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Alte Zeitungsberichte aus dem Pfarrleben von ARNBACH
Recherchiert von Hubert
Eberl, Bergkirchen
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Jahr
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Ereignis |
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Bericht
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1893
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Goldendes Priesterjubiläum von Pfarrer Plöbst - Amperbote vom 19.08.1893 |
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1928
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Einweihung der Kriegergedenktafel in Arnbach - Amperbote vom 31.05.1928 | klicken Sie hier. . |
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1931
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Pfarrer Mayr aus Arnbach resigniert - Amperbote vom 10.02.1931 | klicken Sie hier. . |
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1931
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Installation von Pfarrer Moll in Arnbach - Dachauer Nachrichten vom 05.05.1931 | klicken Sie hier. . |
Im benachbarten Arnbach feierte gestern der Hochwürden Herr Andreas Plöbst sein goldenes Priesterjubiläum. Die Gemeinde hatte unter Anleitung des Herrn Lehrers alles getan, dem Dörfchen ein festliches Gewand zu geben und ihre Freude und Verehrung zum Ausdruck zu bringen. Vom herrlichsten Wetter begünstigt fand der Gottesdienst im Freien statt. In der Predigt behandelte Herr Dekan von Altomünster das Thema: Die Früchte des Priestertums. Beim Amt kam durch Lehrer und Geistliche die Franziskanermesse von Bieger zur Aufführung. Introitus, Graduate, Offertorium und Communio hatte auf Wunsch des Herrn Dirigenten Hauptlehrer Keilberth, Herr cand. phil. J. Thaller recht wirkungsvoll komponiert. Nachmittags um 2 Uhr überreichte Herr Bezirksamtmann Flasser von hier dem Jubilar die goldene Ehrenmünze des kgl. Ludwigordens. - Möge der würdige Priester noch viele Jahre in seiner wackeren Gemeinde wirken!
Einweihung
der Kriegergedenktafel in Arnbach
Amperbote vom 31.05.1928
Die Pfarrgemeinde
beging am Pfingsmontag die Einweihung des vor einigen Tagen festgestellten Denkmals,
eines Denkmals, das sich selbst und in Bezug auf seine geschmackvolle und würdige
Anbringung von ersten Sachverständigen der Denkmalskunst als eines der besten
bezeichnet wurde. Der Entwurf wurde von dem bekannten Münchner Architekten Herrn
Uroth gemacht, und die Ausführung geschah in den Werstätten der Firma Wachter
in Indersdorf. Man hatte von vornherein beschlossen, das Fest in kleinerem Rahmen
zu feiern, und dann waren nur die Nachbar-Krieger- und Soldatenvereine dazu
eingeladen.
Nachmittags um 1 Uhr nahmen die Vereine zum Zug in die Kirche Aufstellung vor
dem Gasthaus Kraus. Vorn befand sich in reichbekränzter Kutsche Arnbachs einziger
Veteran und zugleich Invalide aus 1870/71, der alte Müllervater, der trotz seiner
schweren Altersgebrechen mit rührender Begeisterung am Fest teilnahm. Im Gotteshaus,
das von Angehörigen der Pfarrgemeinde und den Vereinen überfüllt war, verrichtete
HH. Pfarrer Mayr eine Andacht für die Seelenruhe der gefallenen Kriegskameraden
und schloss derselben eine überaus ernste und schöne Ansprache an, worauf der
Hochw. Herr die kirchliche Weihe unseres, es muss nochmals gesagt werden, so
schönen Kriegerdenkmals vornahm.
Nachdem der Schüler Georg Sandmann in recht anmutiger Weise einen Prolog sprach,
legte der Vorstand des Krieger- und Veteranenvereins Arnbach im Namen aller
Kameraden einen herrlichen Kranz an den Gedenkstein. Das Vorhaus und das Ehrenmal
wurde von den ehrwürdigen Franziskanerinnen unseres Klösterleins mit Geschmack
und Sorgfalt geziert, wofür den ehrwürdigen Schwestern an dieser Stelle bestens
gedankt sei.
Nach also beschlossenem
kirchlichem Weiheakt ordnete sich der Festzug neuerdings zum Marsch ins Gasthaus,
allwo die Gäste einen ebenfalls mit reichem Tannengrün und passenden Bilderschmuck
versehenen geräumigen Saal vorfanden, der aber nur einen Teil der Erschienenen
aufnehmen konnte. Die nun anhebende weltliche Feier des Tages fand ihren Auftakt
in der schönen Festrede des Vorstandes des Krieger- und Veteranenvereins, der
sich eine ebenfalls recht inhaltsreiche Ansprache unseres allverehrten Herrn
Bürgermeisters Sandmann, der ja eigentlich bei der ganzen Sache für seine reiche
Mühe, für seine bewundernswerte Ausdauer und für manches eingesteckte harte
Wort unser aller Dank verdiente, anfügte.
Nachdem reiche Abwechslung von Gesang- und Musikvorträgen der bekannten "Holzhausener"
den Nachmittag recht kurzweilig gestalteten, begann um 4 Uhr Herr Lehrer König
unbeschadet der im Saal herrschenden Backofenhitze seinen mit Spannung erwarteten
Lichtbildervortrag: "Der Krieg im Westen und die Waffen des Weltkrieges", den
er durch humorvolle Bemerkungen aus dem Soldatenleben den aufmerksamen Zuhörern
recht interessant machte. Reicher Beifall belohnte den Vortragenden und nach
mehreren Stunden gemütlichen Beisammenseins zerstreuten sich die Teilnehmer.
Dass der "Krausvater" trotz des großen Andrangs, infolge der glänzenden Betriebseinteilung,
für prompte Bedienung der Gäste, seine Tochter Kathi für eine prima Küche, sorgte,
muss der Vollständigkeit wegen unbedingt bemerkt werden.
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Pfarrer
Mayr
aus Arnbach resigniert
Amperbote
vom 10.02.1931
Überraschend kommt die Nachricht, dass unser Pfarrherr, HH. Pfarrer Mayr um Resignation an die oberhirtlichen Stelle nachgesucht hat und diese zum 1. März des Jahres genehmigt bekommen hat. Gleichzeitig wurde ihm ein Emeritenbenefizium in Waging übertragen. Nur ungern sieht man hier den beliebten Pfarrherrn scheiden. Am 23. Januar 1863 in Ingolstadt geboren, erhielt er die priesterlichen Weihen am 24. Juni 1892 in Freising. Am 6. Juli des gleichen Jahres trat er bereits seinen ersten Posten als Koadjutor nach Traunstein berufen wurde. Nach Berchtesgaden wurde er am 10. August 1898 versetzt, um am 22. Juli 1899 als Vikar nach Tettenhausen zu kommen. Am 5. Mai 1903 übernahm er das Hoppenbichler`sche Benefizium in Rostenheim, am 11. Dezember 1905 wurde er Pfarrherr von Arnbach, wo er sich in den 20ziger Jahren seiner verdienstvollen Tätigkeit die Liebe und Achtung aller seiner Pfarrkinder erworben hat.
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Installation
von Pfarrer Moll in
Arnbach
Dachauer Nachrichten vom 05.05.1931
Der
gestrige Sonntag war für unsere Pfarrgemeinde ein Freudentag, fand doch die
feierliche Installation unseres neuen Pfarrherrn, Hochwürden Herrn Pfarrer Moll,
statt. Vom Herrn Bürgermeister, den Herren des Gemeinderates und der Kirchenverwaltung,
dem Gesangverein, Krieger- und Veteranenverein, sowie der Feuerwehr und weißgekleideten
Mädchen, die den neuen Pfarrherrn mit Gedichten begrüßen, am geschmückten Pfarrhof
empfangen, wurden der Pfarrherr von HH. Dekan Schwaiger, Altomünster, unter
zwei Triumphbögen hindurch zur Pfarrkirche geleitet. Vor der Kirchentüre verlas
Hochwürden Herr Dekan Schwaiger die Investitur-Urkunde, in welcher Hochwürden
Herr Pfarrer Moll die Pfarrei Arnbach übertragen wird, richtete an Pfarrherrn
und Gemeinde ermahnende Worte und übergab schließlich dem neuen Pfarrherrn zum
Zeichen seiner Gewalt den Schlüssel zum Gotteshaus.
In feierlichem Handschlag gelobten Bürgermeister, Gemeinderäte und die Kirchenverwaltung
dem Pfarrer treue Gefolgschaft. Nach dem feierlichen Einzug ins geschmückte
Gotteshaus erfolgte die Einweisung des neuen Pfarrherrn in sein hohes Amt. Taufstein,
Beichtstuhl, Tabernakel, Kanzel und Sakristei wurden von Hochwürden Herrn Dekan
dem Pfarrherrn zur Betreuung übergeben. Beim anschließenden Pfarrgottesdienst
flehte der neue Seelenhirte, der sich in der kurzen Zeit seiner Anwesenheit
in Arnbach die Liebe und Achtung seiner Pfarrkinder erworben hat, Gottes Segen
auf die Gemeinde herab. In festlichem Zug gings nach dem Gottesdienst zum Pfarrhaus
zurück, wo in engerem Kreis ein kleines Mahl stattfand.