zur
Landkreiskarte Kirchen
in Dachau
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Gedächtniskapelle "Regina Pacis" auf der Leiten
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Beschreibung Auf
der Etzenhausener Leiten befindet sich der KZ-Ehrenfriedhof mit den letzten
Ruhestätten von 7.439 größtenteils unbekannten Häftlingen, die noch kurz
vor oder nach der Befreiung des Lagers starben. Am Westrand des Friedhofs
steht der Rundbau der Gedächtniskapelle Regina Pacis. Auf einer Steintafel
im Inneren der Kapelle in vier Sprachen (Italienisch, Deutsch, Englisch
und Französisch) zu lesen: "Votivkirche. Vom italienischen Volk
zum Andenken an seine Toten für die Freiheit aller Völker errichtet."
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Der Weg endet an der italienischen Gedächtniskapelle "Regina Pacis" ("Königin des Friedens"). Sie wurde mit Marmor aus Candoglia im Renaissancestil erbaut. Architekt war Ronca Euena. Zur Finanzierung des Baus hatte der Papst Pius XII. einen wertvollen Kelch verkauft. Den Marmor stiftete der Mailänder Kardinal Montini, der spätere Papst Paul VI. Die Kapelle erinnert an die 38.000 Italiener, die in nationalsozialistischen Konzentrationslagern (davon 1.735 in Dachau) umkamen und ist mittlerweile auch Zeichen für die von den Nazis Ermordeten aller Nationen.
| In der Unterkirche hängt
hinter Glas eine gerahmte Urkunde,
in der in drei Sprachen (Latein, Italienisch und Deutsch) auf die Vorgänge,
die zum Bau geführt haben, hingewiesen wird: Text: "Heute am 5.August 1960, anlässlich des in München feierlich tagenden Eucharistischen Weltkongresses, übergibt der Ausschuss zur Errichtung einer Votivkapelle in Dachau (Comitato pro erigenda Capella Votiva a Dachau), der von dem Verein der Freiheitskämpfer Venetiens in Verona ins Leben gerufen wurde und unter dem hohen Partronat des Präsidenten der italienischen Republik steht, diese Botschaft und mauert sie für die |
| Ewigkeit in der Vorhalle ein. Diese Botschaft besagt, dass die Votivkapelle zum Gedächtnis an die 38.000 italienischen politischen Deportierten, die für die Freiheit aller Völker gefallen sind, errichtet wurde und der Heiligsten Jungfrau Maria "Regina Pacis" gewidmet ist. Sie fanden nicht den Frieden einer Grabstätte, sie erhielten kein segnendes Kreuz; ihre sterbliche Hülle wurde in den Krematorien verbrannt und ihre Asche wurde in alle Winde verstreut. Die Bayerische Regierung nahm den Antrag des Stifter-Ausschusses an und gab die Genehmigung zur Errichtung des Denkmals auf dem heiligen Boden des Leitenberg-Hügels, den sie großzügigerweise schenkte. Der Ausschuss entbietet der Bayerischen Regierung seinen tief empfungenen Dank für die hohe Anerkennung der geistigen Beweggründe, die zur Errichtung des Denkmals führten und erklärt, dass dieses Denkmal ein Zeugnis sein soll für die Überwindung vergangner Gegensätze und für den Friedenswillen zwischen dem italienischen und dem deutschen Volk im weitesten Bereich der wieder erlangten demokratischen Freiheit." |
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| Die Kapelle wurde am 29.Juli 1963 vom Mailänder Bischof Lercaro im Beisein des italienischen Staatspräsidenten Segni, des deutschen Bundespräsidenten Lübke und des bayerischen Ministerpräsidenten Goppel eingeweiht. Papst Johannes XXIII. stiftete Messgewänder. Die Inschrift an einer Säule mit einem (wohl noch antiken) korinthischen Kapitell erinnert in italienischer Sprache an den Besuch von Segni. |
Inneneinrichtung:
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Neben den Fenstern sind Fresken der in Italien besonders verehrten Heiligen Franziskus von Asssis (der Heilige steht unterhalb der Burg vor der Kirche in Assisi und zeigt dem Betrachter seine Wundmale) und Katharina von Siena (mit der Bibel in der Hand vor der Stadt Siena stehend). Katharina ist die Patronin Italiens. Franziskus ist in der braunen Kutte der Franziskaner abgebildet. Die Farbe Braun steht in der Tradition für Demut und Bescheidenheit. |
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Der hl. Franziskus
entsagte im 13.Jh allem Besitz und gründete den Orden der Minoriten, die
sich besonderes der Armenpflege, Seelsorge widmeten. Seine glühende Liebe
zu Gott und zur Schöpfung faszinierte die Menschen und er hatte damals
schon viele Bewunderer und Verehrer. Kurz vor seinem Tod erhielt er die
Wundmale an Händen und Füßen (Stigmata). |
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Die Kapelle Regina Pacis beherbergt auch eine Unterkirche, zu der eine Wendeltreppe hinter dem oberen Altar hinabführt. In der Unterkirche steht ein weiterer Altar; an den Wänden hängen Bilder. |
..... zur Internetseite der KZ-Gedenkstätte Dachau
Hans Schertl
Quellen:
Internetseiten
des
Vereins zum Beispiel Dachau
und "Dachau
Scrapbook"
Rita Lassen, Stadtführung am 20.2.2005
Dachauer SZ vom 12.5.2005
Dachauer Nachrichten vom 8.9.2005
Eckart Bieger, Das Bilderlexikon der christlichen Symbole, 2011
(braun)
14 Bilder: Hans Schertl (2001,2005)
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20.6.2005