Die Opferwilligkeit aller Kreise, um durch die
Vollendung des Werkes den Dank an die gefallenen Söhne Etzenhausens zum
Ausdruck zu bringen, hat weit hinaus über die Grenzen unseres Bezirkes
Anerkennung gefunden. Am vergangenen Samstagabend konnten die führenden
Männer des Denkmalausschusses ihre Tätigkeit als beendigt bezeichnen.
Nun ist auch die Finanzierung des schönen sinnigen Denkmals vollständig
durchgeführt. Aus diesem Anlass hatte man am Samstag abends die Bewohner
Etzenhausens, Liedertafel Dachau und noch viele andere, die ebenfalls ihr Scherflein
beigetragen, zu einer kleinen Feier beim Gastwirt Burgmayr aus Etzenhausen geladen.
Die zahlreich Erschienenen füllten den geräumigen Saal bis auf den
letzten Platz. Unter den Gästen befanden sich Herr Geheimrat von Herterich,
Herr und Frau Professor Stockmann, Herr Buckla, ??Prühäuser, Herr
Bezirksschulrat Dengler, Herr Bahnvorstand Rohrmüller, Herr Steueramtmann
Michenfelder und so weiter. Herr Mayerhofer verstand es, in kernigen
Worten nochmals allen für ihre Mitarbeit zu danken. Ein Töchterchen
des Herrn Oefner trug einen sinnigen, der Heldenehrung gewidmeten Prolog vor.
Ganz besonderen Dank aber schuldet die Gemeinde Etzenhausen einem ihrer Mitbürger,
der aus Liebe zu seiner jetzigen Heimat und aus Dankbarkeit gegen die gefallenen
Helden der Kriegergedächtnishalle mit seinem Gemälde "Pietà " ein Kleinod
schenkte, um das Etzenhausen beneidet wird. Es ist dies Herr Geheimrat Professor
Ritter von Herterich. Herr Bürgermeister Welsch dankte ihm herzlich im
Namen der Gemeinde und gelobte, die Gedächtnishalle mit ihrem herrlichen
Gemälde in gutem Verwahr zu halten. Als äußeres Zeichen der
Dankbarkeit hat die Gemeinde Etzenhausen Herrn Geheimrat von Herterich zum Ehrenbürger
ernannt. Die überreichte schöne künstlerische Ehrenurkunde stammt
aus der Hand eines Sohnes der Gemeinde Etzenhausen, dem Sohn Robert des Gastwirts
Burgmayr. Die Ernennung zum Ehrenbürger löste bei Herrn Geheimrat
von Herterich sichtlich große Freude aus. In kurzen Worten betonte er,
dass durch diese Ehrung seine Liebe zu dem idyllischen Dörfchen nur noch
verstärkt worden sei und dass er sich auch weiterhin bemühe, den schönen
Ort Etzenhausen noch schöner zu gestalten.
Ein Musikquartett und die Liedertafel Dachau, die schon bei der Einweihung des
Denkmals durch die Aufführung der Deutschen Messe von Schuberth ein gut
Teil zum schönen Verlauf der Feier beigetragen hatte, gaben am Samstagabend
durch ihre Darbietungen der Heldenehrung einen würdigen Rahmen. Aber auch
der heitere Teil sollte nicht zu kurz kommen. Die von Herrn Pfarrmesner Grahamer
in seiner bekannten meisterhaften Art vorgetragenen und von ihm selbst zusammengestellten
humoristischen Wahrheiten und Unwahrheiten von Erlebnissen von Mitbürgern
Etzenhausenes und von der Tätigkeit während des Baues der Gedächtnishalle
und über den Festtag selbst, lösten allgemein große Heiterkeit
aus. So kann der Verlauf des Ehrungsabends als sehr gut gelungen bezeichnet
werden. Mit ihm hat die arbeitsreiche Tätigkeit des Denkmalausschusses
einen würdigen Abschluss gefunden.
(Recherchiert von Hubert Eberl, Bergkirchen)