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Kirchen
in der Gem. Hebertshausen
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Kapelle im Altenheim DEUTENHOFEN b.Hebertshausen
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Beschreibung Das Altenheim befindet sich in den Räumen des früheren Schlosses Deutenhofen, einem dreigeschossigen Bau mit Achteckturm. Zur früheren Schlosskapelle...
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Die kleine Kapelle ist im alten Schlosstrakt untergebracht. Der schlichte, weiß gestrichene Raum besitzt eine Gewölbedecke.
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Hinter dem kleinen Altar ist eine Marienstatue angebracht. Maria steht auf der Weltkugel mit einer Mondsichel, die von einer Schlange als dem Sinnbild des Bösen umschlungen wird. Rechts hängt an der Wand der hölzerne Tabernakel (siehe Bild oben rechts), verziert mit Getreideähren und Weintrauben als Hinweis auf Leib und Blut Christi. Tabernakel ist das lateinische Wort für Zelt. Die Bezeichnung führt zurück zur Bundeslade der Israeliten zur Zeit Mose, die ebenfalls in einem Zelt untergebracht war. Der Tabernakel dient bereits seit frühchristlicher Zeit zur Aufbewahrung verwandelter Hostien für die Sterbenden. Seit dem hohen Mittelalter wurde er auch Ort der Anbetung und Verehrung Christi in der Gestalt dieses eucharistischen Brotes. Der Ort und die Form der Aufbewahrung änderten sich im Laufe der Jahrhunderte häufig. Das Tridentinische Konzil (1545 - 63) ordnete die Aufstellung des Tabernakels auf dem Altar an. Doch diese Vorschrift wurde in Deutschland, wo man lange daran festhielt, die heiligen Hostien in Wandschränken und Sakramentshäuschen aufzubewahren, erst im 18. Jahrhundert umgesetzt. Das 2. Vatikanische Konzil (1962 - 65) lässt dies wieder zu. Deshalb werden in modernen Kirchen Tabernakel häufig in die Wand eingelassen oder stehen frei auf einer Säule. |
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In der Kapelle finden regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste statt, die auch von Bewohnern der Umgebung besucht werden können.
Ehemalige Schlosskapelle
Deutenhofen
Früher befand sich im Schlosstrakt eine Schlosskapelle. In
der Statistischen Beschreibung des Erzbisthums München-Freising von Anton
Mayer aus dem Jahr 1874 heißt es: "Von der Schloß-Capelle
in Deutenhofen an der Straße von Hohenkammer nach Dachau kann das Erbauungsjahr
nicht angegeben werden, jedenfalls ist es vor 1632. Denn in diesem Jahr hat
Herzog Bernhard zu Sachsen-Weimar (mit den Schweden) Schloss und Hofmark niedergebrannt,
wobei nur die einzige Schloß-Capelle unversehrt blieb. Noch jetzt zeigt
man in selber das Bildniß der hh.Dreifaltigkeit u. Mariä Krönung,
welches die Flammen ebenso wie alle Paramente verschont ließen. Ein ausgeprägter
Stil ist nicht vorhanden. Die Baupflicht hat der Schloßbesitzer, derzeit
(=1870) Herr Graf Spreti. Sie ist nicht consecriert (geweiht). Zur Zeit der
Schmid'schen Martrikel (=1738) wurde schon selten dort super portatile (über
einem tragbaren Altarstein) celebrirt, jetzt (=1870) längst gar nicht mehr.
Pfarrer Anton Dalmayr sagt in seinem Berichte vom 14.11.1817, es sei seit 26
Jahren nur 1mal auf Begehrten der Baron v.Mandl'schen Herrschaft u.zwar an einem
Werktage eine hl.Messe gelesen worden, und setzt bei: 'Es ist an Feiertagen
nur ein Personalprivilegium für diese Familie darauf, das mit der letzten
Linie exspirirt. Die Kapelle hatte einen Altar; Patron war die Allerheiligste
Dreifaltigkeit und Mariä Krönung. Ein Patrocinium wird nicht gefeiert".
Hans Schertl
Quellen:
Mayer-Westermayer, Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising,
1874
Schlossbeschreibung von Landrat Dr.Pestenhofer, Mai 1971
Werner Meyer, Burgen in Oberbayern, Würzburg
1986
4 Bilder: Hans Schertl (2003)
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30.12.2008